Ein Kommentar zu Höxters Entwicklung Höxter kann das schaffen

Weiter, weiter, immer weiter: Höxter will mehr. Höxter will attraktiv sein. Höxter will sich zukunftsorientiert aufstellen. Höxter will seinen Bürgern mehr als das Gewöhnliche bieten und der demografischen Entwicklung entgegenwirken. Der Aufbruch zu neuen Ufern, welcher vor drei Jahren aus einer euphorischen Grundstimmung und einem Haushalts-Plus resultierte, hat trotz verständlicher Rückschläge und immer wieder aufkommender Bedenken erheblich an Fahrt aufgenommen.

Von Jürgen Drüke
Das Hallenbad ist im Bau.
Das Hallenbad ist im Bau. Foto: Marius Thöne

Weiter, weiter, immer weiter: Der Druck auf den Returnknopf wäre für jede einzelne Maßnahme fatal. Die ersten Projekte sind abgeschlossen: Das neue (alte) Freibad ist im Sommer eröffnet worden. Der Bau des Hallenbades läuft auf Hochtouren, die Höxteraner Innenstadt hat deutlich an Attraktivität gewonnen. Nach 15 Monaten Bauzeit präsentiert sich die Sporthalle im Schulzentrum an der Realschule, 450.000 Euro hat die Stadt Höxter allein in dieses Projekt investiert, seit Sommer rundum erneuert. Die idyllische und schmucke Kleinstadt an der Weser hat sich in den vergangenen drei Jahren bis an ihre Grenzen gefordert, gefördert und mitunter auch gequält.

Doppelter Haushalt

Weiter, weiter, immer weiter: 2020 und 2021 soll der Kurs mit hoher Geschwindigkeit fortgesetzt werden. Die Verwaltung ermöglicht in ihren doppelten Haushaltsplanungen, was die Politik einst mit Mehrheit beschlossen und eingefordert hat. Bäder, Medienentwicklung, Sportstättenkonzept und Landesgartenschau sind noch lange nicht abgeschlossen.

Weiter, weiter, immer weiter: Dabei bedeuten die unkalkulierbaren und unvorhersehbaren Belastungen auch ein Risiko. Der dramatische Einbruch von Gewerbesteuereinnahmen war so nicht abzusehen. Die drastische Erhöhung der Kreisumlage war angesichts der Herausforderungen und Projekte insbesondere für Höxter ein Schlag ins berühmte Kontor.

Höxter ist mittendrin

Weiter, weiter, immer weiter: Höxter ist noch lange nicht fertig. Höxter ist mittendrin. Die Kreisstadt und die Ortschaften drumherum sollten nun nicht zurückschalten. Denn der tiefe Fall in eine Haushaltssicherung würde fast alle Baustellen und Projekte bis hin zur Landesgartenschau stoppen. Höxter ist in die Offensive gegangen und kommt an Steuererhöhungen nicht vorbei. Diese mögen von Kritikern als buchhalterische Tricks ausgemacht werden, sie sind in der aktuellen Situation neben aller Tatkraft das einzig probate Mittel, um den eingeschlagenen Kurs fortzuführen. Die Erhöhungen, der Stadtkämmerer hat es an einem Beispiel eindrucksvoll veranschaulicht, sind moderat. 35 Euro mehr Grundsteuer B im ersten und 55 Euro mehr im zweiten Jahr dürften einen Hausbesitzer nicht aus der Bahn werfen.

Mehr Wir-Gefühl gefragt

Weiter, weiter immer weiter: Höxter benötigt nun noch mehr als jemals zuvor das Wir-Gefühl. Höxter braucht Menschen, die vorangehen. Höxter setzt auf Motivatoren und Multiplikatoren. Die Vereine, die Wirtschaft, die Schulen, die Kommunalpolitiker, die Kirchen und Institutionen. Die Bürger von Höxter können es trotz der Defizite in den Haushalten für 2020 und 2021 gemeinsam stemmen. Höxter besitzt auch keine andere Wahl.

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