Ärger in Höxter: „Cosmo“-Betreiber sehen nicht ein, wegen Höcke zu schließen und auf Umsatz zu verzichten AfD-Höcke-Auftritt: „Sicherheitskonzept ohne den Wirt gemacht“

Höxter (WB). Die Gastronomen in Höxters Stadthallen-Restaurant „Cosmo“ sind entsetzt: „Da soll unsere Gaststätte beim Besuch des AfD-Politikers Björn Höcke am 28. März im Umkreis von 200 Metern von der Polizei abgesperrt werden – und wie kommen unsere Gäste an dem Tag ins Lokal?“

Von Michael Robrecht
Das „Cosmo“ in der Stadthalle am Hindenburgwall in Höxter: Wie kommen die Gäste des Restaurants in dem abgesperrten bereich ins Lokal, wenn die Betreiber die Gaststube an die AfD-Gegner vermieten?
Das „Cosmo“ in der Stadthalle am Hindenburgwall in Höxter: Wie kommen die Gäste des Restaurants in dem abgesperrten bereich ins Lokal, wenn die Betreiber die Gaststube an die AfD-Gegner vermieten? Foto: Michael Robrecht

Isabell Heyn und Alex Frömelt schauen besorgt auf den umsatzstarken Samstag, der ihnen verlustig zu gehen droht. Wie berichtet, sitzen 500 Zuhörer der AfD-Veranstaltung in der Stadthalle. Die Bewirtung organisiert die AfD selbst. Stadthallenpächter Kai-Daniel Schmidt ist gastronomisch nicht involviert und hat nur mit Vermietung zu tun. Die „Cosmo“-Betreiber haben die Problematik in einem Gespräch mit Stadtverwaltung und Polizei kund getan. Frömelt tendiert dazu, an dem Tag das „Cosmo“ zur „Geschlossenen Gesellschaft“ zu erklären und die AfD-Gegner das Lokal und den Außenbereich buchen zu lassen. Er wolle keine AfD-Leute bedienen, daran habe er kein Interesse, sagte Frömelt am Freitagmittag zum WESTFALEN-BLATT.

Den Erlös der Aktion werde er spenden, sollten die Pläne verwirklicht werden und das Anti-AfD-Bündnis bei der „Geschlossenen Gesellschaft“ mitmachen. Klar sei auch, dass alle Gäste oder die Gaststättenmieter jederzeit freien Zugang zur Halle haben müssten, wenn die Polizei das abschirme und eigentlich die Gegner von der AfD trennen wolle. Vielen sei der Unterschied Stadthallenpächter und Betreiber „Cosmo“-Gastronomie nicht geläufig. Man habe die Rechnung – besser das Sicherheitskonzept – ohne den Wirt gemacht. Entschieden sei über das Vorgehen noch nicht. Man werde aber nicht, wie die AfD wohl dachte, einfach schließen und auf einen starken Tag verzichten, so Alex Frömelt.

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