Gebrüder Becker richten Ausbildungswerkstatt ein – Bürgermeisterkandidat Razat zu Besuch
Bei Heinrich fliegen die Funken

Höxter(WB). Drei Wochen verbringen die Auzubildenden der Firma Gebrüder Becker zu Beginn ihrer Lehre in „Heinrichs Werkstatt“. Hier lernen sie grundlegende Fertigkeiten für ihre Tätigkeiten. Bürgermeisterkandidat Daniel Razat hat die Werkstatt jetzt besucht.

Montag, 07.09.2020, 00:58 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 09:02 Uhr
ie Schutzbrille darf beim Löten nicht fehlen. Anlagenmechanikermeister Julian Wiemann steht Dimitri Benke (rechts) zur Seite Foto: WB

Voraussetzungen

„Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass die jungen Menschen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit in die Lehre bringen und wollen aufgrund der steigenden Anforderungen an das herausfordernde Berufsbild unseren Mitarbeitern mit „Heinrichs Werkstatt“ bestmögliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten,“ hat Geschäftsführer Mark Becker Razat erläutert. Der unterstützt Konzepte wie die Ausbildungswerkstatt: „Gerade auch den jungen Menschen hier vor Ort aussichtsreiche Perspektiven in den zahlreichen attraktiven Unternehmen aufzuzeigen, halte ich für wichtig für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, weiß Daniel Razat um die Bedeutung der Nachwuchsgewinnung von Fachkräften.

Daniel Razat (Mitte) mit Nils Becker und Mark Becker.

Daniel Razat (Mitte) mit Nils Becker und Mark Becker. Foto: WB

13 Auszubildende haben im Sommer 2020 bei Gebrüder Becker einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Während die einzige junge Frau der Runde am Standort Höxter gleich ihren Arbeitsplatz im Büro bezog, war für die Männer zunächst „Heinrichs Werkstatt“ die erste Station.

700.000 Euro investiert

An den verschiedenen Arbeitsplätzen der nach dem Firmengründer Heinrich Becker benannten Werkstatt laufen sich die neuen Azubis der Handwerksberufe in ihren ersten Tagen immer warm, um dann mit den Grundkenntnissen aus diesen drei Einführungswochen auf die Baustellen auszuschwärmen. Sie werden also nicht ins kalte Wasser geworfen. Und sie werden auch später noch das eine oder andere Mal in der Werkstatt zum Gasbrenner und anderem Handwerkszeug greifen. Denn auch zur betriebsinternen Weiterbildung oder zur Vorbereitung auf Prüfungen wird der erst vor zwei Jahren eingeweihte Anbau zwischen Verwaltungsgebäude und Lager genutzt. Etwa 700.000 Euro hat das Unternehmen in die Ausstattung investiert.

Die angehenden Anlagenmechaniker sammelten unter Anleitung des jungen Meisters und Ausbilders Julian Wiemann (27) erste praktische Erfahrungen. Er schaut Dimitri Benke (24) beim Löten über die Schulter. Der Auszubildende aus Blomberg hat sich für den Handwerksberuf des Anlagenmechanikers entschieden, weil er ihn zukünftig jeden Tag an andere Orte führt. „Man ist nicht nur an einem Arbeitsplatz.“ Agostino Di Sapia (16) aus Boffzen sieht dieser Abwechslung ebenfalls mit Freude entgegen. Und auch die ersten Tage in „Heinrichs Werkstatt“ hat er als guten Start empfunden. „Man lernt viel“, sagt der angehende Anlagenmechaniker. Johannes Goerge (19) aus Detmold hat sich den gleichen Ausbildungsberuf ausgesucht und begründet seine Wahl mit einem weiteren Argument: „Man sieht am Ende des Tages direkt, was man geschafft hat. Das ist bei einem jahrelangen Studium nicht so.“ Dominik Kemsies (18), ebenfalls angehender Anlagenmechaniker, sieht die Teamarbeit als wichtigen Faktor. „Man ist nicht allein.“

Lehrreiche Wochen

Tatendrang vereint die Azubis in diesen lehrreichen Einführungswochen in Heinrichs Werkstatt. Und auch die junge Berufsstarterin im Verwaltungsgebäude, Sindi Leise (20), ist in spannender Erwartung dabei, sich in das Unternehmen einzuleben. Die Höxteranerin erlernt bei Gebrüder Becker den Beruf der Industriekauffrau. Sie möchte planen, organisieren und im Büro arbeiten. Dass sie in Höxter, ihrer Heimatstadt, einen interessanten Ausbildungsplatz gefunden hat, freut sie. Denn die 20-Jährige möchte aus familiären Gründen gerne in der Heimat bleiben. Außerdem, sagt sie, ist die Region sehr schön zum Leben.

Das kann Bürgermeisterkandidat Daniel Razat nur unterstreichen: „Gerade die duale Berufsausbildung bildet mit der ausgewogenen Kombination aus Theorie und Praxis ein ideales Fundament für den Berufseinstieg in ein erfolgreiches Arbeitsleben mit vielen Entwicklungschancen in unserer schönen Heimatregion.“

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