Junge Offiziere aus Bückeburg erkunden Gelände des Flugplatzes in Höxter – Hubschrauber „NH 90“ landet
„Dicker Brummer“ im Anflug

Höxter (WB). Als der „dicke Brummer“ am Montagmorgen über dem Räuschenberg um die Ecke „biegt“, werden die Augen und die Begeisterung der Zuschauer auf der Café-Terrasse des Flugplatzes Höxter-Holzminden immer größer. Die Premiere wollten sich die 20 kleinen und großen Fans nicht entgehen lassen.

Dienstag, 07.07.2020, 10:01 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 10:04 Uhr
Der Mehrzweckhubschrauber „NH 90“ ist am Montagmorgen im Anflug auf Höxter. Im „Gepäck“ hat er junge Offiziere vom Ausbildungszentrum Bückeburg (Niedersachsen). Foto: Harald Iding

Denn der Mehrzweckhubschrauber NH 90 (Nato-Helicopter) des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums Bückeburg (Entfernung zu Höxter beträgt etwa 15 Minuten Flugzeit) hat gestern gleich zwei Mal junge Offiziere transportiert, die dort unter der Leitung von Oberstleutnant Dirk Brandt eine taktische Schulung erhalten.

Taktisches Wissen vermitteln

Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT betonte Brandt: „Es handelt sich hier um den Offizierlehrgang 3 der Heeresfliegertruppe. Es sind junge Offiziere unserer Truppengattung, die 2019 ihr Studium absolviert und ihren Master erhalten haben. Ende des vergangenen Jahres waren sie noch an der Offizierschule des Heeres zum Lehrgang. Sie bekommen jetzt quasi den letzten militärischen Schliff, bevor es in die Fachausbildung geht. Hier bei mir lernen sie taktisches Verhalten.“ Es gehe darum, den Flugplatz Höxter-Holzminden in einer taktischen Lage zu nutzen, um ihn als Einrichtung zur Versorgung von Hubschraubern zu planen und aufzubauen – natürlich nur als Simulation, aber praxisnah. Höxters Verkehrslandeplatz dient damit als ideales Anschauungsobjekt für die Offiziere, die später in Bückeburg ihre Erkenntnisse bei der Ausarbeitung einfließen lassen.

Bis zu elf Tonnen Abfluggewicht

Brandt: „Der NH 90 ist ein LTH – also ein leichter Transporthubschrauber Heer. Er kann bis zu 13 Leute oder 2,5 Tonnen Innenlast und maximal vier Tonnen Außenlast aufnehmen. Maximales Abfluggewicht sind elf Tonnen!“ Und weitere beeindruckende Daten: Der Rotordurchmesser beträgt 16,30 Meter. Der NH 90 ist 19.60 Meter lang und 5,23 Meter hoch.

Es sind genau solche Momente, wenn ein besonderes Flugzeug oder wie jetzt ein großer Hubschrauber Höxter anfliegen, die auch Jahre später noch wirken. „Schon als Kind war ich hier oben auf dem Flugplatz mit seiner 814 langen und 20 Meter breiten Landebahn“, verrät Christopher Döring (24). „Ich habe mit zwölf Jahren mit der Fliegerei angefangen und hier oben quasi meine Freizeit als ‚Flugplatzkind‘ verbracht.“

Erfolgreicher Luftsport-Verein

Mit 15 Jahren habe Döring nach eigenen Angaben sogar als Deutschlands jüngster Ultraleichtflug-Pilot seinen Schein gemacht. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Privatpiloten – für die nächste höhere Flugzeugklasse. Der Mitarbeiter der Rettungswache Höxter gesteht: „Ich bin hier oben mit dem Flugplatz einfach verwurzelt!“ Alle zwei bis drei Wochen übernimmt er auch die Aufgabe des Flugleiters im Tower. „Unser Platz zieht viel Freizeitverkehr an – weniger gewerbliche Flüge.“

Premiere: Hubschrauber NH 90 landet in Höxter

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Foto: Harald Iding
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Christopher Döring ist als Schriftführer Vorstandsmitglied in dem erfolgreichen „Luftsport Höxter e.V.“ (Flugplatz Höxter-Holzminden). Erfahrener Flugbetriebsleiter ist Uwe Horn. Er musste gestern auch mal kurz auf die Landbahn, weil ein Hinweisschild wegen der hohen Auftriebskraft des NH 90 einfach weggedrückt worden war. Zum Verein gehören etwa 80 Mitglieder. Seit Anfang 2010 betreibe der e.V. den Flugplatz – mit zunehmender Verkehrszahl und vielen Gästen.

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