Bremer „Trio in RE“ gastiert im Pins-Forum – Karten nur per Reservierung wegen Corona-Auflagen
Musik aus Versailles: „Engel und Teufel“

Höxter (WB). Musik aus Versailles mit dem „Trio in RE“ erklingt am Sonntag, 14. Juni, im historischen Saal des Weserrenaissance-Adelshofes (Pins-Forum): Virtuose Gambenmusik aus der Zeit des Sonnenkönigs will die Zuhörer in das Frankreich um 1700 entführen und für eine Auszeit vom Corona-Alltag sorgen.

Dienstag, 02.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 05:01 Uhr
Anja Engelberg, Claas Harders sowie Přemek Hájek (li.) spielen auf. Foto: Pins-Forum

Marin Marais, der große Könner auf der Viola da gamba am Hof des Sonnenkönigs, wusste genau, was dieses Instrument so besonders macht. Auf beeindruckende Weise verbindet er klangvolle Akkorde mit feinen, verzierten Melodien. Sein „Rivale”, der Gambist Antoine Forqueray, orientierte sich stärker an der italienischen Musik und versetzte mit extremer Virtuosität sowie unerwarteten Harmonien das Publikum in Staunen.

Unerwartete Harmonien

Auch François Couperin, von den Franzosen selbst anerkennend „le Grand” genannt, wird mit einer seiner zwei Suiten für Viola da gamba und Bass zu hören sein. Diese Stücke gelten unter Gambisten als das Schönste, was in Frankreich für Gambe geschrieben worden ist. Für klangliche Abwechslung sorgen träumerische Musik von Charles Hurel für Theorbe solo und klangsinnliche Duette für zwei Bassgamben von J.B.Boismortier.

Das „Trio in Re“ aus Bremen setzt sich aus den beiden Gambisten Anja Engelberg und Claas Harders sowie Přemek Hájek (Theorbe, Barockgitarre) zusammen.

Anja Engelberg und Přemek Hájek studierten an der HfK Bremen (Hille Perl, Joachim Held), am CNSMD Lyon, HMT Rostock und am Konservatorium in Pardubice. Meisterkurse belegten sie bei namhaften Persönlichkeiten wie Hopkinson Smith, Nigel North, Ariel Abramovich, Lee Santana, Hille Perl, Wieland Kuijken, Marianne Muller, Paolo Pandolfo, Vittorio Ghielmi. Internationale Ensembleprojekte, Radio- und CD-Produktionen belegen ihre musikalische Kompetenz und Anerkennung. Pemek begann zunächst eine Laufbahn als klassischer Gitarrist, bevor er sich auf die Lauteninstrumente spezialisierte.

Als Gitarrist begonnen

Claas Harders erhielt im Alter von sieben Jahren ersten Unterricht auf der Gambe. Verschiedene Arten von Musik begleiteten ihn in der Zeit bis zum Abitur (Geige spielend in Jugendsymphonieorchestern und Kammermusikensembles, ebenso auf der E-Gitarre in Rockbands), bevor er sich für die Viola da gamba entschied, deren Studium er an der „Akademie für Alte Musik Bremen“bei Jaap ter Linden und Sarah Cunningham begann und in Frankreich am „Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon“ bei Marianne Muller fortsetzte. Nach dem Studium begann er sich zusätzlich mit dem Lirone zu beschäftigen, auf dem er seitdem in vielen Opernproduktionen mitwirkte.

Claas Harders konzertiert europaweit mit verschiedenen Kammermusikensembles auf Festivals wie Abu Gosh, Festival d’Ambronay, Banchetto Musical.e, Styriarte, Musikfest Bremen, Thüringer Bachwochen, Göttinger Händel-Festspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival und Festival Jean de la Fontaine.

Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Karten sollten im Vorverkauf telefonisch unter 05271/697441 im Forum Jacob Pins reserviert werden, da wegen der Corona-Schutzauflagen nur 25 Plätze im Saal zur Verfügung stehen. Reservierungen sind von Samstag, 6. Juni, an von 10 bis 17 Uhr möglich (außer Montag).

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