Abgeordnete besuchen Hochschul-Campus Höxter – Zeichen stehen auf Zukunft
Nachhaltigkeit als Markenzeichen

Höxter (WB). Der Hochschulstandort Höxter trägt die Nachhaltigkeit im Namen – und will sie als strahlkräftiges Markenzeichen auch für die Region etablieren: Auf dem „Sustainable Campus“ oberhalb der Kreisstadt an der Weser stehen die Zeichen auf Zukunft. Davon haben sich die Bundestagsabgeordneten Christian Haase und Kerstin Vieregge (beide CDU) gestern vor Ort im Austausch mit den Lehrenden ein umfassendes Bild machen können.

Dienstag, 07.07.2020, 06:00 Uhr
Sind mit den Bundestagsabgeordneten ins Gespräch gekommen: Professorin Dr. Yvonne-Christin Bartel (Vizepräsidentin für Bildung und Internationalisierung), Professor Dr. Felix Möhring (Leiter und Initiator des Studiengangs Freiraummanagement), Professor Dr. Hans-Peter Rohler (Dekan des Fachbereichs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung), Professor Dr. Burkhard Wrenger (Leiter des Studiengangs Precision Farming), Professor Dr. Ralf Hesse (Dekan des Fachbereichs Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik) und Professor Dr. Klaus Maas (wissenschaftlicher Leiter des Graduiertenzentrums der TH OWL). Foto: Sabine Robrecht

Die neuen Studiengänge „Precision Farming“ und Freiraummanagement haben bei dem Besuch ebenso im Mittelpunkt gestanden wie der ambitionierte Masterplan, die Nachhaltigkeit als gemeinsames Merkmal und Marke für die Region zu entwickeln. „Wer an Nachhaltigkeit denkt, denkt an Höxter“: Diese Vision steht über der konzertierten Profilbildungsoffensive, die von Professor Dr. Klaus Maas, wissenschaftlicher Leiter des Graduiertenzentrums der Technischen Hochschule OWL und Direktor des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter, federführend betreut wird und für die der Wissenschaftler und seine Mitstreiter Stadt, Kreis, Unternehmen und nicht zuletzt auch die Zivilgesellschaft gewinnen wollen. Denn: „Wir verstehen den Campus Höxter nicht allein Hochschulstandort. Stadt und Region sollen sich darin ebenfalls wiederfinden.“ Projekte, gemeinsames Marketing, wissenschaftliche Begleitforschung und nicht zuletzt eine Vernetzung sind im Masterplan vorgesehen.

Christian Haase (von links), Kerstin Vieregge und Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl auf dem Campus in Höxter.

Christian Haase (von links), Kerstin Vieregge und Hochschulpräsident Professor Jürgen Krahl auf dem Campus in Höxter. Foto: Sabine Robrecht

Protagonisten und Entscheidungsträger aus der Region begrüßen die Idee, auf dem großen Campus des Kulturlandes die Nachhaltigkeit als Marke zu positionieren. Das Projekt lasse sich wunderbar mit der Landesgartenschau verflechten, betont Professor Maas. Und auch die beiden Forschungseinrichtungen des renommierten Braunschweiger Thünen-Instituts, die demnächst in Höxter entstehen sollen, „passen wunderbar dazu“.

Entscheidung pro Höxter

Dass die Einrichtungen des Bundesforschungsinstituts nach Höxter kommen, dafür hatte sich MdB Christian Haase im Bundesagrarministerium nachdrücklich eingesetzt. Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule OWL, dankte ihm ausdrücklich. Die Entscheidung pro Höxter spreche auch für die Qualität der Arbeit der Kollegen, würdigte Krahl. Diese Feststellung bekräftigte Christian Haase: „Dass die Region so schön ist, reichte für die Standortwahl natürlich nicht. Wir haben mit Ihnen – mit der Qualität von Wissenschaft und Lehre am Standort Höxter – geworben“, signalisierte der Abgeordnete.

„Grüne“ Ausbildungsgänge

Mit seiner Fraktionskollegin Kerstin Vieregge informierte sich Haase über die „grünen“ Ausbildungsgänge am Standort Höxter – vor allem die neuen Studiengänge Precision Farming und Freiraummanagement. Hochschulpräsident Professor Krahl betonte, dass Technologie und Ökologie immer auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit miteinander verbunden werden. „Wir setzen auf Digitalisierung und führen wirtschaftliche und ökologische Interessen zusammen. Das zeichnet uns aus“, sprach der Präsident für die drei Standorte Höxter, Detmold und Lemgo mit ihren insgesamt etwa 6000 Studierenden.

1000 von ihnen gehen am Sustainable (nachhaltigen) Campus Höxter ein und aus. 26 Studierende haben sich für den neuen Studiengang Precision Farming eingeschrieben. Auch vor dem Hintergrund der trockenen Sommer der vergangenen Jahre lernen sie in dem bundesweit einzigartigen Studiengang den effektiven Einsatz digitaler Daten mit dem Ziel, den Ertrag von Agrarflächen umweltschonend zu optimieren. „Die Landwirtschaft wird sich in den kommenden Jahren wandeln wie kaum eine andere Branche“, prognostizierte Professor Dr. Burkhard Wrenger, der den Studiengang leitet. Das Know How der Absolventen sei notwendig, damit Agrarwirte wettbewerbsfähig bleiben. Ausgebildet werden die Studierenden seit dem Wintersemester 2018/19 in den Themenfeldern Agrarwissenschaft, Informatik und Maschinentechnik.

Freiraummanagement

Beim zweiten neuen Studiengang, dem Freiraummanagement, geht es um das digitale Vernetzen und nachhaltige Entwickeln von Flächen im öffentlichen Raum. „Wir alle wünschen uns öffentliche Räume, die auch die Bedürfnisse der Anwohner im Blick haben und Raum für Erholung und Austausch bieten. Das erfordert gute Planung und Pflege“, betonte Professor. Dr. Felix Möhring, Leiter und Initiator des Studiengangs.

Am Arbeitsmarkt gefragt

„Die Hochschule in Höxter ist in Richtung Zukunft ausgelegt“, bilanzierte Christian Haase nach seinem Besuch. Kerstin Vieregge teilte diese Einschätzung: „Ich bin beeindruckt, wie zukunftsträchtig der heute vorgestellte ‚grüne Bereich‘ angelegt ist.“

Auf dem Arbeitsmarkt wird das Know How aus dem „grünen Bereich“ nachgefragt, brachte Professorin Dr. Yvonne-Christin Bartel, Vizepräsidentin für Bildung und Internationalisierung der Technischen Hochschule OWL, einen weiteren Aspekt in die Betrachtung ein. „Alle Absolventen finden einen Job.“

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