Friseure freuen sich auf den Neustart – Keine „gesichtsnahe“ Behandlung Schonfrist für Löwenmähnen endet

Kreis Höxter (WB). Die Schonfrist für alle Wuschelfrisuren und Löwenmähnen läuft heute ab. Unter Einhaltung der Hygieneregeln gehen die Friseure auch im Kreis Höxter wieder ihrem Handwerk nach.

Die Friseure im Kreis Höxter freuen sich darauf, dass der Betrieb ab heute wieder weitergehen kann. Unter strengen Auflagen werden die Kunden ab sofort nach Terminabsprache wieder behandelt. Augenbrauen zupfen oder den Bart stutzen wird allerdings zur Zeit noch nicht möglich sein. Auch dürfen die Kunden nicht im Salon auf ihren Haarschnitt warten. Dafür gehören in Corona-Zeiten das Händewaschen beim Eintritt und Einmal-Umhänge dazu.
Die Friseure im Kreis Höxter freuen sich darauf, dass der Betrieb ab heute wieder weitergehen kann. Unter strengen Auflagen werden die Kunden ab sofort nach Terminabsprache wieder behandelt. Augenbrauen zupfen oder den Bart stutzen wird allerdings zur Zeit noch nicht möglich sein. Auch dürfen die Kunden nicht im Salon auf ihren Haarschnitt warten. Dafür gehören in Corona-Zeiten das Händewaschen beim Eintritt und Einmal-Umhänge dazu.

Das Internet ist voll mit lustigen Bildern von Frisuren und Haarfarben der Marke Eigenbau. Sechs Wochen lang konnten keine professionellen Friseurdienstleistungen erbracht werden. Die Wertschätzung für einen fachmännischen Haarschnitt und eine professionelle Frisur ist so innerhalb weniger Wochen deutlich gestiegen. Nun ist Schluss mit diesen vielbelächelten so genannten „Coronahaarschnitten“. Die Friseure im Kreis Höxter bereiten sich intensiv auf den „Re-Start“ ihrer Branche vor. Die Innungsfriseure sind dabei durchweg guter Dinge, auch wenn es die für sie geltenden Auflagen und Einschränkungen durchaus in sich haben.

Gesichtsschutz für Friseur und Kunde

„Die Auflagen sind teilweise höher als in Arztpraxen“, berichtet Obermeister Carsten Lödige. „Die Kunden müssen sich beim Betreten des Salons die Hände waschen oder desinfizieren. Für jeden Kunden muss ein, nur einmal zu verwendender, Umhang vorgehalten werden. Vom mittlerweile obligatorischen Mundschutz ganz abgesehen“, führt der Steinheimer weiter aus. Trockenhaarschnitte sind nicht mehr gestattet, die Haare müssen zwingend im Salon gewaschen werden und „gesichtsnahe Behandlungen“ wie das Wimpern- und Augenbrauenfärben oder die Bartpflege sind nicht mehr erlaubt. Auf Zeitschriften und Getränke werden die Kundinnen und Kunden während ihres Aufenthalts ebenfalls komplett verzichten müssen, die Kontaktpunkte sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Die wohl größte Herausforderung werde für die meisten Betriebe aber die Abstandsregel sein: „Um jeden Bedienplatz müssen 1,5 Meter Distanz eingehalten werden. Da wird bei vielen Betrieben jeder zweite Platz frei bleiben müssen“, erläutert Edibe Demir, stellvertretende Obermeisterin der Innung, die schwierige Lage gerade kleinerer Salons. In vielen Betrieben würden darum die Öffnungszeiten ausgedehnt und es werde in Schichten gearbeitet, um die maximal zulässige Personenzahl nicht zu überschreiten.

Minutiöse Planung ist nötig

Wie im Einzelhandel müssen die Arbeitsbereiche und Laufwege markiert werden und an der Rezeption soll eine Schutzscheibe installiert sein. Wartende Kunden dürfen sich gar nicht mehr im Salon aufhalten, was eine minutiöse Planung verlange. So werden die meisten Friseure ihre Dienstleistungen nur noch nach Termin erbringen können. „Da wird dann auch von der Kundschaft eine hohe Termintreue erwartet; sonst kann es nicht klappen.“, führt Lödige weiter aus. „Wir Friseure können ja nicht, etwa wie ein Masseur, nach der gebuchten Zeit die Behandlung einfach passend beenden.“

Und es geht noch weiter mit den Regeln. Bei jedem Kunden müsse die genaue Aufenthaltsdauer im Salon dokumentiert werden. Wer damit nicht einverstanden ist, darf nicht bedient werden. Begleitpersonen sind nicht zulässig. Haarschnitte bei kleinen Kindern werden so kaum noch durchführbar sein. „Die Friseurunternehmer sind da sicher nicht zu beneiden.“

Preisanpassungen sind sicher

Oft erweiterte Öffnungszeiten, bei zugleich weniger Umsatz und zudem hohen Kosten für Hygiene- und teils auch Umbaumaßnahmen, werden sicher auch ihren Niederschlag in den Preisen finden“, ist sich der Obermeister über die Notwendigkeit von Preisanpassungen sicher; gerade wo die Friseure von ihren Stundensätzen her ja an sich schon deutlich unter denen anderer Handwerksbetriebe lägen.

„Wir Friseure sind sehr froh, dass auch wir bald wieder unseren Beitrag dazu leisten können den Menschen wieder etwas Normalität in ihrem Leben zurückzugeben“, fügt Obermeister Carsten Lödige abschließend hinzu.

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