„Menschen 2020“: Bekannter Gastwirt im „Spätherbst“ des Lebens - schon Adenauer besuchte den Berg bei Höxter
Mister Köterberg Rudolf Brand feiert seinen 85. Geburtstag

Höxter/Köterberg (WB). Mit sich im Reinen und gesund – wer Rudi Brand begegnet, der trifft einen zufriedenen Menschen. Der bekannte Köterberg-Wirt feiert an diesem Freitag seinen 85. Geburtstag. Und wie das bei ihm so üblich ist: Jeder, der ihm gratulieren möchte, ist willkommen.

Freitag, 10.01.2020, 09:51 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 09:55 Uhr
Rudolf Brand mit seiner Frau Ilona in seinem geliebten Köterberg-Haus. Fast sein ganzes Leben hat er hier verbracht und er kann sich nichts Schöneres vorstellen. Das kleine Bild zeigt ihn in seinem Element: als Koch und Gastgeber einer privaten Geburtstagsfeier im Jahr 1974. Foto: Alexandra Rüther

Köterberg: Ein Gipfel, der magisch anzieht

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  • Köterberg: Ein Gipfel, der magisch anzieht
Foto: Alexandra Rüther, Michael Robrecht, Rudolf Brand
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  • Foto: WB-Archiv
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  • Foto: Harald Iding
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  • Foto: Harald Iding
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  • Foto: Alexandra Rüther, Michael Robrecht, Rudolf Brand
  • Foto: Alexandra Rüther, Michael Robrecht, Rudolf Brand
  • Foto: Alexandra Rüther, Michael Robrecht, Rudolf Brand

Die Stationen seines Lebens sind – eigentlich – schnell erzählt, uneigentlich beinhalten sie unzählige Anekdoten, Geschichten und Freundschaften: Mit 14 in die Kochlehre, danach acht Jahre im Ausland. Die Metropolen Stockholm, Brüssel, London, Paris und Madrid waren sein Zuhause. Es folgten vier Jahre mit eigenem Restaurant und Bierkeller in Bad Arolsen. Als sein Vater starb, übernahm er zusammen mit seiner Mutter das Köterberg-Haus. Dieses Haus war 1929 als Wanderherberge aus Holz im schlesischen Baudenstil errichtet worden. Achteckig – um dem Gast den freien Rundblick ins Weserbergland zu ermöglichen. Brands Eltern Rudolf und Alma hatten das Haus im selben Jahr gepachtet, in dem ihr ältester Sohn zur Welt kam. 1985 kaufte Familie Brand das 500 Meter hoch auf dem Gipfel gelegene Gebäude vom Landesverband Lippe – und Rudi Brand wurde alleiniger Betreiber. 2019 hat er das Geschäft an seinen Sohn Florian übergeben – natürlich nicht ohne ihm nach wie vor beratend zur Seite zu stehen.

All die Jahre bezeichnet Rudi Brand als „schön“. Einsam? Nein, einsam sei das Leben auf dem Köterberg nicht. „Jeder Tag ist anders, aber jeder ist schön“, versichert Brand. „Für Rudi ist das hier alles, es ist Heimat“, sagt Ehefrau Ilona, die seit 30 Jahren an der Seite ihres Mannes ist und hier längst selbst Wurzeln geschlagen hat. Sie, seine Kinder und mittlerweile auch sein erstes Enkelkind sind Brands ganzer Stolz. Namen wie Konrad Adenauer oder Prinz Bernard, Vater der niederländischen Ex-Königin Beatrix, die in den Gästebüchern des Köterberghauses zu finden sind, verblassen dahinter. „Ja, die waren hier“, sagt Rudi Brand. Aber wichtig sind ihm immer andere Begegnungen: die mit den Menschen, die rund um den Berg wohnen. „Sie kommen regelmäßig und wollen mit mir sprechen. Sie gehen nicht zum Köterberg, sie gehen zu Rudi. Und das ehrt mich natürlich.“

Und dann sind da noch die Menschen, deren Freundschaft Brand bis heute aufwendig pflegt. Den Taufpaten seines Sohnes Florian etwa lernte Brand in seiner Zeit in Schweden kennen. Bis heute besucht er den Köterberg regelmäßig. Auch die Freundschaft zu einem ehemaligen britischen Major pflegt Brand bis heute. In den 1970er Jahren belagerten die Engländer den Berg mit 50 bis 80 Soldaten über Wochen. Der Mann ist inzwischen nach Australien ausgewandert. „Aber wenn er mit seiner Familie in Europa ist, dann sehen wir uns.“ Und so ließen sich die Geschichten fortführen. Brand spricht neben Englisch und Französisch auch Spanisch und etwas Schwedisch, seine Frau ist gebürtige Ungarin und kann außerdem Russisch. Und so pflegen die beiden Freundschaften in vielen Ländern und auf nahezu jedem Kontinent.

Klar hat sich auch das ein oder andere verändert. Vor zehn Jahren zum Beispiel, an seinem 75. Geburtstag, musste die Zufahrtsstraße wegen Schneemassen gesperrt werden. So viel Schnee hat es seitdem nicht mehr gegeben. Und ohne Schnee kommt auch keiner zum Schlitten fahren. Diese Gäste fehlen. Und wenn sich Brand noch weiter zurück erinnert, dann waren die Gäste früher „überwiegend älter“. Wanderer, die auch mal eine oder zwei Nächte hier blieben. Von den Militärmanövern der 70er Jahre war hier schon die Rede. Und dann natürlich die Motorradfahrer. „Als der Köterberg immer mehr zum Biker-Treff wurde, waren die Motorradfahrer jung. Heute sind sie jung geblieben.“ Aber auch neue Trends erklimmen die mit 497 Meter über NN höchste Erhebung im Weserbergland. Der „Sundowner“ im Sommer zum Beispiel. Die Leute kommen mit Picknickdecke oder Campingstuhl und genießen den Sonnenuntergang. Gruppen nutzen das Restaurant, um hier Silvester zu feiern. Früher waren es nur „ein paar aus der Gegend“, die das Feuerwerk der umliegenden Dörfer von oben sehen wollten, heute ist das Haus voll.

Rudi Brand hat diese Veränderungen stets gelassen mitgemacht. Er freut sich einfach über jeden, der den Weg auf den Berg findet. Dabei denkt er an einen Satz seiner Mutter: „Der Berg beschützt dich, und du musst aufpassen, dass du ihn beschützt und dass du keinen hungrig wieder hinunter lässt.“ „Deshalb haben wir täglich geöffnet“, schmunzelt Brand und meint es zugleich sehr ernst: Auf dem Köterberg bekommt jeder etwas zu trinken und essen, ob er Geld hat oder nicht.

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