Wahlbüros der Städte im Nordkreis vermelden hohe Zahlen
Rekordbeteiligung bei Briefwahl

Kreis Höxter (WB/sos). Die Briefwahlbeteiligung bricht auch im Norden des Kreises kurz vor Toresschluss Rekorde. Aus den Wahlämtern der Stadtverwaltungen sind bei einer Umfrage des WESTFALEN-BLATTES am Mittwoch Superlative zu hören gewesen.

Mittwoch, 09.09.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 18:50 Uhr
Charlotte-Sophie Möhring (Höxter) mit Wahlzetteln.

Einen Höchststand in Sachen Briefwahlanträge vermeldet die Kreisstadt Höxter. Von 23.914 Wahlberechtigten hatten am Mittwoch 5512 Briefwahl beantragt. Das ist ungefähr ein Viertel. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es etwa 15 Prozent. Bei der Landtags-, Bundestags- und Europawahl zeichnete sich ein genereller Anstieg der Briefwähler ab.

Mehr als 2000 in Steinheim

So sieht es auch in Beverungen aus. Bei 11.255 Wahlberechtigten lagen am Mittwoch 2092 Briefwahlanträge vor. Das Team des Wahlbüros geht davon aus, dass es bis Freitag etwa 2300 sein werden. 1426 Bürgerinnen und Bürger haben bei der Kommunalwahl 2014 Briefwahl beantragt. Bei der Bundestagswahl waren es etwa 2100. Diese Zahl bestätigt den generellen Trend.

„Über 2000 Briefwahlanträge hatten wir noch nie“, heißt es aus dem Wahlamt der Stadt Steinheim. Diese Marke ist jetzt übertroffen worden. 2052 Briefwahlanträge lagen am Mittwoch vor. Knapp die Hälfte (1081) waren es bei der Kommunalwahl 2014. Die Emmerstadt hat 10.287 Wahlberechtigte.

In Brakel (13.011 Wahlberechtigte) ging die Briefwahl-Tendenz ebenfalls generell nach oben – von etwa 1500 bei der Kommunalwahl 2014 auf 2150 bei der Bundestagswahl 2017. Für die bevorstehende Wahl sind bis Mittwoch 2223 Anträge eingegangen.

20 Prozent haben in Nieheim schon gewählt

Einen absoluten Rekord vermeldet die Stadt Nieheim. Von 5035 Wahlberechtigten haben sich – Stand Mittwoch – 1041 für die Briefwahl entschieden. Das sind etwa 20 Prozent. Auch in der Weberstadt war der Briefwahl-Anteil bei der Bundestagswahl bereits deutlich angestiegen. Die bevorstehende Kommunalwahl toppt aber alles. „So viel wie jetzt hatten wir aber noch nie“, hieß es aus dem Wahlbüro.

Absoluter Rekord

In der kleinsten Stadt des Kreises, Marienmünster, hatten 18,9 Prozent der Wahlberechtigten bis Mittwoch Briefwahl beantragt. 4163 Einwohner sind wahlberechtigt. 787 von ihnen – also 18,9 Prozent – haben Briefwahl beantragt. Bei vorherigen Wahlen sind es, so das Wahlbüro-Team, immer nicht mehr als 450 bis maximal 500 Briefwähler gewesen. Gut möglich, dass bis Freitag noch die 800er-Marke geknackt wird.

Die Kurstadt Bad Driburg hat dem zu erwartenden Trend entsprechend vier statt drei Briefwahlbezirke eingerichtet. Von 15.719 Wahlberechtigten hatten bis Mittwoch 3480 Bürgerinnen und Bürger Briefwahl beantragt. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es insgesamt 2400 gewesen. Und auch die generelle Zunahme der Briefwähler etwa bei der Bundestagswahl 2017 hat sich in der Kurstadt bestätigt.

Auch im Südkreis gibt es einen ähnlich staken Trend zur Briefwahl.

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