Verdienter Diakon und mehr als 20 Jahre Vorsitzender des „Höxter-Tisches“
Roland Ogorzelski ist gestorben: Jeden Tag im Einsatz für Bedürftige

Höxter (WB). Roland Ogorzelski ist tot. Der katholische Diakon und Leiter des „Höxter Tisches“ ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Viele Menschen in der Kreisstadt und Umgebung kennen den Höxteraner als Motor der Tafeleinrichtung für Bedürftige in der Nikolaistraße und als Seelsorger.

Mittwoch, 30.09.2020, 19:10 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 19:12 Uhr
Das Höxter-Tisch-Team: (von links) Birgit Anke, Nicole Horling, Leiter Roland Ogorzelski und Lucie Zimmermann im Haus Nicolaistraße. Foto: Michael Robrecht
Diakon Roland Ogorzelski (links) mit dem damaligen Pfarrdechanten Ludger Eilebrecht in Corvey.

Diakon Roland Ogorzelski (links) mit dem damaligen Pfarrdechanten Ludger Eilebrecht in Corvey. Foto: M. Robrecht

Bis zuletzt wirkte er im Pastoralverbund Corvey aktiv als Diakon. Roland Ogorzelski wurde 1991 in Paderborn zum Ständigen Diakon geweiht und war neben seinem Beruf als langjähriger Pflegedienstleiter im St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter seit diesem Zeitpunkt in den Pfarreien des Pastoralverbundes Corvey, besonders im Krankenhaus und im St. Nikolai-Seniorenhaus, für die Gläubigen tätig. Beerdigungen, Andachten und Seelsorge gehörten in der Kirche zu seinen Aufgaben. „Wir danken ihm für seinen langjährigen Dienst und werden ihn in guter Erinnerung behalten“, erklärte Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek zum Tode von Ogorzelski.

Seelsorger im Pastoralverbund

Für den „Höxter-Tisch“ war Roland Ogorzelski mehr als 20 Jahre der zentrale Ansprechpartner. Viele fragen sich: Wie wird es weitergehen in der für Höxter wichtigen Einrichtung? Zuletzt war es immer schwieriger, genügend Spenden zu bekommen. Vorsitzender Ogorzelski sorgte sich vor Monaten stärker als sonst um die Zukunft der wohltätigen Einrichtung in der Nikolaistraße 14. »Wir fahren finanziell jeden Tag auf Sicht«, schilderte der unermüdlich sieben Tage die Woche für Bedürftige arbeitende Diakon. Ohne Spenden seien die mehr als 1000 Menschen (zeitweise waren es durch die Flüchtlinge 2000) auf seiner Liste nicht zu versorgen.

Stolz auf sein Team

Stolz war der 78-jährige Cheforganisator auf sein zehnköpfiges Helfer-Team, das immer zur Stelle gewesen sei, besonders als er vor zwei Jahren sehr krank war. Trotz seiner schweren Erkrankung machte Ogorzelski bis zuletzt im Spätsommer ohne Pause mit seinen stillen Helfern weiter. Ohne die Hilfe der Supermärkte und Bäckereien, die Frischwaren, Gemüse oder Backwaren spendeten, sei es nicht möglich, so viele Bedürftige jeden Tag zu unterstützen, sagte er immer. Wer holt jetzt die Spenden für den „Höxter-Tisch“ ab? Zurzeit ist das Ladenlokal geschlossen. Die Tische gelten als der größten bürgerschaftlichen Bewegungen für ehrenamtliches Engagement. Bedeutung gewonnen hat die Integration von Flüchtlingen. Die „Tische“ sind ein Segen und helfen allen, die der Hilfe bedürfen. Ogorzelsi hat sich besonders mit seinem sozialen Engagement um Höxter verdient gemacht. Seine Familie hat seinen Einsatz immer mitgetragen.

Das Seelenamt ist Mittwoch, 14. Oktober, um 9 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche in Höxter; anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof Höxter „Am Wall“ statt.

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