Stadt Höxter plant Gebührenerhöhung für ebenerdige Flächen, Parkhaus und Tiefgarage
Parken soll teurer werden

Höxter (WB). Das Parken auf öffentlich bewirtschafteten Flächen in Höxter soll teurer werden – das wird am kommenden Montag im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert. Erhöht werden sollen die Parkgebühren auf ebenerdigen Parkplätzen sowie im Parkhaus und der Tiefgarage an der Uferstraße zum 1. Februar 2020.

Mittwoch, 06.11.2019, 06:12 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 06:20 Uhr
Auch am Berliner Platz in Höxter soll das Parken in Zukunft teurer werden. Foto: Dennis Pape

Am Dienstagnachmittag irrten einmal mehr Autofahrer auf dem Berliner Platz von einem Parkscheinautomat zum anderen – denn beide waren außer Betrieb, weil ein Defekt erst am Donnerstag behoben wird und der andere Automat abermals mutwillig verstopft worden ist. Zahlen konnte bis etwa 14.30 Uhr niemand, geparkt wurde trotzdem. Umsonst wird das auf dem Berliner Platz und anderswo nach dem Willen der Stadt aber in Zukunft niemand tun – im Gegenteil: Parken soll teurer werden.

Höhere Gebühren oder mehr kostenpflichtige Parkplätze

Nach Auskunft der Verwaltung seien die Parkgebühren zuletzt 2011 im Haushaltssicherungskonzept erhöht worden. In diesem Jahr sei die Parkraumbewirtschaftung erneut geprüft worden. Das Ergebnis: Um mehr Geld einzunehmen, müssten entweder die Parkgebühren angehoben oder mehr Parkflächen als gebührenpflichtig ausgewiesen werden.

Die Stadt sehe die erste Variante als sinnvoller an und habe laut Vorlage »die Akzeptanz der Nutzer ebenso berücksichtigt wie die Tarife in den Städten im Umfeld«. Neu eingeführt werden sollen Monatskarten am Berliner Platz für Mitarbeiter von Firmen und Verwaltungen – bei einer Mindestabnahme von 15 Parkausweisen soll diese Monatskarte dann 20 statt 30 Euro kosten. Der Kreis hatte diese Option ins Spiel gebracht.

Mit den für den Finanzausschuss vorgeschlagenen angepassten Tarifen erhofft sich die Stadt Mehreinnahmen von 32.000 Euro bei Parkscheinautomaten sowie von 88.000 Euro bei der Nutzung von Parkhaus und Tiefgarage Uferstraße.

Parkhaus und Tiefgarage

Im Parkhaus soll jede angefangene halbe Stunde ab Februar 45 Cent statt zuvor 35 Cent kosten. Der Preis für den Monatsparkausweis beläuft sich auf 50 Euro (bislang 45 Euro). Auch jede angefangene halbe Stunde in der Tiefgarage Uferstraße soll fortan 45 statt 35 Cent kosten, der Preis für einen Monatsparkausweis wird dann ebenfalls um fünf Euro auf 50 Euro angehoben. Der Verlust der Barcodekarte kostet laut Planung neun statt bisher sieben Euro, ein Tagesparkberechtigungsschein fünf statt zuvor 3,50 Euro.

Ebenerdiger Bereich

Ausgenommen von der geplanten Erhöhung im ebenerdigen Bereich ist die Freizeitanlage Godelheim, für die eine andere Art der Anpassung vorgesehen ist. Für alle weiteren kostenpflichtigen ebenerdigen Flächen gilt eine Erhöhung von 60 auf 80 Cent pro Stunde – die Mindestgebühr beträgt zehn Cent.

Für den Berliner Platz mit 165 Parkplätzen sollen ab Februar 2020 folgende Gebühren gelten: Halbtagesausweise (fünf Stunden) kosten 2,50 statt bisher zwei Euro, Tagesausweise (zehn Stunden) werden von 3,50 auf 4,50 Euro erhöht. Eine Wochenkarte soll dann 14 statt bisher zwölf Euro und eine Monatskarte 30 statt bisher 28 Euro kosten.

Freizeitanlage Godelheim

In der Freizeitanlage gibt es derzeit eine Staffelung der Parkgebühren, die sich laut Stadt jedoch nicht bewährt habe – da die Beträge immer passend entrichtet werden müssen. Dies führe immer wieder zu Beschwerden von Gästen, die kein passendes Kleingeld oder eine EC-Karte dabei haben.

Geplant ist nun ein linear steigendes Gebührenmodell – dadurch soll eine flexiblere Zeiteinteilung für die Nutzer möglich werden. Bei einer Parkzeit bis zu einer Stunde gilt die Mindestgebühr von 1,50 Euro, jede weitere halbe Stunde kostet 75 Cent. Bei einer Parkzeit ab fünf Stunden gilt der Tagesausweis für sieben Euro.

Kommentare

Dieter  wrote: 06.11.2019 14:50
Falscher Weg
Das ist ein falscher Weg. So wird bald noch weniger in der Stadt los sein.
Eine traurige Entwicklung...
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