Marie Spellerberg (21) hat ihren Traumberuf gefunden – Polizeiwache Höxter ist ihre erste Dienststelle
Auf Streifenfahrt in der Heimat

Kreis Höxter -

Am liebsten mag sie die Spätschicht. Von 13 bis 21 Uhr ist Marie Spellerberg dann mit den anderen Kollegen und Kolleginnen der Dienstgruppe „E“ der Kreispolizeibehörde Höxter auf der Straße. Aber die einzelnen Schichten wechseln ständig – so wie die Ereignisse vor Ort.

Montag, 30.11.2020, 12:50 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 13:52 Uhr
„Halt Polizei“: Die Kelle setzt die junge Polizeikommissarin Marie Spellerberg zum Beispiel bei Verkehrskontrollen ein. Foto: Harald Iding

 

Die 21-jährige Polizeikommissarin, die vor drei Jahren am KWG Höxter ihr Abitur absolvierte, hat als Polizeibeamtin ihren Traumberuf gefunden und darf – auf ihren eigenen Wunsch hin – zum Berufsstart in ihrer Heimat für Sicherheit sorgen. Marie Spellerberg, eine aufgeweckte und selbstbewusste junge Polizistin, gehört zu den 14 „Neuen“ bei der Kreispolizeibehörde Höxter, die Polizeidirektor Christian Brenski am 1. September begrüßen konnte.

Sie alle verstärken die Polizei an den Wachstandorten Höxter, Warburg und Bad Driburg. Die Hälfte des „Nachersatzes 2020“ (so der offizielle Sprachgebrauch) sind junge Leute mit Bachelor-Abschluss, die frisch von der Hochschule kommen und hier in der Region mit einem silbernen Stern auf den Schulterklappen ihre erste Dienststelle haben.

Die anderen sieben Kräfte haben zum Teil langjährige Berufserfahrung. Aber sie alle vereint ein Wunsch: Sie wollten unbedingt in den Kreis Höxter, der seit vielen Jahren zu den sichersten Regionen im Land NRW zählt.

Marie Spellerberg gehört nun auch zu den rund 200 Beamtinnen und Beamten im Kreis Höxter, die sich für die Einhaltung von Recht und Gesetz stark machen.

Freilichtbühne Bökendorf

Spellerberg geht gerne joggen und hat eine eigene Wohnung im Kulturland. Früher hat sie sogar auf der Freilichtbühne in Bökendorf gestanden, aber dazu fehle ihr heute einfach die Zeit. „Als Studentin habe ich bei meinen Eltern gewohnt und bin jeden Tag mit dem Auto nach Bielefeld gefahren.“ Dort ist die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW.

An die erste Fahrt unter Blaulicht kann sie sich gut erinnern. „Ich war Beifahrerin und es war richtig aufregend. So was erlebt man ja im zivilen Leben nicht.“ Überhaupt – sie wollte schon als Jugendliche immer einen Beruf, der spannend, abwechslungsreich und jeden Tag anders ist. Diesen Wunsch hat sie sich erfüllt, aber erst nach einem strengen Auswahlverfahren, das jeder bestehen muss, der in den Polizeivollzugsdienst gehen will.

Teamfähigkeit

„Da gab es auch Rollenspiele mit Trainern, bei denen die Teamfähigkeit und Persönlichkeit getestet wurden. Draufgänger haben dabei sicher schlechte Karten“, betont Spellerberg im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Sie freue sich jeden Tag auf ihre Arbeit. Diskriminierung und Ausgrenzung lehnt sie grundsätzlich ab. „Das ist überhaupt nicht mein Ding, Ich begegne vielmehr Menschen privat wie dienstlich respektvoll und freundlich.“

Sie könne sich aber auch durchsetzen bei Maßnahmen, die der Sicherheit dienen – auch ihrer eigenen. Zugriffstechniken beherrscht sie aus dem Effeff. Da könne es bei Einsätzen nämlich sehr schnell gehen. „Das haben wir intensiv trainiert und das kann ich!“

Schichtdienst

Bevor es in den Streifenwagen geht, muss bei Dienstantritt die komplette Ausrüstung angelegt werden – dazu gehört unter anderem die Dienstwaffe, Pfefferspray, der Einsatzstock, eine Taschenlampe und auch Handschellen.

Auf drei Schichten folgen meist drei freie Tage. Der Schichtdienst und die hohe psychische Belastung zählen zu den Herausforderungen in diesem Beruf und werden gerne als Nachteile angeführt. Für Marie Spellerberg ist es aber das „Gesamtpaket“, das stimmig ist.

Und wie schätzt die junge Kommissarin ihre Karrierechancen ein? „Bei der Polizei gibt es viele Arbeitsfelder, für die man sich dann zusätzlich qualifizieren kann. Ich freue mich jetzt erst einmal auf die nächsten Jahre – im Streifenwagen und in einem tollen Team!“

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