Barock-Konzert in Beverungen mit „AC/DC“-Hits 1500 Fans jubeln im „Hexenkessel“

Beverungen (WB). Die Rockfans in Beverungen haben Glück gehabt – sie durften es mit der „AC/DC“-Coverband „Barock“ am Samstagabend noch einmal ordentlich krachen lassen. Denn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert seit Sonntag, wegen der Corona-Gefahr „Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen.“

Von Harald Iding
Tolle Show, harter Beat, eingängige Gitarrenriffs und Gesang – die Coverband „Barock“ ist wieder zu Gast in Beverungen gewesen.
Tolle Show, harter Beat, eingängige Gitarrenriffs und Gesang – die Coverband „Barock“ ist wieder zu Gast in Beverungen gewesen. Foto: Harald Iding

In Beverungen mussten sich am Samstag erstmals die (laut Kulturgemeinschaft Beverungen) rund 1500 Musikfans vor dem Eintritt namentlich registrieren lassen. „Wir heißen Sie? Wann sind Sie geboren und wo wohnen Sie?“ – diese Fragen musste jeder schriftlich beantworten, mit Unterschrift. Erst dann bekam man den begehrten Stempel auf die Hand und durfte weiter in die Halle.

Als kurz nach 20 Uhr Veranstaltungschef Volker Faltin auf die Bühne tritt, um die Coverband „Barock“ anzukündigen, spricht er allen Besuchern – vom Kleinkind bis zum rüstigen Senior – direkt großes Lob aus, dass sie sich alle an die Auflage des Beverunger Ordnungsamtes wegen der „Corona“-Gefahr gehalten haben und es deswegen keinerlei Probleme gab. „Jetzt rockt ordentlich und feiert schön“, rief Faltin allen Gästen zu. Auch einige „Schutzausrüstungen“ konnte man sehen. Das war aber nur Gehörschutz zum Aufsetzen, vor allem für die Jugend. Andere stopften sich Stöpsel in die Ohren. Denn was zwei Stunden lang in der Stadthalle für ­beste Laune sorgte, war vor allem laut und durchdringend. So mögen es die Fans, ganz in Anlehnung an die berühmten australischen Hard-Rocker von „AC/DC“.

Und „Barock“ gilt nicht ohne Grund als die europaweit beste Coverband der weltberühmten Idole. Sie sind selbst schon zu Stars geworden: Leadgitarrist Eugen Torscher, der in Schuluniform (später auch ohne Oberteil) im „Duckwalk“ wie Vorbild Angus Young über die Bühne fegt. Gut passt auch die Stimme des Londoner Frontmanns Grant Foster, der das Publikum immer wieder zum Mitklatschen animiert. Am Bass sorgte Baba Wolf Hail für den nötigen Rhythmus-Teppich, ebenso wie Erwin Rieder am Schlagzeug. An der Rhythmusgitarre zeigte Patrick Caramagno, dass man ein echter Profi sein muss, um es den „Großen“ nachzumachen.

Aus dem 1,5 Stunden entfernten Duderstadt waren Daniel (31) und Felix (9) angereist. „Ich wollte meinem Sohn einmal zeigen, was guter Musikgeschmack ist“, sagte der stolze Daddy, während sie bei „TNT“, „Highway to Hell“ und „Thunderstruck“ wie die anderen Fans vor Freude jubelten. Natürlich durfte der Glockeneinsatz zu „Hells Bells“ nicht fehlen und auch sonst bot der Abend im zwölften Jahr der ­„Barock“-Band in Beverungen wieder viele starke Momente und beste Unterhaltung. Viele lagen sich in den Armen und genossen den „Hexenkessel“.

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