CDU-Stadtverband Höxter will schnellen B64-Ausbau
„Störfeuer sind Katastrophe“

Höxter (thö). Der Höxteraner CDU-Stadtverband will sich mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass der Neubau der Bundesstraße 64 zwischen Hembsen und Höxter vorangetrieben und umgesetzt wird. Das hat Stadtverbandsvorsitzender Georg Moritz bei einer Pressekonferenz deutlich gemacht.

Samstag, 04.01.2020, 06:00 Uhr
So soll die neue B64 in einer Visualisierung aussehen. Foto: Straßen NRW

„Die Störfeuer, die jetzt von den Umweltverbänden und den Grünen kommen, sind eine unvorstellbare Katastrophe“, sagte Moritz. Es sei ihm völlig unverständlich, wie dieses Projekt torpediert werden könne. Den Menschen in Godelheim und Ottbergen, die derzeit unter dem Durchgangsverkehr leiden, sei eine solche Position nicht vermittelbar.

Umweltverbände wollen klagen

Wie berichtet, hatten Umweltverbände nach einem Erörterungstermin angekündigt, gegen einen Planfeststellungsbeschluss klagen zu wollen. Sie schlagen eine alternative Trassenführung vor, die die Planungen nach Einschätzung von Moritz aber um Jahre zurückwerfen würde.

Der Kreistag hatte daraufhin eine Resolution verabschiedet und sich mit den Stimmen von fünf Fraktionen für den Lückenschluss positioniert. Nur die Grünen stimmten dagegen. „Wir zweifeln den Bedarf für diesen Straßenneubau an, weil die aktuellen Verkehrszählungen keinen Anstieg des Verkehrs darstellen und weil die B64neu nur mehr Verkehr erzeugt“, sagte Martina Denkner vor drei Wochen im Kreistag.

Kommentare

Berno Schlanstedt  wrote: 06.01.2020 13:54
Wir bitten zu differenzieren ...
Ich möchte darauf hinweisen, dass Frau Denker sich im Kreistag als "Grüne" der diesbezüglichen Kreistagsfraktion zu diesem Thema geäußert hat, allerdings nicht Mitglied des Stadtverbandes Höxter von "Bündnis90/die Grünen" ist. Ihre Äußerung ist weder mit dem Stadtverband abgesprochen, noch entspricht sie den diesbezüglichen Verlautbarungen des Stadtverbandes Höxter von Bündnis90/ die Grünen. Es äußerst unglücklich, dass auch in dieser Debatte offensichtlich Niemand Interesse an der Meinung der "Betroffenen" hat, sondern der Öffentlichkeit der Aufreger über "die Grünen" als Thema ausreicht.
Der Stadtverband Höxter von Bündnis90/die Grünen ist an einer möglichst schnellen, mit allen Betroffenen einvernehmlich abgestimmten Lösung, die die größtmögliche Rücksicht auf die besondere ökologische Situation des Taubenborns nimmt, interessiert. Die schnellstmögliche Umsetzung des Neubaus der B64 als Entlastung für die direkten Anwohner, hält auch der Stadtverband Höxter für richtig und erstrebenswert.

Berno Schlanstedt
Vorsitzender des Stadtverbandes Bündnis90/die Grünen
Klaus - Dieter Leßmann  wrote: 04.01.2020 19:46
Klaus - Dieter Leßmann Sprecher der BI „pro B64/83“
Mehr als 3 Millionen € wurden in das „Kammolchhotel“ und das „Naherholungsgebiet für Schlingnattern“ investiert.
Das wurde gemacht, um diese gefährdeten Arten in der Tierwelt zu schützen.

Nun bin ich aber der Auffassung, dass es an der Zeit ist, ohne ein weiteres wenn und aber, die Menschen in Godelheim und Ottbergen nach knapp 90 Jahren der Planung zu entlasten.

Die Umweltverbände sollten sich schämen, nach derartigen Investitionen in den Tierschutz, jetzt noch weiter den Bau der Straße aus rein prinzipiellen Beweggründen zu verzögern!

Wenn die Vorsitzende der Grünen die Zustimmung der Resolution des Kreistages verweigert, weil sie glaubt, dass die Verkehrszahlen deutlich geringer sind, so darf Sie mich gerne anrufen und ich werden Ihr für eine Woche einen entspannten Schafplatz an der B 64 organisieren.

Wer, als hier ansässiger Politiker, jetzt noch, nach den Investitionen, gegen den zügigen Bau dieses Lückenschlusses ist, sollte seine Haltung bei den nächsten Kommunalwahlen deutlich zu spüren bekommen.
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