Hochschule freut sich über Ansiedlung des Thünen-Instituts in Höxter Modellregion fürs Landleben

Höxter (thö). Die Technische Hochschule OWL begrüßt die geplante Ansiedlung zweier Bereiche des Braunschweiger Thünen-Instituts in Höxter. Geplant sind Institute für „Wirtschaft in ländlichen Räumen“ und „Lebensqualität im ländlichen Raum“. Beide Einrichtungen hätten eine große thematische Nähe zur Technischen Hochschule.

Wie sieht der Ackerbau der Zukunft aus? Mit diesen und anderen Fragen sollen sich die beiden Ableger des Thünen-Instituts in Höxter beschäftigen. Die Technische Hochschule sieht Ankünpfungspunkte zu ihrer Forschungsarbeit.
Wie sieht der Ackerbau der Zukunft aus? Mit diesen und anderen Fragen sollen sich die beiden Ableger des Thünen-Instituts in Höxter beschäftigen. Die Technische Hochschule sieht Ankünpfungspunkte zu ihrer Forschungsarbeit. Foto: Marius Thöne

Wie können wir Ackerflächen und Wald nachhaltig bewirtschaften? Wie muss die Infrastruktur aussehen, damit junge Menschen auf dem Land bleiben und ältere Menschen gut medizinisch, aber auch kulturell versorgt sind? Wie wird die Wertschöpfung im ländlichen Raum erhalten und wie wird die Lebensqualität gesteigert? Um diese und viele andere Fragen soll es in den neuen Forschungseinrichtungen des Thünen-Instituts in Höxter gehen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) will seine Forschung über ländliche Räume intensivieren und dazu einen neuen Forschungsstandort in Höxter aufbauen. „Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat dafür die notwendigen Entscheidungen in die Wege geleitet und Höxter als Standort ausgewählt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule.

Fragestellungen der ländlichen Räume

Die Forschungsansätze des Thünen-Instituts passten optimal zur bestehenden Lehre und zur Forschung der Technischen Hochschule. Die Entscheidung der Ministerin sei vor diesem Hintergrund folgerichtig. In den Studiengängen der Höxteraner Fachbereiche „Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik“ und „Landschaftsarchitektur und Umweltplanung“ arbeiten Studenten und Wissenschaftler schon heute intensiv an Fragestellungen der ländlichen Räume. „Dies gilt für die neuen Studiengänge Freiraummanagement und Precision Farming genauso wie für die Studiengänge Landschaftsarchitektur und Umweltplanung“, so die Hochschule. In Höxter werde bereits seit langem an Fragen der Dorf- und Stadtentwicklung und der Grünen Infrastruktur gearbeitet. Mit dem Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft habe die Hochschule seit mehr als zwei Jahrzehnten eine bewährte Forschungsinfrastruktur geschaffen. „Mit dem neuen Studiengang Freiraummanagement sind die naturschutzbezogenen und gestalterischen Perspektiven der Landschaftsarchitektur um weitere, wirtschaftliche Fragestellungen ergänzt worden. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum für Kooperationen“, so die Hochschule.

Thema ist der Präzisionsackerbau

Der Studiengang Precision Farming (Präzisionsackerbau) legt den Fokus auf moderne und digital unterstütze Landwirtschaft. Er befähigt Landwirte nicht nur zur Nutzung moderner Landmaschinen, auch die sozialen Auswirkungen dieser neuen Form der Landwirtschaft sind schon heute wichtige Fragestellungen am Hochschulstandort Höxter. Im Kompetenznetzwerk Digitalisierung des BMEL arbeiten Wissenschaftler der Hochschule bereits mit dem Thünen-Institut zusammen.

Im Kreis Höxter hat Landwirtschaft eine besondere Stellung. Dörfer und Landschaft sind wesentlich durch sie geprägt. Rund 13 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. „Deshalb bietet der Kreis ideale Voraussetzungen zur Erforschung ländlicher Räume,“ stellt Professor Klaus Maas, Leiter des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH) fest. „Gemeinsam mit dem Thünen-Institut können wir in OWL um Höxter herum eine Modellregion schaffen, die weit über die Landesgrenzen hinaus sichtbar ist.“

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut und sehen eine synergistische Verzahnung von Forschung, Lehre und Transfer zum Wohle der Region und auch weit darüber hinaus“, sagt Professor Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL.

www.th-owl.de

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