Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz drehen Krimi “Tyrannenmord” – Filmteam im Internat am Solling und an der Weser
Promi-Ermittler drehen „Tatort“ im Weserbergland

Höxter (WB). Im Weserbergland wird erstmals ein „Tatort“ für den NDR gedreht. In dieser Woche starten in Holzminden und Umgebung die Dreharbeiten. Dass im 50. Jubiläumsjahr der international beliebten ARD-Krimi-Kult-Serie an der Weser gefilmt wird, das ist schon etwas Besonderes. Bei einigen Aufnahmen werden auch Komparsen aus der Region Holzminden/Höxter dabei sein. Zahlreiche Bewerber hatten sich nach einem Aufruf bei der Produktionsfirma Cinecentrum Film- und Fernsehproduktion Berlin gemeldet.

Montag, 09.11.2020, 18:53 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 07:06 Uhr
Das bekannte Hamburger Ermittlerduo der Bundespolizei, Thorsten Falke und Julia Grosz, gespielt von Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz, werden in Holzminden und Umland auf Tätersuche gehen. Foto: NDR/Marion von der Mehden
Im Internat Solling wird ein “Tatort” gedreht.

Im Internat Solling wird ein “Tatort” gedreht. Foto: Internat Solling

Im Frühjahr 2022 soll die „Tatort“-Folge mit dem Arbeitstitel „Tyrannenmord“ laut NDR gesendet werden. Das bekannte Hamburger Ermittlerduo der Bundespolizei, Thorsten Falke und Julia Grosz, gespielt von Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz, werden in Holzminden und Umland auf Tätersuche gehen. Internat am Solling, Weserufer und die Innenstadt Holzminden sollen die Dreh-Tatorte sein, kündigt die Produktionsfirma an. Man wolle erst einmal ohne Medien und Zuschauer in Ruhe arbeiten, möglicherweise werde es aber noch vor Ort einen kurzfristigen Termin für die Presse zum Holzminden-Tatort geben, erklärte eine Sprecherin des Produktionsteams gestern gegenüber dem WESTFALEN-BLATT.

Bis Mittwoch, 9. Dezember, will TV-Regisseur Christoph Stark die neue Folge des Nord-„Tatorts“ nach einem Drehbuch von Jochen Bitzer inszenieren. Für das Weserbergland seien zehn Drehtage geplant. Die zum Teil prominenten Schauspieler – wie der aus Detmold stammende Wotan Wilke Möhring – werden sicher am Internat Solling und in einer Wohnung in Wesernähe gegenüber des Stahler Ufers sichtbar werden, wenn man als Spaziergänger eventuell etwas Glück hat.

Der Inhalt

Hinter der Kamera steht die schweizerische Kamerafrau Eeva Fleig, die bereits die NDR „Tatort“-Folge „Wegwerfmädchen“ sowie den Tatort „Nord bei Nordwest – Waidmannsheil“ aufgenommen hat. Produzentin ist Dagmar Rosenbauer, die Frau des ehemaligen ORB-Intendanten Hansjürgen Rosenbauer. Der Fernsehfilm wird mit Mitteln der Nordmedia-Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen gefördert.

Die TV-Produktionsfirma hat dem WB auch schon etwas über den Inhalt des Krimis verraten, der als „Tatort“-Reihe stets Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen bannt und weltweit auch von vielen TV-Sendern synchronisiert gesendet wird: Nach dem Verschwinden eines 17-jährigen Botschaftersohns aus einem feinen norddeutschen Internat (perfekte Kulisse ist das Landschulheim) ermitteln die Kommissare Falke und Grosz in dem Fall und geraten unversehens auf das glatte internationale diplomatische Parket. Die Bundespolizei hat russische Waffenhändler im Visier, die sich als angebliche Hersteller von Landmaschinen eine saubere Fassade aufgebaut haben. Julia Grosz, gerade zur Hauptkommissarin befördert, leitet den Einsatz.

Als der verdeckte Ermittler kurz vor der Aufdeckung der mafiösen Strukturen  im Einsatz ums Leben kommt, scheint die ganze Aktion gescheitert. Aber der Waffenhändler Timofejew hat eine Nichte, Marija, die beim LKA arbeitet und sich schon vor Jahren von ihrer Familie distanziert hat.  Um das komplette Scheitern der Aktion zu verhindern, versucht Grosz Marija gegen ihre eigene Familie in Stellung zu bringen. Falke, der mal Marijas Vorgesetzter beim LKA war, ist nicht begeistert. Die Sache scheint zu gefährlich und nicht kon-trollierbar.  Aber Marija geht auf den Vorschlag von Grosz ein und beginnt ein doppeltes Spiel  um Leben und Tod. Ein spannender Stoff, wenn man die Drehbuch-Zusammenfassung vorab liest.

Filmteam wird mit Spannung erwartet

In Holzminden und im Internat Solling wird schon seit Wochen mit Spannung das Auftauchen des „Tatort“-Filmtrosses erwartet. In den Monaten November und Dezember sollen wesentliche Szenen für den „Tyrannenmord“ gedreht werden. Ulrike Zirzow vom Cinecentrum Berlin ist die Produktionsleiterin und befindet sich schon seit Tagen mit einem kleinen Team in Holzminden, um alles für den bevorstehenden Dreh vorzubereiten und sich diverse interessante Drehorte intensiv anzusehen.

Ebenfalls in Holzminden unterwegs ist Vanessa Köhler, die die Komparsenbetreuung übernommen hat. Die Kleindarsteller müssen sich für einen Drehtag den ganzen Tag freinehmen. Die Komparsen sollen sogar das passende Outfit für den Dreh mitbringen. „Wir sind dem Internat am Solling sehr dankbar, dass es das alles mitmacht“, so Ulrike Zirzow. Ob weitere Orte in Holzminden oder gleich gegenüber auf Stahler und Höxteraner Gebiet benötigt werden, das ist geheim und wird vom Filmteam wohl auch spontan entschieden.

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