Nach Insolvenzantrag: Kreisverwaltung schlägt Unterstützung mit 952.000 Euro vor – „Airport wichtig für Region“
Finanzspritze aus Höxter für Flughafen Paderborn

Höxter/Paderborn (WB/rob). Die Corona-Krise hat am Flughafen Paderborn-Lippstadt zu massiven Einnahmeausfällen von 5,6 Millionen Euro geführt. Mit dem Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung will das Unternehmen jetzt die Weichen für eine Sanierung und Re-Dimensionierung stellen.

Mittwoch, 30.09.2020, 18:29 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 18:50 Uhr
In finanziellen Turbulenzen: Der Flughafen Paderborn soll auch Geld aus dem Kreis Höxter bekommen.

Die Kreisverwaltung Höxter schlägt dem Kreistag (noch in alter Besetzung) vor, in der Sitzung am Donnerstag, 8. Oktober, um 17.30 Uhr in Höxter das Sanierungskonzept des Airports zu unterstützen und sich mit 952.000 Euro am Rettungskonzept zu beteiligen. Für Landrat Friedhelm Spieker und die Verwaltung ist die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Hochstift-Region immens; sie erfahre einen hohen Zuspruch aus der Wirtschaft. Als Standortfaktor löse er erhebliche regionalökonomische Effekte aus und sei unverzichtbarer Bestandteil der Mobilitätsinfrastruktur. Diese elementare Funktion für eine prosperierende Wirtschaft und die Verbindung von Menschen könne der Flughafen wegen der Corona-Pandemie aber aktuell nicht im vollen Umfang erfüllen.

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage: „Der Kreistag geht davon aus, dass nach der Re-Dimensionierung des Flughafens die Defizite des Flughafens bei maximal 2,5 Millionen Euro liegen. Der Kreis Höxter wird sich aus dem Vertrag über die finanzielle Beteiligung der Gesellschafter an den hoheitlichen Tätigkeiten der Flughafen Paderborn GmbH mit maximal 100.000 Euro pro Jahr an dem Finanzbedarf für die hoheitlichen Tätigkeiten beteiligen.“ Der Kreis Höxter übernimmt keine neuen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Flughafen GmbH. Sollte das geplante Defizit des Flughafens 2,5 Millionen Euro überschreiten und die Verlustabdeckung für den Kreis Höxter erhöht werden, behält sich der Kreistag einen Ausstieg aus der Gesellschaft vor. Die Beteiligungsquote des Kreises Höxter von 3,92 Prozent soll nicht erhöht werden!

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