Nach Fällen in Höxter: Bundesbank ist das Phänomen bekannt Theatergeld seit einem halben Jahr im Umlauf

Höxter (WB/dpa). Das zuletzt in Höxter aufgetauchte Filmgeld als Falschgeld ist der Bundesbank in Frankfurt bereits seit Längerem bekannt: „Seit Mitte des Jahres ist festzustellen, dass Personen vermehrt mit Spielgeld, sogenanntem ‚Movie Money‘ Zahlungen begleichen“, sagt Sven Bertelmann, Leiter des Nationalen Analysezentrums der Bundesbank für Falschgeld und beschädigtes Bargeld.

Theatergeldscheine sind in Höxter in Umlauf geraten.
Theatergeldscheine sind in Höxter in Umlauf geraten. Foto: Polizei Höxter

Wie berichtet, waren im Kreis Höxter in der vergangenen Woche fast 100 unechte Zehn-Euro-Scheine an einem Parkplatz in der Hennekenstraße und im Parkhaus Bachstraße aufgetaucht. Außerdem meldete sich eine 55-Jährige, die bei einem Verkauf über eine Kleinanzeige einen unechten Schein bekommen hatte. Zudem wurden in einer Schule in Bad Driburg weitere unechte Geldscheine sichergestellt. Auch in einem Verbrauchermarkt in Höxter hat die Polizei zwei falsche 20-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen. Ähnliche Fälle gab es in Essen, Wuppertal und Mühlheim.

Theater-Geld ist Falschgeld

Die heimischen Banken ordnen das Theater-Geld als Falschgeld ein. „Allerdings trägt es den Aufdruck ‚Prop Copy‘“, sagt Sylvia Hacker, Sprecherin der Verbund-Volksbank. In den vergangenen Monaten habe das Geldinstitut nur wenige Falschgeld-Fälle registriert. Die Mitarbeiter seien in der Falschgelderkennung umfassend geschult. „Zudem sind unsere Notenzähler entsprechend ausgerüstet, um Falschgeld zu erkennen. Die gefälschten Banknoten werden von uns einbehalten und direkt zur abschließenden Prüfung an die Bundesbank weitergeleitet“, so die Sprecherin.

Spielgeld leicht zu erkennen

Die Bundesbank ist für „Begutachtung und Verwahrung“ der sogenannten Blüten zuständig. Bundesbank-Experte Bertelmann verwies nochmals darauf, dass das Spielgeld – alleine durch den Aufdruck – leicht zu erkennen sei: „Generell gilt, dass bei einer Prüfung von Banknoten nach dem Prinzip ‚Fühlen-Sehen-Kippen‘ alle Fälschungen erkennbar sind.“

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