Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies übergibt Förderbescheide Grüne Schulhöfe und idyllischer Klostergarten

Höxter (WB). Vier Zuwendungsbescheide hatte Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies am Freitag bei ihrem Besuch in Höxter dabei. Im Rahmen des Programms „Grüne Infrastruktur NRW“ fließen insgesamt 1,78 Millionen Euro EU- und Landesmittel in die Außengestaltung des Schulzentrums, die Einrichtung eines Nachbarschaftsgartens auf einem Areal zwischen Wegetalstraße und Neue Straße, die Weiterentwicklung des Klostergartens in Brenkhausen und die Aufwertung einer Fläche am Bachlauf der Schelpe in Höxter (Grüne Mühle) als Naturerlebnis.

Von Sabine Robrecht
Im Schulzentrum sind die vier Förderbescheide übergeben worden: Professor Dr. Hans-Peter Rohler (vorne von links), Baudezernentin Claudia Koch, Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies, Bischof Anba Damian, Bürgermeister Alexander Fischer, KWG-Schulleiterin Heike Edeler, Christiane Hoffmann (hinten von links, Leitungsteam Sekundarschule), Martin Finke (Ortsausschussvorsitzender Brenkhausen), Christiana Mönnekes (Ratsfrau), Realschulleiterin Monika Krekeler und Dezernent Stefan Fellmann.
Im Schulzentrum sind die vier Förderbescheide übergeben worden: Professor Dr. Hans-Peter Rohler (vorne von links), Baudezernentin Claudia Koch, Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies, Bischof Anba Damian, Bürgermeister Alexander Fischer, KWG-Schulleiterin Heike Edeler, Christiane Hoffmann (hinten von links, Leitungsteam Sekundarschule), Martin Finke (Ortsausschussvorsitzender Brenkhausen), Christiana Mönnekes (Ratsfrau), Realschulleiterin Monika Krekeler und Dezernent Stefan Fellmann. Foto: Sabine Robrecht

Die vier Projekte haben ein Kostenvolumen von insgesamt 2,2 Millionen Euro. Hocherfreut nahmen Bürgermeister Alexander Fischer und der Hausherr des koptisch-orthodoxen Klosters Brenkhausen, Bischof Anba Damian, im König-Wilhelm-Gymnasium (KWG) die Bescheide für die 80-Prozent-Förderung von der Regierungsvizepräsidentin entgegen. 50 Prozent der Fördermittel übernimmt jeweils die EU im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die restlichen 30 Prozent steuert das Land NRW bei.

Großteil geht an Schulzentrum

Gemeinsam haben die vier Projekte nicht nur die großzügige Förderung, sondern auch die Mitwirkung der Technischen Hochschule OWL. Außerdem haben, so Bürgermeister Fischer, viele Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen in die Planungen eingebracht.

Der Großteil der 1,78-Millionen-Euro-Förderung kommt der Optimierung des Lernumfelds im Schulzentrum zugute. „Wir wollen das Schulgelände unserer drei weiterführenden Schulen gestalterisch entwickeln“, erläuterte der Bürgermeister. Grundlage der Planungen, in die sich die Schulleitungen engagiert eingebracht haben, ist ein Entwurf von Studierenden der Hochschule.

„Es ist ein wichtiger Bildungsauftrag, den Schülern einen attraktiven Außenraum und Platz für ihre motorischen Aktivitäten zu bieten“, hob Professor Dr. Hans-Peter Rohler von der Hochschule hervor. Deshalb entstehen mit Hilfe der 1,2-Millionen-Euro-Förderung unter anderem Kletterwände, Spielfelder und Aufenthaltsangebote. 100 neue Fahrradständer und eine bessere Verbindung der Schulhöfe sind ebenfalls vorgesehen. Entsprechend der EFRE-Anforderungen werden außerdem 1800 Quadratmeter Flächen entsiegelt und 36 Bäume gepflanzt.

Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies brach eine Lanze für diese Initiative: „Dieses Projekt trägt dazu bei, dass die Kinder der ‚Generation Smartphone‘ den Baum, die Bank, den Himmel und die Sonne wieder bewusst sehen und sich direkt miteinander unterhalten.“

Klostergarten wird weiterentwickelt

Als einen Glücksfall für Höxter und die Region OWL würdigte Anke Recklies bei der Übergabe der Förderbescheide den koptischen Bischof Anba Damian. Die Regierungsvizepräsidentin kennt das Kloster Brenkhausen aus der Zeit vor 25 Jahren. Das, was der Bischof und seine Mannschaft seither erreicht hätten, sei ein Quantensprung. „Sie haben das Kloster nicht nur baulich saniert, sondern ihm auch eine neue Seele gegeben“, betonte der Bürgermeister. „Heute ist es ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt.“

Immer mehr Touristen entdecken die vielen grünen Ecken der Region – wie hier rund um das Kloster Brenkhausen. Foto: Harald Iding

Dieses wird mit Hilfe der jetzt bewilligten Fördermittel noch attraktiver. Auf Grundlage einer studentischen Arbeit wird der Klostergarten weiterentwickelt. Die Wegeverbindung wird aufbereitet, entlang der Klostermauer entsteht eine Pergola, und das Kloster selbst legt einen Gemüsegarten an.

Bischof Damian war bei der Förderbescheid-Übergabe voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit der Hochschule: „Es war mir eine Herzensfreude zu erleben, wie die Studierenden sich wochenlang mit unserem Kloster beschäftigt haben.“ Mit Blick auf das in den 25 Jahren Erreichte richtete er seinen Dank an die katholische Kirche und die Bürger Brenkhausens: „Ohne sie hätten wir das alles nicht geschafft.“

Kleinod ein Ziel der Bemühungen

Dass die Stadt Höxter so offensiv in die Schulen investiere, sei eine kluge und weise Prioritätensetzung, betonte der Bischof auch vor dem Hintergrund, dass es erst weniger als zwei Monate her ist, seit Höxter als erste Kommune Mittel aus dem Digitalpakt Schule bekommen hat und jetzt neben der medialen Ausstattung auch das Lernumfeld in Angriff nimmt.

Den hohen Stellenwert, den die Schulen in Politik und Verwaltung haben, bekräftigte Bürgermeister Alexander Fischer. Neben den Investitionen in die bauliche und mediale Infrastruktur werde nun auch die Aufenthaltsqualität draußen verbessert.

Diese Fläche zwischen Wegetalstraße und Neue Straße soll aus dem Dornröschenschlaf geholt werden. Foto: Sabine Robrecht

An Attraktivität gewinnen soll im Rahmen des Programms „Grüne Infrastruktur“ auch eine Grünfläche, die viele Höxteraner nicht kennen: Zwischen der Wegetalstraße und der Neuen Straße eröffnet sich ein Areal, das zum Teil als Parkplatz genutzt wird. „Dieses Kleinod schläft vor sich hin“, berichtete Professor Hans-Peter Rohler bei der Förderbescheidübergabe. Studierende haben sich intensiv mit der Einrichtung eines Nachbarschaftsgartens beschäftigt und Anwohner des Quartiers an den Überlegungen beteiligt.

Das vierte Projekt, in das Fördermittel fließen, soll Naturerlebnisse an der Grünen Mühle und an der Schelpe ermöglichen. Ein Aufenthaltsort für alle Generationen soll geschaffen werden. Die Technische Hochschule OWL ist auch bei diesem Projekt am Ball und bewertet die Zusammenarbeit als Erfolgsmodell.

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