Lockdown 2: Gastronomen reagieren mit Internetseite und Lieferservice – wieder droht Kurzarbeit
Höxters Wirte halten zusammen

Höxter (WB). Höxters Gastronomie will sich ideenreich durch den zweiten „Lockdown“ retten. Eine neue Initiative für alle Gastronomen haben die Wirte gestern vorgestellt. „Weil wir vier Wochen schließen müssen, bieten wir wie im Frühjahr Hol- und Lieferdienste an. Und damit die Gäste alles auf einen Blick finden, gibt es eine neue Internetserviceseite“, berichteten Barbara Potthast-Menne und Andreas Rüther. Unter www.gastrofamilie-hoexter.de bekommt der Kunde ein Paket mit Infos über Höxters Restaurants.

Donnerstag, 05.11.2020, 10:10 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 10:12 Uhr
Wollen gemeinsam die Pandemie meistern: (von links) Andreas Rüther, Wilhelm Driehorst, Giuseppe Vottari, Melanie und Torsten Reitmeier, Barbara Potthast-Menne und Ulrich Menne stellen im „Strullenkrug“ das neue Gastro-Internetportal vor. Foto: Michael Robrecht

17 Betriebe dabei

Corona-Lockdown: Kundenschwund auf Wochenmarkt Höxter

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  • Corona-Lockdown: Kundenschwund auf  Wochenmarkt Höxter
Foto: Michael Robrecht
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17 Betriebe sind bei der Aktion schon dabei: Strullenkrug, Cosmo, Paulaner im Landsknecht, Schmeckwerk, Smiling Buddha, Ritmo, Restaurant Neromilos, Strandgut, Bürgerstuben, Bolzano, Pizzeria La Casa, Schnitzelkönig, Hotel Niedersachsen, Oshi, Lion, Hoa Hong Viet und Gasthaus Driehorst Godelheim. „Glücklicherweise pflegen wir in Höxter einen guten Kontakt. Aus dem Grund haben wir uns überlegt, was wir unternehmen können, um diese schwierige Zeit des Stillstandes zu überbrücken. Deswegen möchten wir Freunden, Gästen und allen Interessierten eine Plattform bieten, auf der wir unser Angebote darstellen, um auch weiterhin, wenn auch nicht vor Ort im Gasthaus, zu speisen“, schreiben die Wirte.

Auf der Website finden sich neben dem Essensangebot und den Kontaktdaten zur Bestellung auch Informationen darüber, welches Lokal einen eigenen Lieferservice anbietet oder ob die Speisen abzuholen sind. Und wichtig: Telefonnummern sind aufgelistet.

Die Initiatoren hoffen, dass sich weitere Betriebe anschließen – auch aus den Ortschaften oder auch den Imbissbetrieben, meint Andi Rüther. Das Angebot sei ein Mehrwert. Die Betriebe dankten Bernd Möhle aus Höxter für die Gestaltung der Homepage.

Mitstreiter gesucht

Barbara Potthast-Menne sagte, dass sie von vielen Kunden angesprochen worden sei, die der Gastronomie Mut machten. „Wir halten durch. Wir machen trotz Corona weiter“, unterstrichen Wilhelm Driehorst und Thorsten Reitmeier. Alle schildern, dass man schon an den Tagen vor dem „Lockdown 2“ viele Gäste nicht mehr gekommen seien. Die bedrückte Stimmung spüre man seit Tagen auch in der Stadt. Sichtbares äußeres Zeichen am Mittwoch: Der Wochenmarkt Höxter war schlecht besucht.

Ulrich Menne erläuterte Pläne, im Advent etwas Weihnachtsstimmung nach Höxter zu zaubern. Vor dem Schmeckwerk sollen auf der Terrasse Tannen, Deko, Musik und Heizpilze die Besucher in Stimmung versetzen – immer unter dem Vorbehalt, dass das nach dem 1. Dezember möglich ist.

Weihnachtsstimmung

Die Gastronomen haben sich schon Gedanken darüber gemacht, was sie anbieten könnten, sollte der „Lockdown light“ bis Ende Dezember verlängert werden und Weihnachten und Silvester Restaurants und Gaststätten geschlossen bleiben. „Gänsebraten to go“ könnte man Plan B dann nennen: Auf der Internetseite werden Weihnachtsmenüs zum Abholen angeboten. Barbara Potthast-Menne hofft, dass das so nicht kommt. Sie berichtete, dass Firmen, Vereine und Familien Feiern im Advent abgesagt hätten.

Positiv seien die Sommermonate in Höxter für die Wirtsleute gewesen. „Ich habe noch nie so viele Besucher in der Stadt und in den Restaurants gesehen“, meinten Andi Rüther und Barbara Potthast. Radfahrer, Campingurlauber und Wohnmobilisten seien gekommen und hätten ihre Wiederkehr angekündigt. Die Betriebe erklärten auch, dass sie Aushilfen, Studierende und Rentner nicht weiter beschäftigen könnten und viele Mitarbeiter in Kürze wieder vor der Kurzarbeit ständen. Personalabbau sei 2020 unvermeidbar.

Gehofft wird noch auf erfolgreiche Klagen des Branchenverbandes Dehoga. Sonst bleibe nur: Trotz allem weiter positiv denken!

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