Elbmuseum sagt Jubiläumsfahrten in Höxter wegen der Corona-Pandemie ab
„Kaiser Wilhelm“ dampft nicht auf der Weser

Höxter (thö). Eigentlich sollte 2020 der ehemalige Oberweser-Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ nach 50 Jahren wieder auf der Weser fahren. Doch die Corona-Pandemie macht diesen Plan jetzt zunichte. Der Verein zur Förderung des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums hat die Jubiläumsreise abgesagt.

Mittwoch, 03.06.2020, 08:00 Uhr
Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Der Dampfer „Kaiser Wilhelm“ war bis 1970 auf der Weser unterwegs. Foto: Jan Kruse

Geplant ist jetzt, dass der Dampfer nun 2022 auf die Weser kommt und von Hameln und Höxter Rundfahrten anbietet. Nähere Infos zum neuen Termin will der Förderverein in den nächsten Wochen mitteilen. Vermutlich läuft es aber auf den Juli 2022 hinaus.

Interesse war überwältigend

Zwei Jahre intensive Vorbereitung liegen hinter den Organisatoren. „Das Interesse der Gäste – aus allen Teilen der Welt und natürlich aus dem Weserbergland – war überwältigend“, berichtet Holger Böttcher vom Fördervereinsvorstand. Einige Teilstrecken seien bereits komplett ausgebucht gewesen. Die Gesundheit aller Gäste sowie auch der ehrenamtlichen Besatzung stehe nun aber an erster Stelle. Die erforderlichen Mindestabstände an Bord seien nur schwer umsetzbar.

Mit der Verschiebung um gleich zwei Jahre hofft die Besatzung, dann nicht erneut vom Coronavirus betroffen zu sein. Auch die Planung des neuen Termins unter Berücksichtigung der in den Bundesländern unterschiedlichen Sommerferienzeiten sowie mit ausreichendem Vorlauf für die Reiseunternehmen, könne somit in der erforderlichen Gründlichkeit erfolgen. „Die für den Dampfer notwendigen Anleger und Unterkünfte für die Besatzung müssen in der Zeit entsprechend gründlich geplant werden“, berichtet Böttcher.

Karten bleiben gültig

Gebuchte Karten bleiben für den neuen Termin gültig. „Wenn möglich, sollten bereits gebuchte Gäste mit einer Stornierung der Fahrt bis zur Bekanntgabe des neuen Termins warten“, berichtet Böttcher. Die Besatzung hofft sehr auf das Verständnis ihrer Gäste und freut sich, wenn eine Vielzahl der bereits gebuchten Gäste an der Buchung für 2022 festhält und sie dann in zwei Jahren zur Oberweser begleitet.

Wer sein Ticket zurückgeben möchte, muss folgendes beachten. Für direkt beim Verein gekaufte Tickets ist nach Böttchers Angaben bislang noch kein Geld geflossen. In diesem Fall gebe es auch keine Ansprüche gegenüber dem Verein. Der Ticket-Verkauf sei aber auch über Drittanbieter wie Eventim, Reiseveranstalter und Busunternehmen erfolgt. „Hier wurden wahrscheinlich schon Zahlungen an den jeweiligen Anbieter fällig“, vermutet Böttcher. Der Förderverein erhalte erst nach erfolgter Durchführung der jeweiligen Fahrt das Geld.

„Selbstverständlich haben die Gäste aus Sicht des Vereins das Recht von der Buchung zurückzutreten“, erläutert Böttcher. Bei Fragen sollten sich Betroffene direkt an ihre Vorverkaufsstelle oder Reiseveranstalter wenden. Dort werde man sich um die Rückerstattung kümmern.

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