Landesgartenschau 2023 in Höxter: Architekturbüros haben ihre Entwürfe eingereicht
LGS: Preisgericht tagt Ende Februar

Höxter (WB). Die Landesgartenschau-Planungen gehen voran. „Am Dienstag wird bekannt sein, wie viele Architekturbüros sich am Planungs- und Realisierungswettbewerb beteiligt haben“, kündigte Claudia Koch, Baudezernentin und Geschäftsführerin der LGS-Durchführungs gGmbH, am Donnerstag im Rat an.

Montag, 03.02.2020, 17:01 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 07:40 Uhr
Höxter im Blütenmeer: kleiner Vorgeschmack am Berliner Platz/Wall auf die Gartenschau in drei Jahren.
Interessante LGS-Pläne gibt es für den Weserbogen bei Corvey.

Interessante LGS-Pläne gibt es für den Weserbogen bei Corvey. Foto: M. Robrecht

Der Wettbewerb wird mit Spannung erwartet. Am Donnerstag, 27. Februar, und bei mehr als 15 eingereichten Arbeiten auch noch am Freitag, 28. Februar, tagt das Preisgericht. Claudia Koch ist stolz darauf, dass sie für die Jury renommierte Landschaftsarchitekten gewinnen konnte. Zu ihnen gehören als Fachpreisrichter Stephan Lenzen, Axel Lohrer und Mathias Lill. Professor Hans-Peter Rohler von der Technischen Hochschule OWL und Elmar Pröbsting, der die Machbarkeitsstudie miterarbeitet hat, komplettieren den Kreis der Experten. Als Sachpreisrichter sitzen Bürgermeister Alexander Fischer, Baudezernentin Claudia Koch, ihr Mitgeschäftsführer der LGS-gGmbH Heinrich Sperling und Fördervereinsvorsitzende Ulrike Drees in Jury. Die Baudezernentin lud die Ratsfraktionen ein, Vertreter in die Jury zu entsenden.

Das Verfahren unterliege den Regularien der Architektenkammer, erläuterte die Baudezernentin. Dazu gehöre auch, dass die eingereichten Entwürfe anonymisiert werden. „Erst wenn das Preisgericht entschieden hat, werden die Namen genannt.“ Der Sitzung sieht Claudia Koch mit Spannung entgegen. „Wir freuen uns auf viele schöne Entwürfe.“

Während die Wettbewerbsteilnehmer an ihren Entwürfen arbeiteten, feilten die Akteure in Höxter an Marketingstrategien für die LGS. Die Werbeauftritte in den sozialen Netzwerken finden viel Interesse. Der Weihnachts-Fotowettbewerb am knallroten Höxter-Stuhl vor dem Rathaus bescherte mehr als 11.000 Facebook-Klicks. „Das ist für eine öffentliche Seite wie unsere gigantisch“, ordnete Claudia Koch im Rat diese Größenordnung ein. Den Bürgerinnen und Bürgern und auch den Firmen stellt die LGS-Gesellschaft eine E-Mail-Signatur mit dem offiziellen Logo der Landesgartenschau zur Verfügung. Zudem stehen Autoaufkleber für Firmenfahrzeuge in zwei Größen zur Auswahl. Ein erstes Unternehmen beklebt seine Autos schon mit dem LGS-Logo. „Wir hoffen, dass viele weitere Firmen ihrem Beispiel folgen.“

Von der Bezirksregierung ist für die Zeit bis 2023 ein Bewilligungsbescheid über sechs Millionen Euro Fördermittel eingegangen. Das Investitionsvolumen beläuft sich, so Claudia Koch, auf 11,4 Millionen Euro für das LGS-Gelände selbst und für flankierende Maßnahmen wie die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes und Projekte in den Ortschaften. In diese Summe fließen die bewilligten sechs Millionen Euro Fördermittel. Hinzu kommen 1,4 Millionen Euro Landesmittel. Vier Millionen Euro werden aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Kontakt aufgenommen hat Claudia Koch in die benachbarten Länder Niedersachsen und Hessen. Bad Gandersheim ist 2022, also ein Jahr vor Höxter, mit der Ausrichtung der niedersächsischen Landesgartenschau an der Reihe. „Wir haben Kontakte geknüpft und würden die Chance, uns dort zu präsentieren, gerne nutzen.“

Als Netzwerkpartner sind unter anderem die Kreise Höxter und Holzminden, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW), die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, das Rittergut Meinbrexen, die Burg Blankenau und die Landwirtschaft im Boot. Mit der Deutschen Märchenstraße laufen Abstimmungsgespräche. „Die großen Kirchen sind auf uns zugekommen und möchten einen Garten gestalten.“ Unter der Federführung des LGS-Fördervereins läuft die Gemeinschaftsaktion „Naturnah gärtnern“. Kurzum: Die LGS-Planungen nehmen zunehmend Form an.

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