Eltern danken Kinderkrankenschwestern und Ärzten für ihre Arbeit Frühchen Ben lebt

Höxter/Beverungen (WB). Es war mitten in der Nacht, als bei Simone Gobrecht plötzlich Blutungen einsetzten. Dass ihr Sohn Ben noch in dieser Nacht auf die Welt kommen wird, hätte die 32-Jährige aus Beverungen zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehalten.

Freuen sich über die besondere Auszeichnung (von links): Monika Grimm, Nadine Neumann (beide Kinderkrankenschwester), Oberärztin Evgenya Branimirova Kostova-Ilieva, Tim Gobrecht mit Mia und Simone Gobrecht mit Ben.
Freuen sich über die besondere Auszeichnung (von links): Monika Grimm, Nadine Neumann (beide Kinderkrankenschwester), Oberärztin Evgenya Branimirova Kostova-Ilieva, Tim Gobrecht mit Mia und Simone Gobrecht mit Ben. Foto: Katholische Hospitalvereinigung

Um sich für das Engagement der Krankenschwestern und Ärzte der Kinderintensivstation am St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter zu bedanken, hat sich Simone Gobrecht gemeinsam mit ihrem Mann Tim etwas Besonderes einfallen lassen.

Acht Wochen zu früh

Sie war erst in der 32. Schwangerschaftswoche. Die Plazenta hatte sich vorzeitig abgelöst – diese ist für die Versorgung des ungeborenen Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig. Somit musste Simone Gobrechts Sohn knapp acht Wochen früher auf die Welt geholt werden – per Notkaiserschnitt. »Nach der Entbindung zeigte Ben Anpassungsstörungen und hatte Schwierigkeiten mit der Atmung«, erinnert sich Firooz Ahmadi, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin.

Das Baby wog bei seiner Geburt am 14. August nur 2380 Gramm und war 47 Zentimeter groß. Ben musste beim Atmen unterstützt und immer wieder zusätzlich mit Sauerstoff versorgt werden. Auch stabilisierten die Kinderkrankenschwestern seinen Herz-Kreislauf regelmäßig mit Medikamenten.

Dreieinhalb Wochen auf der Kinderintensivstation

Die ersten dreieinhalb Wochen seines Lebens verbrachte der kleine Patient auf der Kinderintensivstation des Krankenhauses. »Die ersten Tage waren sehr kritisch und wir machten uns große Sorgen«, erinnert sich Tim Gobrecht (35) und lobt die »ausgezeichnete Arbeit« der Ärzte und Kinderkrankenschwestern. Mit 2860 Gramm verließ der kleine Patient am 5. September das Krankenhaus.

Als Anerkennung ihrer Leistung überreichte das Ehepaar Gobrecht dem Team neben einem großen Geschenkekorb einen extra angefertigten Pokal aus Glas. Für Firooz Ahmadi ist das keine Selbstverständlichkeit: »Dafür möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken«, sagt Ahmadi. Etwa 1000 Babys kommen jährlich im St.-Ansgar-Krankenhaus zur Welt. Davon werden zehn Prozent vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren.

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