Zwischen Bödexen und Fürstenau entsteht Naherholungsgebiet
Jetzt sind die Bürger gefragt

Höxter (WB). Die Pionierbrücke zwischen Fürstenau und Bödexen verbindet die beiden Ortschaften unterhalb des Köterbergs. Das Gebiet um die 1971 von Pionieren erbaute Brücke soll wieder ein Anziehungspunkt werden. Das Biotop wird wiederbelebt. Ein einmaliges Naherholungsgebiet ist geplant. Fördermittel werden beantragt.

Freitag, 06.11.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 18:58 Uhr
Ferdinand Welling aus Fürstenau und Edison Buch (hinten) aus Bödexen stehen stellvertretend für die Renaturierung zwischen den beiden Ortschaften. An der alten Pionierbrücke soll ein einzigartiges Naherholungsgebiet für die Region entstehen. Foto: Jürgen Drüke

„Wir haben uns Ende Oktober mit Vertretern der Stadt Höxter, dem Kreis Höxter, der unteren Wasserbehörde sowie dem Naturschutz am Greumesberg getroffen“, berichtet Ferdinand Welling (UWG-Mitglied im Ortsausschuss Fürstenau). „Dabei haben wir eine Bestandsaufnahme durchgeführt und Rahmenbedingungen zur Renaturierung der Saumer definiert“, ergänzt Edison Buch (CDU-Mitglied im Ortsausschuss Bödexen). Welling und Buch stehen als Vertreter ihrer Ortschaft stellvertretend für das Projekt zwischen Bödexen und Fürstenau.

Teich und Brücke

Der Teich unterhalb der Brücke, eine große Trauerweide, die vielfältige Pflanzen- und Fauna-Welt sowie die plätschernde Saumer hätten in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Enten, sondern zahlreiche Spaziergänger, Radfahrer und ganze Familien angezogen. „Das Biotop soll ein besonderes Naherholungsgebiet, ein Anziehungspunkt werden“, hebt Welling hervor. „Es wird ein gemeinschaftliches Projekt zwischen Fürstenau und Bödexen. Wir wollen zeigen und beweisen, dass die Zusammenarbeit der beiden Ortschaften ein sehenswertes Ergebnis liefern wird“, betont Buch.

Neben der Renaturierung des Fließgewässers Saumer nach europäischen Richtlinien, würde es weitere gute Ideen geben. „Wir haben einen Arbeitskreis gegründet“, berichten die beiden Männer. Barbara Draesner und Rita Altmiks gehören diesem neben Ferdinand Welling und Edison Buch an. Das Naherholungsgebiet solle kreisweit Beachtung finden. Geplant ist dabei unter anderem eine Nahrungsstätte für Störche. „Dafür werde der zum Teil verlandete und zugewucherte Teich wiederbelebt, um einen Lebensraum für Amphibien und Insekten zu bieten. Libellen sollen angezogen werden. Verschiedene Vogelarten sollen sich in Gewässernähe heimisch fühlen“, blickt Buch voraus.

Seltene Arten

Auch das Biotop wird wieder hergestellt: „Seltene Arten von Molchen werden angesiedelt, die in diesem Bereich ihren natürlichen Lebensbereich verloren haben“, weiß Rita Altmiks. Die Menschen in der Region sollen zwischen Bödexen und Fürstenau einen Anziehungspunkt in der Natur finden „Es werden Wege entstehen, die durch das Naturschutzgebiet führen. Wichtig ist, dass die Flora und Fauna nicht gestört wird“, sagt Welling. Die Brücke solle saniert oder gegebenenfalls erneuert werden. „Reicht eine Sanierung, würden sich die Kosten zwischen 20.000 und 30.000 Euro belaufen“, schätzt der Fürstenauer. „Bis zum Start der Landesgartenschau soll alles fertig sein“, blicken Buch und Welling nach vorne. „Wir sind auch auf fleißige Helferinnen und Helfer aus der Wirtschaft und den Kommunen angewiesen“, so Welling. „Um die Projektidee weiter voranzutreiben, sucht der Arbeitskreis Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen und die Umsetzung unterstützen. Interessenten können sich bei Rita Altmiks unter rita.altmiks@t-online.de melden.

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