Zusätzliche Züge auf der Eggebahn sollen ab Ende 2020 rollen Halbstunden-Takt kommt

Höxter (WB). Der Halbstunden-Takt auf der Eggebahn kommt. Voraussichtlich schon Ende 2020 sollen die zusätzlichen Züge in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags zwischen Paderborn und Holzminden rollen.

Von Marius Thöne
Im Bahnhof Höxter soll künftig alle 30 Minuten ein Zug in Richtung Holzminden und in Richtung Paderborn halten. Wegen der Eingleisigkeit der Strecke kann ein exakter Halbstunden-Takt nicht eingehalten werden.
Im Bahnhof Höxter soll künftig alle 30 Minuten ein Zug in Richtung Holzminden und in Richtung Paderborn halten. Wegen der Eingleisigkeit der Strecke kann ein exakter Halbstunden-Takt nicht eingehalten werden. Foto: Harald Iding

Ein entsprechendes Konzept hat die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) am Dienstag beschlossen. Demnach ist vorgesehen, dass zwischen 6.30 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr alle 30 Minuten ein Zug kommt.

Aufgrund der schwierigen baulichen Situation auf der Strecke wird voraussichtlich kein exakter 30-Minuten-Takt fahrbar sein. Denkbar ist, dass zwischen Holzminden und Ottbergen die Züge wechselweise mit 20 oder 40 Minuten Zeitversetzung fahren. Im Abschnitt Ottbergen und Bad Driburg ein 25/35-Minuten-Takt.

Auf der eingleisigen Strecke zwischen Ottbergen und Holzminden können sich Züge kaum begegnen, weil es nur wenige Kreuzungsmöglichkeiten gibt. Vor allem am Haltepunkt Höxter Rathaus können die Triebwagen weder wenden noch kreuzen.

400.000 Euro Kosten pro Jahr

Aus diesem Grund spricht sich der NWL dafür aus, die Züge bis ins benachbarte Holzminden weiterfahren zu lassen. Zwischen beiden Stationen können sich dann im Betriebsbahnhof Höxter (Nähe Corvey) auf einem kurzen zweigleisigen Abschnitt Züge begegnen. Etwa 400.000 Euro wird der Ausbau des Bahnangebotes pro Jahr kosten.

Weitere 600.000 Euro werden dann zur Landesgartenschau 2023 fällig. Dann sollen den ganzen Tag über Extra-Züge fahren. Die Organisatoren kalkulieren mit etwa 3000 bis 9000 Besuchern pro Tag, von denen ein Großteil auf der Schiene anreisen soll.

Der CDU-Landtagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Matthias Goeken sprach am Dienstag von einem Meilenstein und einem guten Zeichen. Das Bahnangebot im Kreis Höxter könne durch die Taktverdichtung erheblich ausgeweitet werden. »Ich freue mich, dass der NWL die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt hat.« Im nächsten Schritt müssten die Züge beschafft werden. Diese könnten möglicherweise von einem anderen Linienbündel übernommen werden.

Goeken hofft, dass bis 2023 auf niedersächsischer Seite ein Begegnungsgleis bei Bevern fertig gestellt ist, so dass auch zwischen Holzminden und Kreiensen eine Taktverdichtung möglich wird. »Hier ist aber zunächst ein Übergang von Zwei- auf Ein-Stundentakt vorgesehen.«

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