Lüchtringer Godehard Christoph kritisiert Maßnahme auf Parkfläche an Grundschule
Festplatz wird nur oberflächlich saniert

Höxter-Lüchtringen (WB). Etwa 20 Jahre haben die Lüchtringer darauf gewartet, dass die Stadt Höxter ihren Festplatz, der das ganze Jahr über als Parkplatz genutzt wird, saniert. Jetzt ist es endlich so weit – doch das »Wie« sei alles andere als zufriedenstellend, betont SPD-Ratsherr Godehard Christoph: Er fordert einen Stopp der oberflächlichen Maßnahme und eine Umsetzung, die Sicherheit auf Jahrzehnte gewährleistet.

Freitag, 08.11.2019, 04:42 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 05:00 Uhr
Hier soll eine Ablaufrinne entstehen: Godehard Christoph kritisiert, dass sich unter der Asphaltschicht nur Lehm und Ton befinden – das sei instabil. Foto: Dennis Pape

»Seit fast 20 Jahren wartet die Ortschaft auf die Sanierung der 625 Quadratmeter großen Fläche, die einmal im Jahr als Festplatz und ansonsten als wichtiger Parkplatz für die Grundschule, die Turnhallen, das Schützenhaus und den Kindergarten genutzt wird. Schlaglöcher füllen sich mit Wasser oder im Winter mit Eis – das ist gefährlich. Die Sanierung wurde Jahr für Jahr im Ortsausschuss einstimmig beschlossen und von der Verwaltung immer für das Folgejahr versprochen«, erzählt Godehard Christoph.

Dann der vermeintliche Durchbruch: Auf Antrag der SPD wurden 100.000 Euro für die Maßnahme in den Haushalt eingestellt – »und der Haushalt ist mit eben diesen 100.000 Euro für eine grundlegende Sanierung verabschiedet worden«, berichtet Christoph: »Die von Baudezernentin Claudia Koch angestrebte Förderung von 65 Prozent der Kosten im Landesprogramm ›Dorferneuerung‹ kam nicht zustande und dennoch sind wir in Lüchtringen alle von einer zügigen und gründlichen Umsetzung ausgegangen – immerhin ist das von der Politik so beschlossen worden.« Dies habe Claudia Koch ihm und weiteren Ortsausschussmitgliedern auf Anfrage auch noch einmal bestätigt.

Kein frostsicherer Unterbau

Seit Mittwoch wird nun wirklich auf dem Parkplatz in Lüchtringen gearbeitet – dort soll jedoch lediglich eine neue Mittelrinne eingebaut und der Asphalt oberflächlich erneuert werden. Kostenrahmen laut Stadtverwaltung: etwa 26.000 Euro. Das wiederum ist Godehard Christoph zu wenig, wie er betont: »Angeblich stünden der Stadt nur noch maximal 35.000 für die Maßnahme zur Verfügung. Das, was jetzt hier passiert, ist aber lediglich Kosmetik.

Unter der Asphaltschicht befinden sich lediglich Lehm und Ton. Es gibt keinen frostsicheren Unterbau – deshalb wird es unter Garantie in ein paar Jahren Aufbrüche geben. Ich fordere einen sofortigen Baustopp und eine anschließende gründliche Maßnahme – so wie es der Rat beschlossen hat«, sagt Godehard Christoph und fügt an: »Jetzt haben wir so lange gewartet. Wenn alles bis zum Schützenfest im nächsten Jahr abgeschlossen ist, wäre das auch noch okay – aber dann doch bitte vernünftig und nicht nur oberflächlich.«

Nach einem Treffen vor Ort hat das WESTFALEN-BLATT am Donnerstag bei der Stadtverwaltung nachgefragt, warum die Maßnahme von 100.000 Euro auf 26.000 Euro Kosteneinsatz »geschrumpft« ist. Sprecher Sebastian Vogt sagte: »Es wäre eine unnötige Geldausgabe. Die 100.000 Euro wurden eingestellt, weil wir zunächst von einer komplett neuen Ableitung ausgehen mussten. Die Maßnahme wird den Platz für Jahrzehnte verbessern.« Christoph meint dazu: »Das hält nicht lange. Lüchtringen und die anderen Ortschaften sind nicht nur ein Anhängsel der Kernstadt. Auch hier muss investiert werden.«

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