1,5-Millionen-Euro-Projekt: sanierte Anlage in Würgassen – mehr Versorgungssicherheit für Haushalte im Kreis Höxter
Umspannwerk: Neue Technik für mehr Ökostrom

Würgassen (WB). Der Ex-Kernkraftwerksstandort Würgassen besteht nicht nur aus der Atommeiler-Ruine, dem Atomabfall-Zwischenlager und dem geplanten BGZ-Logistikzentrum Konrad für Atommüll – neben dem früheren Kernkraftwerk steht auch ein riesiges Umspannwerk mit vielen Masten und Trafos für das Verteilnetz. Die Anlage und besonders die Schaltzentrale sind jetzt für mehr als 1,5 Millionen Euro technisch aufgerüstet worden.

Montag, 21.09.2020, 17:50 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 17:54 Uhr
Das Umspannwerk ist saniert worden, um die zunehmende Stromeinspeisung aus regenerativen Anlagen aufzunehmen. Parallel zum Wachstum der Windradzahlen ist ein Ausbau der Netzinfrastruktur nötig. Nach einem technischen Neubau haben Landrat Friedhelm Spieker (rechts) und EAM-Netz-Geschäftsführer Jörg Hartmann die neue Schaltanlage in Würgassen am Montag eröffnet. Mit dabei war auch Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm (links).

Umspannwerk Würgassen technisch massiv aufgerüstet

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Foto: Michael Robrecht
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Das Umspannwerk ist Teil des wichtigen elektrischen Versorgungsnetzes des Energieversorgungsunternehmens EAM und dient der Verbindung unterschiedlicher Stromspannungsebenen. Umspannwerke bestehen aus Leistungstransformatoren und aus Schaltanlagen, aufgebaut als Freiluftschaltanlage oder in gekapselter Form als gasisolierte Schaltanlage und Einrichtungen zur Mess- und Regeltechnik.

Ziel der Sanierung in Würgassen ist noch mehr Versorgungssicherheit für die Region Dreiländereck Hessen/NRW/Niedersachsen und besonders für die Großstadt Kassel. Nach einem technischen Neubau haben Landrat Friedhelm Spieker und EAM-Netz-Geschäftsführer Jörg Hartmann die neue Schaltanlage in Würgassen am Montag eröffnet. Mit dabei waren auch MdB Christian Haase, MdL Matthias Goeken, Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm und EAM-Fachleute.

Jörg Hartmann berichtete, dass die Anforderungen bei der Stromversorgung ständig steigen würden. Der regionale Energieversorger EAM unterstütze die Energiewende durch moderne Leitungsnetze für die Versorgung der Kunden und für die Aufnahme regional erzeugter Energien durch Windkraft oder Sonne. Wichtig sei laut Hartmann, dass für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zukünftig genug Reserven im Leitungsnetz zur Verfügung stehen würden. Dezentral erzeugter Strom müsse von den Netzen aufgenommen werden können, betonte er.

Die Arbeiten am Umspannwerk Würgassen haben sich in mehreren Bauabschnitten über 18 Monate im laufenden Betrieb erstreckt. Zuerst wurde das Gebäude aus den 1970er Jahren saniert. Danach installierte Energieversorger EAM darin eine 750.000 Euro teure neue Mittelspannungs-Schaltanlage. „Das bedeutet, wenn ein Bereich der Schaltanlage durch eine Störung ausfällt, kann die Versorgung durch einen zweiten, gleichwertigen Bereich gewährleistet werden“, so Ulrich Maaß (EAM). Auch ein leistungsstarkes Trafokabel ist getauscht worden.

Landrat Friedhelm Spieker lobte die Investition: „Für die Menschen im Dreiländereck ist die Versorgungssicherheit beim Strom ein Stück Zukunftssicherung.“ Spieker wies auf den wichtigen Umspannwerk-Standort Würgassen hin. 80 Prozent des im Kreis Höxter erzeugten Stroms stamme aus erneuerbaren Energien. Da hätten viele andere Kreise noch einen Nachholbedarf. Und wenn weiterer Strom erzeugt werde, dann müsse dieser Überschuss an Strom auch aus dem Kreis Höxter hinaus transportiert werden.

Die EAM hat bereits in andere Umspannwerke im Kreis und darüber hinaus viele Millionen Euro investiert. Neue Transformatoren sind beispielsweise in vielen Ortschaften angeschafft worden.

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