Brakel bleibt Hauptstandort der Unfallchirurgie – mehr Flexibilität im Krankenhaus Höxter
Jostes: »Kein Patient wird weggeschickt«

Höxter (WB). Brakel bleibt Hauptstandort der Unfallchirurgie der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge. KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes wies gegenüber dem WESTFALEN-BLATT »Hurra-Meldungen« in sozialen Netzwerken und Medien zurück, die neue Geschäftsführung wolle die Unfallchirurgie nach Druck und Protesten von Brakel nach Höxter zurückverlegen.

Dienstag, 08.10.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 18:44 Uhr
Das St.-Ansgar-Krankenhaus in Höxter.

Jostes sagte, dass die Patientenzahl in Brakel stark gesteigert worden sei. Der Geschäftsführer unterstrich auch, dass die KHWE weder in Höxter noch in Bad Driburg seit längerer Zeit unfallchirurgische Patienten wegschicke. Wohl sei es in den ersten Monaten nach dem Umzug der Unfallchirurgie von Höxter nach Brakel zu harten Fällen gekommen, wo Menschen generell von Höxter nach Brakel geschickt worden seien. Das werde aber schon länger sehr viel flexibler gehandhabt.

KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes.

KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes. Foto: WB

Anfang 2017 hatte die KHWE im Rahmen eines Umstrukturierungspaketes den Standort Brakel als Hauptbehandlungskrankenhaus für die Unfallchirurgie festgelegt und damit Höxter geschwächt. Dagegen gab es Demonstrationen in Höxter, Protestbriefe und eine kontroverse Kreistagsdebatte. Christian Jostes möchte in dieser Frage offener sein und Druck rausnehmen. Er orientiere sich am Wohl und Bedarf der Patienten. Die Menschen müssten medizinisch gut versorgt werden.

Härte sei nicht seine Philosophie, vielmehr möchte er an zwei Standorten ein unfallchirurgisches Angebot anbieten, jedoch nicht zu Lasten von Brakel. »Wir überprüfen die Zahlen ständig, und ich schließe nicht aus, dass man die Unfallchirurgie in Höxter zukünftig möglicherweise noch weiterentwickelt. Im Krankenhausbereich ist in den nächsten Jahren sicher noch viel Bewegung drin.« Dass die Zahlen bei der Unfallchirurgie in Höxter anstiegen, aber nicht auf Kosten Brakels, das sei doch erfreulich. Auch der neue Unfallchirurgie-Chefarzt komme gut an. Frank Blömker ist seit 1. April 2018 Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie der KHWE.

2018 gab es in Brakel 10.248 ambulante und 897 stationäre Unfallchirurgie-Patienten, in Höxter 5.700 ambulante und 306 stationäre. An den Standorten Höxter, Brakel und Bad Driburg gibt es eine ambulante Versorgung nach Arbeitsunfällen (stationär nur in Brakel). Ein Facharzt ist in der Woche von 8 bis 18 Uhr vor Ort.

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