Bürgermeister Daniel Hartmann lobt und dankt seinem Vorgänger Alexander Fischer
Ein versöhnlicher Abschied

Höxter  (WB). „Ihre politische Arbeit stand immer im Dienste unserer Stadt.“ Der neue Rathauschef verabschiedete den alten Bürgermeister. Daniel Hartmann ließ in seiner Dankesrede während der konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt Höxter am Donnerstagabend die elfjährige Amtszeit von Alexander Fischer Revue passieren.

Samstag, 07.11.2020, 04:10 Uhr
Drei Menschen gilt der besondere Dank des scheidenden Bürgermeisters Alexander Fischer: Der ehemalige SPD-Fraktionschef Peter Greschner (von links), Bischof Anba Damian und Fischers-Ehefrau Saskia. Foto: Jürgen Drüke

Anerkennende und versöhnliche Worte gab es zum Abschied auch vom neuen CDU-Fraktionschef Günther Ludwig sowie von Hans-Josef Held, der als zweiter stellvertretender Bürgermeister später wiedergewählt werden sollte.

Fischer zeigte sich sichtlich gerührt und sprach von einem „eigenartigen Gefühl“ nach mehr als 16 Jahren Arbeit auf kommunalpolitischer Ebene. Davon war der gebürtige Wuppertaler elf Jahre Bürgermeister der Kreisstadt. „Der Abschied fällt schwer. Es ist meine letzte Rede vor dem Rat.“

Nicht immer leicht gehabt

Der am Donnerstagabend als Bürgermeister vereidigte Daniel Hartmann (wir berichteten in unserer Freitagsausgabe) erinnerte an den Start von Alexander Fischer am 17. September 2009: „Damals sind Sie als erster SPD-Bürgermeister in der Geschichte von Höxter vereidigt worden.“ In elf bewegten Jahren habe Fischer mit dem Rat und der Verwaltung, den Bürgern, den Vereinen und den Institutionen viel für Höxter erreicht. Die Neugestaltung des Marktplatzes, die Familien- und Schulpolitik, der Bäderkompromiss, die Flüchtlingskrise, das Sportstättenkonzept, die Haushaltsfinanzen und die Landesgartenschau bezeichnete der neue Amtsinhaber als herausragende Beispiele. „Sie haben sich für den Erhalt der Bundeswehrkaserne und den Ausbau unserer Hochschule eingesetzt. Die Sekundarschule wurde gegründet und ist heute gemeinsam mit der Realschule, dem König-Wilhelm-Gymnasium und den Grundschulen ein wichtiger Baustein in unserer vielfältigen Bildungslandschaft.“ Fischer habe für „unsere Stadt“ und den ländlichen Raum gekämpft und es nicht immer leicht gehabt. „Aber das Wohl unserer Stadt stand für Sie dabei im Vordergrund.“ Als wichtiges und charakterstarkes Zeichen seines Vorgängers wertete Hartmann, dass es Fischer ihm ermöglicht habe, den LGS-Spaten vor zwei Wochen in Kamp Lintfort zu übernehmen. „Das hat mir sehr viel bedeutet, denn Sie waren noch Bürgermeister.“

Fischer betonte im Anschluss, dass Höxter eine für alle Generationen lebendige Stadt sei. Die Kreisstadt sei ein begehrter Wirtschafts-, Einkaufs-, Erholungs- und Hochschulstandort. „Gemeinsam haben wir viele Projekte umgesetzt. Gleichzeitig sind zukunftsweisende Projekte in Gang gesetzt worden. Wichtig ist, dass die Weichen gestellt sind und mein Nachfolger diese zu einem erfolgreichen Ende bringen wird.“

Drei Menschen besonders gedankt

Fischer bedankte sich bei drei Menschen ganz besonders: An erster Stelle seiner Ehefrau Saskia als einer „guten Zuhörerin“, „Beraterin“ „hervorragenden Wahlkämpferin“ und „der schönsten Begleitung“.

Zudem bei Bischof Damian aus Brenkhausen, bei dem er sich immer aufgehoben und angenommen gefühlt habe.

Großes Lob hatte Fischer für den ehemaligen SPD-Fraktionschef Peter Greschner parat: „Peter war mir ein guter Lehrmeister, Ratgeber und Freund gewesen.“

Alexander Fischer schloss seine Rede mit den Worten: „Ich bin stolz darauf, ihr Bürgermeister gewesen zu sein. Die Projekte sind nun bei Daniel Hartmann in guten Händen.“

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