„Original Egerland Musikanten“ bringen böhmische Klänge nach Höxter
Blasmusik in Perfektion

Höxter (WB). Die traditionellen Blaskapellen bringt man häufig ausschließlich mit Schützenfesten in Verbindung. Dass diese Art von Musik jedoch weitaus vielfältigere Facetten aufweist, konnten mehr als 400 Besucher am Sonntag in der Höxteraner Residenz Stadthalle erleben: Die „Original Egerland Musikanten“ waren wieder einmal zu Gast.

Dienstag, 07.01.2020, 07:04 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 07:10 Uhr
Sowohl vielstimmig als auch in perfekter Harmonie überzeugen die Bläser der „Original Egerland Musikanten“ am Sonntag in der Höxteraner Stadthalle rund 400 Besucher. Die Musiker begrüßen viele Stammgäste bei ihren Konzerten.

Das vielköpfige Gespann gastierte bereits vor zwei Jahren in der fast ausverkauften Stadthalle. Ihr Ziel: Die Musik von Ernst Mosch, dem Vater der Egerländer Blasmusik, auch nach seinem Tod 1999 erhalten und möglichst viele Menschen dafür begeistern. Moderator Klaus-Dieter Eckstein verriet im Laufe des Programms, welches demzufolge ausschließlich Werke von Mosch enthielt, noch mehr über die Entstehung des Orchesters: Der Grundstein sei in dem Moment gelegt worden, in dem der heutige Dirigent Markus Schröer und sein Vater Wilfried Schröer im Radio von Moschs Tod erfuhren. „Wir möchten seiner Musik möglichst nahe kommen und treten daher stets in der Original-Mosch-Besetzung auf. Aber auch uns ist klar: Wahrscheinlich wird ihn niemals wieder jemand ganz erreichen“, heißt es seitens der „Original Egerland Musikanten“.

Erfolgstitel von Ernst Mosch präsentiert

Dass die Musik für die Anwesenden nicht nur ein Job, sondern eine wahre Herzensangelegenheit ist, merkte man jedem einzelnen Stück an: Wenn die ersten Töne der Dompfaff-Polka, des Walzers „Mondschein an der Eger“ oder des Marsches „El Picador“ erklangen, sah man die Spielfreude in den Augen der Musiker. Die Blaskapelle präsentierte auch Moschs zahlreiche Erfolgstitel wie „Rauschende Birken“, „Egerland Heimatland“ und „Fuchsgraben Polka“ in voller Länge – und selbstverständlich alles live.

„Schön, dass sie auch mit Gesang arbeiten. Das sorgt für mehr Abwechslung im Programm“, äußerte sich ein kapellenbegeisterter Besucher in der Pause, kurz nachdem Sänger Siegfried Dam­meier beim „Kleinen Grammophon“ erstmals auf die Bühne trat und die Blasmusik unterstützte. Dirigent und musikalischer Leiter Markus Schröer erwies sich als wahres Multitalent mit vollem Körpereinsatz und viel Enthusiasmus: Beim Dirigieren vermochte er es, zugleich mit den Musikern zu scherzen, das Publikum zum Klatschen oder Schunkeln aufzufordern und gab sogar einmal seine Pfeifkünste zum Besten.

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