Ausstellung im Glasgang des Stadthauses portraitiert Einwohner
Mit Höxter verbunden

Höxter (WB). »Wenn ich an Heimat denke, denke ich an Höxter«. Dieser Satz steht auf einer Infotafel neben dem Portrait von Slobodanka Arnold. Sie ist mit 18 Jahren aus Mazedonien nach Deutschland gekommen und lebt seit 39 Jahren in Höxter. Ihre Geschichte und ihre Verbundenheit zu Höxter sind derzeit im Glasgang des Stadthauses nachzulesen.

Mittwoch, 04.09.2019, 08:59 Uhr
Haben die Ausstellung »I love Höxter« im Glasgang des Stadthauses eröffnet: (von links) Bürgermeister Alexander Fischer, Annet Winklmair (Frauennetzwerk), Britta Bohr (Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Kreis Höxter), Martina Gittel (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Claudia Pelz-Weskamp (Gleichstellungsbeauftragte) und Slobodanka Arnold, die portraitiert wurde. Foto: Angelina Zander

Mehr als zehn Portraits schauen die Besucher der Ausstellung unter dem Motto »Wir sind Höxter – unsere Geschichten« erwartungsvoll an. Die Fotografierten wollen ihre Geschichte mit Interessierten teilen, ihren Weg nach Höxter darstellen und erläutern, was sie mit Höxter verbinden.

Es sind »Menschen, die geblieben, wiedergekommen oder zugezogen sind«, erklärt Bürgermeister Alexander Fischer während der Ausstellungseröffnung am Montag. »Sie haben sich bewusst für ein Leben im ländlichen Raum entschieden«, betonte er. Es sei zu beobachten, dass gerade im Alter der Wunsch aufkomme, zurück in die Heimat zu kommen.

Von Israel nach Höxter

Das kann verschiedene Gründe haben, wie das Beispiel einer Seniorin zeigt. Sie habe bis zu ihrer Pensionierung in Wiesbaden gewohnt, sich diesen Lebensstandard dann aber nicht mehr leisten können. 1996 kam sie deshalb nach Höxter, in die Nähe ihrer Schwester.

In die Stadt Höxter zurückgekommen ist Sylvia. »1974 in Höxter geboren, verbrachte ich dort eine glückliche Kindheit und Jugend – allerdings schon immer mit der Tendenz, meinen Horizont zu erweitern und die Welt kennenzulernen«, steht auf ihrem Schild in der Ausstellung. Sie ging nach Israel, wohnte in Dahab und kam einige Zeit nach der Geburt ihrer Tochter zurück nach Höxter. »Wohin denn sonst?!«, fragt sie.

Claudia Pelz-Weskamp, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter, fiel auf, dass fast alle Portraitierten eine Eigenschaft besonders an Höxter schätzen: »Die Natur direkt vor der Tür.« Alexander Fischer betonte darüber hinaus, dass in Höxter ein anderer Zusammenhalt herrsche, dass man aufgrund geringerer Immissionen gesünder lebe und dass Kinder hier sicher aufwachsen könnten. »Wir brauchen uns im ländlichen Raum nicht hinter den Städten verstecken.«

Eigene Erfahrungen teilen

Noch bis zum 16. September ist die Ausstellung »I love Höxter« im Glasgang zu sehen. Die Organisatoren kündigten am Montag an, auch die Besucher einbeziehen zu wollen. Jeder, der seine Geschichte ebenfalls teilen möchte oder bestimmte Erfahrungen mit Höxter verbindet, kann diese auf einen Zettel schreiben, um diesen dann zum Beispiel an einer Wäscheleine aufzuhängen.

Initiiert wurde die Ausstellung von den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Kreis Höxter, der Agentur für Arbeit Paderborn-Höxter und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband im Kreis Höxter. Die Verantwortlichen haben Menschen aus ihrem Bekanntenkreis angesprochen. Fotografiert wurden sie von Claudia Warneke.

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