Gastronom gesucht – „Cosmo“ soll bleiben – viele neue Ideen für die Landesgartenschau
Event-Experten von FEE neue Stadthallenmanager in Höxter

Höxter (WB). Die Höxteraner Agentur FEE übernimmt am 1. Februar 2021 das Stadthallenmanagement. Baudezernentin Claudia Koch stellte gestern die neuen Hauptverantwortlichen für Höxters Stadthalle vor. Politik und Verwaltung hatten den auslaufenden Pachtvertrag von Kai-Daniel Schmidt nicht verlängert, sondern besonders mit Blick auf die vielen neuen Aufgaben und Anforderungen durch die Landesgartenschau 2023 die Stadthalle neu ausgeschrieben (wir berichteten). FEE Höxter bekam den Zuschlag. Die drei FEE-Chefs Yannick Sielemann, Falk Brenke und Sascha Knipping (FEE – fairs, events, entertainment) sowie der weiter im Unternehmen als Projektleiter tätige FEE-Gründer Holger Sielemann haben bereits damit begonnen, für die Halle ein neues Programm mit Vermarktungsstrategie zu entwerfen.

Freitag, 09.10.2020, 11:29 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 14:32 Uhr
Die neuen Manager der Stadthalle Höxter stellen sich vor: (von links) Sandra Junker (Gebäudemanagement Stadt), Georg Beverungen (Hochbau Stadt) mit Yannick Sielemann, Holger Sielemann, Falk Brenke und Sascha Knipping (alle Pächter FEE – fairs, events, entertainment) sowie Baudezernentin Claudia Koch in der FEE-Zentrale in der Mönchemühle in Höxter. Foto: Michael Robrecht

Gastronom für Stadthallenküche gesucht

Fast schon Nostalgie: Stadthalle Höxter

Fast schon Nostalgie: Stadthalle Höxter Foto: M. Robrecht

Gesucht wird jetzt noch ein Gastronom, der ab 2021 die Stadthallenküche übernimmt. Abgekoppelt von der Hallengastronomie soll das Bar-Restaurant „Cosmo“ von Isabel Heym als „Untermieter“ einen Verlängerungsvertrag bekommen, weil das Angebot, so die Stadtvertreter, gut in Höxter angenommen werde.

„FEE und LGS 2023 sollen sich gegenseitig befruchten“, drückten Baudezernentin Claudia Koch und Sandra Junker (Gebäudemanagement Stadt Höxter) ihre Hoffnung aus. Man setze auf das mit Hallenmanagement und Events erfahrene Unternehmen FEE, um die Halle und ihr Programm neu und mit Blick auf 2023 gut aufzustellen. Schön sei, so Koch, dass ein örtlicher Akteur bereit stehe.

 

Synergien mit Holzminden

Holger Sielemann erinnerte daran, dass die Agentur FEE bereits in den ersten Jahren der Stadthalle das Management in Höxter geführt habe. Man habe gute geschäftliche Kontakte zu internationalen Firmen und zu heimischen Großunternehmen, für die Veranstaltungen oder Messestände betreut würden. Da FEE auch das Management der Stadthalle Holzminden führe, könne man nun die Hallen Höxter mit 600 Plätzen und Holzminden mit 1000 Plätzen – zu normalen Zeiten – gemeinsam vermarkten. Derzeit, so Geschäftsführer Falk Brenke, dürfen in Höxters Halle gut 240 Personen mit Hygieneabstand platziert werden. FEE will versuchen, durch gute Angebote Höxters Schulen für die Abschlussfeiern in die Halle zurückzuholen. Auch sollen regelmäßig Disco-Veranstaltungen und mehr Bälle angeboten werden. Wenn Corona es zulasse, freue man sich über den Handwerkerball und wolle auch die Initiative ergreifen, um den besonders bei jungen Leuten beliebten „Ball des Sports“ mit Sportlerwahl wieder zu beleben. Dazu werde es Gespräche geben, kündigte Holger Sielemann an.

Halle für Höxters Bürger

Claudia Koch sieht bereits Tagungen und andere Veranstaltungen im Zusammenhang mit der LGS in der Halle. Über eine neue Entgelteordnung müsse gesprochen werden. „Wichtig ist uns, dass das wieder eine Halle für Höxters Bürger wird, so wie das mal geplant worden ist“, hofft Holger Sielemann, dass die Menschen ihre Halle stärker annehmen. Mit der Stadtverwaltung will FEE regelmäßig Abstimmungsrunden vornehmen, so dass mehr Transparenz herrsche. Die Agentur FEE will zudem auch selbst als Veranstalter auftreten und Comedy, Theater und Konzertereignisse anbieten. Man wolle sich auch mit anderen Anbietern wie der Stadthalle Beverungen absprechen, um sich nicht Konkurrenz zu machen. Sponsoring mit heimischen Firmen werde ein Thema. Mit Corona werde man noch länger leben müssen, sind sich Stadt und FEE einig. Auch überregional soll Höxter noch bekannter werden. Ein guter Mix an Programmen könne Höxters Stadthalle erfolgreich und überregional bekannter machen. Die Stadt will sehen, wie sie wegen der Corona-Einschränkungen den Firmen in der Halle Dinge erleichtern und deren Durchhaltefähigkeit in schwerer Zeit sichern kann.

Kommentar

Die „gute FEE“ soll es richten. Mit dem Zuschlag für die Höxteraner Eventexperten verbindet die Stadt die Hoffnung, dass trotz Corona-Einschränkungen wieder sichtbar mehr Schwung in den Stadthallenbetrieb kommt. Das FEE-Team hat bereits einige neue umsetzbare Ideen und freut sich auch auf die vielen Veranstaltungen rund um die Landesgartenschau 2023. Gerade für die LGS wurde ein kreativer und etablierter Partner gesucht – und wohl auch gefunden. Es sollte auch darüber nachgedacht werden, ob man nicht wieder einen Stadthallenförderverein gründet, der sich, wie früher, inhaltlich mit um ein attraktives Programm kümmert. Das könnte auch ein Arbeitskreis des LGS-Fördervereins sein. Weiter ist wichtig, dass Höxters Schulen bezahlbare Angebote für ihre Abschlussfeiern bekommen. Bei Bällen, Feiern wie an Silvester und Abendangeboten für junge Leute ist Luft nach oben. Klar ist aber auch, Corona und die Finanzen entscheiden, was läuft und was nicht. Deshalb hängen alle in der Luft. Nun gibt es einen Neustart in der Stadthalle. Die Erwartungen an FEE sind sehr hoch. Michael Robrecht

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7623104?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516020%2F
1000 neue Stellen für Corona-Nachverfolgung in NRW
Armin Laschet (CDU, links) nordrhein-westfälischer Ministerpräsident, und Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, beantworten die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini/dpa
Nachrichten-Ticker