Höxter im Lichterglanz unter Corona-Bedingungen
Optische Höhepunkte locken

Höxter (WB). Unzählige Kerzen erhellen die Straßen und Schaufenster, bunte Strahler verwandeln altehrwürdiges Fachwerk in Zauberlandhäuser, Menschen bummeln von Geschäft zu Geschäft – und doch ist alles ein bisschen anders als in den vergangenen Jahren, wenn Höxter im Lichterglanz erstrahlte.

Montag, 02.11.2020, 03:18 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 11:28 Uhr
Auch die Nikolai-Kirche in Höxter erstrahlte am Samstag im Lichterglanz. Die gesamte Innenstadt hat sich mit vielen Lichtern – elektrischen aber auch Kerzen – auch in Corona-Zeiten beinahe magisch verwandelt. Foto: Iris Spieker-Siebrecht

Höxter im Lichterglanz

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Foto: Iris-Spieker Siebrecht
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Weder lockt Live-Musik Besucher in die Gaststätten, noch werden alkoholische Getränke an den Ständen ausgeschenkt. Die Gesichter der Besucher sind hinter den Mund-Nasen-Masken fast verborgen, und die Straßen der Innenstadt sind deutlich leerer als gewohnt. Kurz vor dem Beginn der neuen, weitreichenden Verordnungen und Verbote zur Einschränkung der Corona-Infektionen hatten doch wohl Viele Bedenken, Höxters Fußgängerzone zum verkaufsoffenen Abend zu besuchen – zumal nicht nur einige attraktive Programmpunkte fehlten, sondern auch einzelne Geschäfte nicht geöffnet hatten.

Noch einmal Sushi

Optische Höhepunkte waren wie in jedem Jahr die bunt beleuchtete Dechanei und die aufwendig illuminierte Nikolai-Kirche. Auch der Baum am Marktplatz, um dessen Stamm und Äste sich viele Meter Lichterkette wanden, war ein beliebtes Fotomotiv.

Susann Bürger aus Hofgeismar war gemeinsam mit einer Höxteraner Freundin unterwegs, wobei auch sie ein „zwiespältiges Gefühl“ bestätigte. „Wir möchten noch einmal Sushi essen, ein Gericht, das man nicht so einfach selber machen kann, dann sind wir wieder weg“, erzählt sie lächelnd: „Für die Gastronomie tut es mir sehr leid. Alle in den vergangenen Monaten entwickelten Hygienekonzepte werden über den Haufen geworfen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir alle uns einschränken und die AHA-Regeln achten.“

Ganz sorglos ist auch Isabelle-Christin Grimme nicht unterwegs, wenn auch ihre Maske gruselig und „blutverschmiert“ einen Teil ihres Halloween-Kostüms bildet.

Sie und ihr Freund Farzad Sawari begleiten Isabelle-Christins jüngeren Bruder Jeremy-Joel der „Süßes oder Saures“ bei den freundlichen Geschäftsleuten der Innenstadt erbittet. „Mit Maske und wiederholtem Desinfizieren ist das okay“, findet sie. „Die Kinder haben schon so viele Einschränkungen, man kann nicht alles verbieten.“

Rolf Klohs, Inhaber der „Teezeit“ in Höxter, findet es sehr wichtig, dass der Lichterglanz stattfindet. „Drei verkaufsoffene Sonntage sind schon gestrichen, für uns Geschäfte in der Innenstadt sind sie aber notwendig. Es ist schwer verständlich, dass Supermärkte oder Discounter zum Teil jeden Tag bis 22 Uhr öffnen dürfen, Innenstädte aber so begrenzt werden“.

Keine Live-Musik

Birgit Schneider von der Vinothek Schneider bedauert sehr, dass sie den Besuchern in diesem Jahr keinen Ausschank und keine Live-Musik bieten kann, aber sie unterstützt die Reglementierungen, ebenso wie Barbara Potthast-Menne vom „Strullenkrug“. „Wir schützen mit den umfangreichen Maßnahmen ja nicht nur unsere Gäste, sondern auch unsere Gesundheit und die unserer Mitarbeiter“, sagt sie. „Wir hätten gern mit dem in den Sommermonaten bewährten Konzept weitergemacht, wir hoffen, mit einem Lieferservice einiges abfangen zu können“.

Die Ordnungshüter waren an dem Abend in Höxters „guter Stube“ sehr präsent. Erster Polizeihauptkommissar Hubertus Albers sagte: „Einzelne Besucher haben ihren Mund-Nasen-Schutz schon mal ‚vergessen‘, aber ein freundlicher Hinweis reicht, überwiegend sind alle sehr diszipliniert.“

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