Fünf Anfragen liegen vor – Ortsausschuss gibt einstimmige Empfehlungen ab
Bauland in und für Bosseborn

Höxter-Bosseborn  (WB/üke). „Endlich kann in Bosseborn wieder gebaut werden.“ Ortsausschuss-Mitglied Engelbert Bömelburg (CDU) bringt während der Sitzung in der Alten Schule die Freude im Höhendorf zum Ausdruck.

Dienstag, 08.09.2020, 06:10 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 10:24 Uhr
Ein Blick auf die Skyline von Bosseborn: Flächen im und am Rand des Ortes sollen nun erschlossen werden. Es gibt aktuell fünf Interessenten, die im Höhendorf bauen wollen.

Bereits vor 20 Jahren

Eine rechtsverbindliche Änderung des Bebauungsplans im Bereich Saatweg sowie eine Ergänzungssatzung im Flächennutzungsplan sollen es möglich machen. Entsprechende Empfehlungen haben die Mitglieder des Ortsausschusses Bosseborn ausgesprochen. Thomas Strathmann, Sachbearbeiter der Abteilung Bauen und Umwelt, hatten zuvor eine Lagebeschreibung vorgenommen. „In Bosseborn ist Interesse an Bauland vorhanden. Aktuell liegen fünf Anfragen vor“, erklärte der Mann von der Verwaltung. Entscheidend sei, dass sich die Besitzer der Flächen und Grundstücke einverstanden erklären und diese zur Verfügung stellen würden. Dabei geht es um vier Grundstücke, die im Bereich Saatweg bebaut werden können. Bereits vor 20 Jahren sind in der kleinsten Ortschaft der Stadt Höxter (510 Einwohner) Vorstöße unternommen worden, entsprechendes Bauland zu erschließen. „Jetzt wollen wir es endlich vollenden“, betonte Ortsausschussvorsitzender Bruno Kieneke während der Sitzung und fügte an: „Schön, dass es Interessenten gibt.“ Der Ortsausschuss hat einer entsprechende Änderung des Bebauungsplans „Vitskamp“ zugestimmt.

Verdichtung

Zudem soll weiteres Bauland geschaffen werden. Dabei geht es um sieben Teilflächen innerhalb und am Rand der Ortschaft. „Wir würden damit eine Verdichtung der Bebauung erreichen. Bei den Teilflächen handelt es sich um kleinere Bereiche, die größtenteils verkehrstechnisch bereits erschlossen worden sind“, berichtete Strathmann. Für zwei Flächen müssten noch entsprechende Änderungen im Flächennutzungsplan vorgenommen werden. Diese Flächen würden aktuell landwirtschaftlich genutzt. Die Erschließung dürfte keine Probleme bereiten“, so Strathmann weiter.

25 Bauplätze in Ovenhausen

In den Ortschaften der Stadt Höxter gibt es für Ovenhausen das größte Baugebiet. „Hier sind 25 Bauplätze am Ortsausgang Richtung Vörden erschlossen worden. Einige Baumaßnahmen haben hier bereits begonnen“, berichtet Thomas Strathmann.

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

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Die Enge der Stadt, hohe Mieten und das größere Corona-Risiko sorgen für ein Umdenken. Bosseborn ist die kleinste der zwölf Ortschaften der Stadt Höxter. Im Höhendorf freuen sie sich über jeden jungen Menschen, der bleibt. Familiengründer erkennen die Chance des Landlebens. Im Home Office für ein Berliner Unternehmen arbeiten und in Bosseborn leben. Das kann ein Zukunftsmodell werden.

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