Hartnäckiger Kalkbelag sorgt für Verschiebung – Vorentwurf für Eingang – vorläufiges Hygienekonzept
Freibad öffnet erst zum Ferienbeginn

Höxter (WB/dp). Die Planungsgruppe Hildesheim hat dem Bäderausschuss einen ersten Vorentwurf für ein neues Eingangsgebäude am Freibad präsentiert. Der soll nun angesichts eines Volumens von 360.000 Euro netto noch einmal überarbeitet werden, um Kosten zu sparen. Derweil teilt die Stadt mit, dass sich die Eröffnung des Freibades verschiebt – zu Beginn der Sommerferien soll es nun so weit sein.

Donnerstag, 04.06.2020, 18:39 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 11:02 Uhr
So sehen die ersten Vorentwürfe für den neuen Eingangsbereich am Freibad in Höxter aus. Die Politik möchte jedoch noch einmal die Kosten senken.

Eingangsgebäude

Als Aufgabenstellung für den Eingang hatte die Planungsgruppe Hildesheim ein freistehendes Gebäude angeführt – weil ein Anbau oder eine Erweiterung des Funktionsgebäudes von der Denkmalpflege nicht gewünscht sei. Beim neuen Eingangsgebäude soll es sich laut den Planungen um ein Sommerbauwerk handeln, die Gastronomie soll Bewirtungsmöglichkeiten innen und außen bieten. Als „dienende Räume zur Gastronomie“ werden im ersten Vorentwurf geschlechtergetrennte WC-Anlagen (außen) und ein Personal-WC bezeichnet.

Kalk hat das Freibad verunreinigt. Die Reinigung (hier ein Foto aus dem Mai) dauert sehr lange.

Kalk hat das Freibad verunreinigt. Die Reinigung (hier ein Foto aus dem Mai) dauert sehr lange. Foto: M. Robrecht

Außerdem sollte das Raumprogramm des Funktionsgebäudes ergänzt werden um einen kombinierten Raum für Menschen mit Behinderung (Umkleide, WC, Dusche) sowie einen Eltern-Kind-Raum (Kinder-WC, Wickeltisch). Der Eingangsbereich für das Zugangskontrollsystem – unter anderem mit Kassenautomat und Drehkreuz – soll überdacht sein. Die Ausführung wiederum sei laut Planungsgruppe für Hochwasser angepasst mit Dammbalken und Tafeln. „Einigen Mitgliedern des Ausschusses sind die Kosten für den Bau noch zu hoch – deshalb wurde die Entscheidung auf den 8. Juli vertagt. Das Büro überarbeitet nun die Planung. Unter anderem könnte aus den geschlechtergetrennten Toiletten außerhalb des Bades eine Unisex-Toilette werden“, sagte Kämmerer Lothar Stadermann, der auch für den Bäderbetrieb zuständig ist.

Hygienekonzept

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll das Freibad nun erst zu den Sommerferien geöffnet werden. Der Kalkbelag erweise sich als hartnäckig, so Stadermann: „Wir brauchen vier Durchgänge, um ihn zu entfernen. Außerdem muss das Mittel einwirken – das funktioniert bei Regen nicht. Auch die anschließende Inbetriebnahme ist ein hochaufwendiger technischer Prozess, den man nicht übers Knie brechen kann.“

Geöffnet wird mit einem Hygienekonzept, dass Stadermann ausdrücklich als vorläufig bezeichnet – Vorgaben seien in der Corona-Krise sehr dynamisch. Im Freibad dürften sich laut Konzept 500 Menschen zeitgleich aufhalten. „Möglich wären auch 600. Jedoch gehen wir davon aus, dass sich ein Drittel aller Besucher im Wasser befindet. Wir wollen mit der 500er-Marke die Überschaubarkeit gewährleisten“, so Stadermann. Großrutsche, Sprunganlage sowie die Kinderspielgeräte würden gesperrt, außerdem gelte die Abstandsregel von 1,5 Metern. Deshalb dürfe nur hintereinander geschwommen und nicht überholt werden. Zudem soll es Bereiche geben, die jeweils ausschließlich für den Ein- oder Ausstieg sind. In den Toiletten und Umkleiden sei jeweils nur eine Person erlaubt, auf Desinfektion werde ebenfalls geachtet. „Im Eingangsbereich werden alle Besucher nach dem vorläufigen Konzept registriert. Jeder bekommt eine Marke, um die Gästezahl immer kontrollieren zu können. Außerdem könnte es Registrierungsvordrucke zum Download geben“, so Stadermann. Nach dem Willen des Ausschusses soll es in diesem Jahr keine Tarifvergünstigungen geben – weil das Bad in Coronazeiten mit weniger Besuchern ohnehin höhere Kosten verursache.

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