„Die Zweite Zukunft“: Kurt-Rainer Daubach legt neuen Roman vor
Schicksalsberg der Menschheit

Höxter (WB). Mal schickt er seinen schwarzen vierbeinigen Schnüffler auf Verbrecherjagd. Dann kreiert er fiktive Welten und entwirft bedrohliche Gänsehaut-Szenarien: Dem Schriftsteller Kurt-Rainer Daubach alias Vernon Dure aus Höxter geht nicht der Stoff aus. Aus unerschöpflich sprudelnder Ideenfülle kreiert er Krimireihen und Fantasyromane.

Donnerstag, 09.04.2020, 08:41 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 08:50 Uhr
Buchautor Kurt-Rainer Daubach auf dem Köterberg, der in seinem Roman der Schicksalsberg der Menschheit ist. Foto: Sabine Robrecht

So unterschiedlich die Genres auch sind, haben sie eines gemeinsam: Das Weserbergland ist Schauplatz seiner Geschichten. Diese Gegend ist dem Autor vertraut. Sie inspiriert ihn. Von seinen langen Spaziergängen mit dem Eurasier-Rüden Garou kommt er immer mit neuen Ideen und Inspirationen zurück. „Die Landschaft hält dem, der sie offenen Sinnes erkundet, verborgene Schönheiten bereit und bietet immer wieder überraschende An- und Einsichten“, sagt der 72-Jährige.

Rpman spielt auf dem Köterberg

Für das neueste Buch des Autors hat Garou seine Hundenase nicht in einen weiteren Mordfall gesteckt. Diesmal war das Fantasy-Genre an der Reihe. Der als Taschenbuch vorliegende Roman „Die Zweite Zukunft“ spielt auf dem Köterberg. Um ihn ranken sich, wie Kurt-Rainer Daubach seine Leser wissen lässt, etliche Sagen.

„Die ‚Springwurzel‘ der Brüder Grimm dürfte die bekannteste sein“, erläutert der Autor, „ein Schäfer fand mithilfe einer Springwurzel den Eingang zu einer Schatzkammer in der Tiefe des Berges. Auf der Suche nach Bodenschätzen gruben Bergleute Höhlen am nördlichen Hang.“

Höhlen unter dem Köterberg sind Schauplatz des Romans. In ihnen hat eine kleine Gruppe von Menschen eine karge Zuflucht gefunden, nachdem die Erdoberfläche unbewohnbar geworden war. Sie lag unter Eis und Schnee begraben.

Schuld daran war der Mensch: „Die Menschheit hatte sich durch Gier und Dummheit aus dem Paradies vertrieben“, skizziert Kurt-Rainer Daubach den beklemmenden Ausgangspunkt seines Romans, der den Köterberg mit seiner weithin sichtbaren Silhouette zum „Schicksalsberg der Menschheit“ werden lässt.

Wissensdurstige Pflanze ist der Schlüssel

Zusammengefasst schildert der Autor seine Geschichte so: „Das Volk der ‚Tonger‘ lebt in der Tiefe unter dem Köterberg. Jahrhunderte zuvor retteten sich ihre Vorfahren unter die Erde, um die neue Eiszeit zu überleben: Ausgelöst durch menschengemachten Klimawandel, beschleunigt durch nukleare Auseinandersetzungen, erstarrte das Antlitz der Erde zu einer lebensfeindlichen Eiswüste. Das spartanische Leben der Höhlenmenschen gerät jäh durch einen Eindringling aus den Fugen. Der Kampf um die Führung bricht aus: Der machtgierige Tolo schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück. Gyla will überleben und ihr Volk wieder vereinen. Dabei wird sie von dem Außerirdischen Chraomorr unterstützt: Er opfert sein Leben für sie. Sein Geschenk, eine wissensdurstige Pflanze, gewährt den nahezu auf Steinzeitniveau herabgesunkenen Menschen eine neue Chance und eröffnet ihnen die Möglichkeit, an die Erdoberfläche zurückzukehren. Doch bevor Gyla und ihr Volk die Chance auf ‚Die Zweite Zukunft‘ nutzen können, muss sie in den Sandwüsten am Äquator um ihr Leben kämpfen.“

In einer Zeit, da der Klimawandel den Planeten bedroht, regt der Roman zum Nachdenken an. Er ist als Taschenbuch (ISBN 978-3-945502-38-9) und als E-Book (kindle: ISBN 978-3-945502-40-2/epub ISBN 978-3-945502-39-6) erhältlich.

Ideen für neue Romane

Während die Leserinnen und Leser in die Höhlen unter dem Köterberg eintauchen, hat Kurt-Rainer Daubach schon die nächsten Ideen für seine Reihe der Höxter-Krimis im Köcher. Schnüffler Garou wird seine Hundenase sicher wieder in einen spannenden Kriminalfall stecken.

Geschrieben hat der studierte Informatiker und ehemals leitende Angestellte bei der Deutschen Post schon vor mehr als 30 Jahren. Damals gab Kurt-Rainer Daubach seine ersten Taschenbücher zum Thema „Hobby-Elektrotechnik“ heraus. Jetzt – im Ruhestand in Höxter – lässt er sich von der Region und ihren Schätzen zu Krimis und Fantasyromanen inspirieren. Für den ersten, „Vernon Dures Welten – JayJay“ (2014), hatte er schon Skizzen entworfen, als er noch im Berufsleben stand.

Zum Ausformulieren fehlte damals jedoch die Zeit. Dann kam der Ruhestand, von dessen schier unermüdlicher schriftstellerischer Produktivität noch viel Lesestoff ausgehen wird. Darauf freuen sich auch all jene, die dem agilen Autor und seinem schwarzen Schnüffler auf einer ihrer Wanderungen begegnen. Dieses symbiotische Duo gehört in Höxter zum Stadtbild dazu.

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