Stadt Höxter soll Forstwirtschaftlicher Vereinigung beitreten Holzverkauf wird neu geregelt

Höxter (WB/thö). Die Stadt Höxter will ihr Holz aus dem Stadtwald künftig über die Forstwirtschaftliche Vereinigung Hochstift (FWVH) vermarkten. Bisher kümmert sich das Regionalforstamt in Neuenheerse um den Holzverkauf. Weil das Kartellamt bei der Holzvermarktung mehr Wettbewerb fordert, ist das allerdings nur noch bis zum Jahresende möglich.

Derzeit fällt viel Sturm- und Käferholz in den Wäldern der Stadt Höxter an. Wenn die Politik zustimmt, soll künftig die Forstwirtschaftliche Vereinigung Hochstift die Vermarktung übernehmen. Die Stadt will ihr beitreten.
Derzeit fällt viel Sturm- und Käferholz in den Wäldern der Stadt Höxter an. Wenn die Politik zustimmt, soll künftig die Forstwirtschaftliche Vereinigung Hochstift die Vermarktung übernehmen. Die Stadt will ihr beitreten. Foto: dpa

Der Forstbetrieb der Stadt Höxter mit einer Betriebsfläche von 1380 Hektar wird eigenständig als Regiebetrieb geführt. Die Organisation gliedert sich in drei Bereiche, nämlich die Betriebsleitung (Strategische Führung), die Beförsterung (Betriebsvollzug mit Kulturanlage und -pflege, waldbauliche Maßnahmen, Holzeinschlag, Wegebau, Sicherung der Erholungsfunktion) und die Vermarktung des Holzes.

Betriebsleitungsvertrag läuft bis 2026

Während die Beförsterung städtische Mitarbeiter übernehmen, ist die Betriebsleitung eine Dienstleistung, die das Regionalforstamt Neuenheerse gegen Entgelt für die Stadt Höxter erbringt. Der aktuelle Betriebsleitungsvertrag hat noch eine Laufzeit bis Ende 2026. Auch der Holzverkauf aus dem Stadtwald Höxter erfolgte als Dienstleistung des Landesbetriebes für die Stadt Höxter. So darf das aus kartellrechtlichen Gründen aber nicht bleiben. »Die Stadt Höxter muss den Holzabsatz bis zum Jahresende neu regeln«, heißt es in einer Beschlussvorlage für den Bauausschuss in der kommenden Woche.

In der Stadtverwaltung wurden verschiedene Möglichkeiten eruiert. Dazu gehörten Eigenvermarktung, gemeinsame Vermarktung mit einem anderen Forstbetrieb, Anschluss an neu gebildete Verkaufsorganisationen oder die völlige organisatorische Neuorientierung und Auslagerung des städtischen Forstbetriebes an einen anderen Träger. »Gespräche mit in Frage kommenden Institutionen und auch vergleichbar großen kommunalen Forstbetrieben führten im Ergebnis dazu, dass sich das Modell herauskristallisiert hat, die Betriebsleitung beim Forstamt Hochstift zu belassen und die Beförsterung weiterhin mit eigenem Personal durchzuführen«, heißt es in der Vorlage weiter.

Neue Vermarktungsorganisation

Hinsichtlich des Holzverkaufs schlägt die Verwaltung vor, nicht allein am Markt zu agieren, auch nicht im Zusammenschluss mit einem anderen Betrieb, da angesichts der verfügbaren Erntemengen ein einzelner Betrieb nur geringe Marktgestaltungsmöglichkeiten besitzt. Als neue Vermarktungsorganisation hat sich die Forstwirtschaftliche Vereinigung Hochstift (FWVH) gebildet. Das sei ein wirtschaftlicher Verein, der die Interessen seiner Mitglieder an der Vermarktung ihrer forstwirtschaftlichen Erzeugnisse unterstützt. Diese wolle der Waldbauernholz-Genossenschaft Hellweg- Sauerland beitreten, die im gleichen Markt tätig ist.

Beide Institutionen hätten sich der Verwaltung und den Fraktionen vorstellt. Unter den in Frage kommenden Partnern stelle die Forstwirtschaftliche Vereinigung auch die günstigsten Konditionen. Für die Stadt Höxter würde ein Beitrittsentgelt in Höhe von drei Euro pro Hektar Fläche fällig sowie ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von 50 Cent pro Hektar. Für den Holzverkauf wird ein Preis von zwei Euro für alle Hölzer berechnet. »Die Kosten des Holzverkaufs werden bei diesen Konditionen gegenüber dem Status quo sinken«, teilt die Verwaltung den Ausschussmitgliedern mit.

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