In Westfalen haben Kunden abgestimmt – Künstler malt Höxter-Motiv für „süßen Kalender“ Café Pammel ist Konditorei des Jahres

Höxter (WB). Sie sind selbst zwei „Nachkatzen“ und freuen sich bereits über das wohl schönste Weihnachtsgeschenk, das die Kunden ihnen machen konnten: Das neue Leitungsduo Grit Weitz und Wieland Funk (Inhaber) vom Café Pammel in Höxter ist stolz auf den neuen Titel „Die Westfälische Konditorei des Jahres“.

Von Harald Iding
Sie lassen sich den begehrten Titel „schmecken“: Grit Weitz und Wieland Funk, beide erfahrene Konditormeister, haben erst im August das Café Pammel übernommen – und mit ihrer Qualität und Firmenphilosophie bereits den ersten Platz belegt.
Sie lassen sich den begehrten Titel „schmecken“: Grit Weitz und Wieland Funk, beide erfahrene Konditormeister, haben erst im August das Café Pammel übernommen – und mit ihrer Qualität und Firmenphilosophie bereits den ersten Platz belegt. Foto: Harald Iding

Sie konnten sich bei einer in ganz Westfalen organisierten Kundenabstimmung über das Fachmagazin „Westfalium“ den ersten Platz bei dem Wettbewerb ­sichern – noch vor so renommierten Betrieben wie die „Nascherei“ in Minden und das „Café Molitor“ in Menden (1942 gegründet). Auch das angestammte „Café Heyse“ aus Bad Driburg gehörte zu den Unternehmen, die sich 2019 beteiligten. Bereits zum fünften Mal haben die Konditoren und das Fachmagazin die Kunden gefragt, wo sie am liebsten Kuchen, handgemachte Schokolade und Eis sowie andere süße Verführungen genießen. Westfalium-Herausgeber Dr. Wienand Geuking sagte: „Die Resonanz war wieder enorm.“ Fast 2200 Stimmen seien abgegeben worden, 900 hätten online gewählt und rund 1300 Teilnehmer einen der in den Betrieben ausliegenden Stimmzettel ausgefüllt.

Wolfgang Göllner (57) aus Höxter-Ovenhausen hat das Titelmotiv des neuen Adventskalenders (gefüllt mit Pralinen) gemalt. Foto: Harald Iding

Den Höxteranern, die sich zum ersten Mal dem Votum stellten, gelang das fast Unmögliche: „Wir haben es gleich auf den ersten Platz geschafft – auch dank der mehr als 600 Stimmen, die dafür abgegeben worden sind“, betont das Paar Grit Weitz und Wieland Funk. „Dieser Preis ist unserem ganzen Team mit 24 Mitarbeitern zu verdanken. So ein anspruchsvoller Betrieb ist wie ein großes Uhrwerk – das Räderwerk muss laufen und zueinander passen. Das reicht von der Produktion, dem Service und Verkauf bis zur Spülküche. Jeder einzelne Mitarbeiter steht für den Erfolg“, betont die 35-jährige Grit Weitz. Die jungen Chefs sind ein eingespieltes Team, beruflich wie privat – und das seit Jahren. „Jeder von uns kennt die Stärken und die Schwächen des anderen. Darin liegt auch das Geheimnis. Wir ergänzen uns einfach perfekt“, sagt die Konditormeisterin, die wie ihr Partner schon in Sterne-Küchen gearbeitet hat und den hohen Anspruch an die eigene Qualität kennt. „Wir haben an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Da braucht man viel Kraft, Mut und Ausdauer“, ergänzt Wieland Funk (33), der sich freut, dass der Wechsel in der Leitung des Cafés so konstruktiv und harmonisch verlaufen sei.

Mehr als 40 eigene Torten

Mehr als 40 handgefertigte Konfitüren und genauso viele Torten gehören zum riesigen Repertoire der beiden Handwerksmeister, die aktuell noch täglich mit einem eigenen Stand und dem berühmten „Hexenpunsch“ auf dem Höxteraner Weihnachtsmarkt vertreten sind. Als die „Neuen“ zum 1. August das traditionelle Unternehmen in der Marktstraße übernahmen (wir berichteten), wollten sie zunächst abwarten, was die Kunden von ihnen wünschen und wie sie sich einleben. „Inzwischen können wir unsere Handschrift bei den Produkten einbringen – und die Umsetzung kommt bei den Gästen sehr gut an“, betonen Weitz und Funk. Im exklusiven Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT verraten sie: „Noch weiß hier keiner von dem Westfalen­Titel. Wir wollen damit alle überraschen. Es ist eine wunderbare Auszeichnung, die uns motiviert, weiter unseren Weg zu gehen und auf höchste Qualität und die ­besten Zutaten zu setzen.“

Und sie gehen auch in der Außendarstellung (Marketing) neue Wege. „Wir haben in enger Zusammenarbeit mit dem heimischen Künstler Wolfgang Göllner erstmalig einen Adventskalender in limitierter Auflage (250 Stück) aufgelegt, den wir mit jeweils 24 Pralinen bestückt haben. Das Interesse daran ist groß.“

Das Titelbild zeigt einer der schönsten Ansichten der Weserstadt: die Dechanei sowie weitere historische Fachwerkgebäude.

Das preisgekrönte Café Pammel ist in der Höxteraner Innenstadt zu finden. Foto: Harald Iding

Wolfgang Göllner aus Ovenhausen (seit 25 Jahren als Maler freiberuflich tätig) findet die Kooperation unter der Idee „Kunst trifft Kuchen“ ideal. „Das ist auch ein Stück Heimat“, sagt er. So findet seine Kunst in großer Zahl direkt den Zugang zu den Menschen in der Region. „Kunst lebt doch vom Austausch – und ich habe mit Begeisterung das Titelbild als Werk in Acrylfarben gemalt!“

Im Winter 2020 soll es eine Fortsetzung davon geben. Und vielleicht gibt es ja auch eine Wiederholung beim Westfalen-Titel.

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