110 Jahre Löschgruppe: 25 Wehren und Vereine im Umzug – Festakt am Schloss
Bruchhausen feiert seine Feuerwehr

Höxter-Bruchhausen (WB). So viele Löschgruppen treffen sonst nur bei großen Schadensereignissen zusammen. Doch am Wochenende gab es einen weitaus schöneren »Einsatz«-Grund für ein Beisammensein. Mit einem Feuerwehrfest hat die Bruchhäuser Löschgruppe ihr 110-jähriges Bestehen mit umliegenden Feuerwehren und Gästen gefeiert.

Montag, 02.09.2019, 19:19 Uhr
Die Löschgruppe Bruchhausen freut über das zahlreiche Erscheinen befreundeter Wehren und genießt ihr Jubiläumsfest. Fabian Knipping begrüßt hier Insgesamt 25 Löschgruppen, -züge und Vereine sowie zwei Spielmannszüge. Foto: Celine Niemann

Seit Kaisers Zeiten gibt es bereits eine Löschgruppe in Bruchhausen. 1909 erkannte man die Notwendigkeit einer Freiwilligen Feuerwehr für das Dorf. Zur Gründungsversammlung kamen 35 Mitglieder. Bis nach dem Ersten Weltkrieg musste die Wehr mit einer alten Handdruckspritze und mit Wassereimern die Brände bekämpfen.

Nach dem Krieg erhielt sie einen Tragkraftspritzenanhänger mit einer motorgetriebenen Feuerlöschkreiselpumpe, der von einem Traktor gezogen werden musste, berichtete die Wehrführung. Doch wenn kein Traktor zur Verfügung stand, musste der Anhänger mit bloßer Muskelkraft zum Einsatzort gezogen werden.

Mit dem VW-Bulli zum Einsatz

Das erste Einsatzfahrzeug war ein VW-Bulli, der 1983 in Dienst gestellt wurde. 2015 ersetzte ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik mit Wassertank das alte Tragkraftspritzenfahrzeug aus dem Jahr 1990. Das neue Logistikfahrzeug ist weltweit das Einzige seiner Art, da es als Prototyp gebaut worden war.

Feuerwehrjubiläum in Bruchhausen

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Bei dem noch heute genutzten Feuerwehrgerätehaus handelt es sich um ein ehemaliges Bauernhaus, das 1983 von der Stadt Höxter erworben wurde. 1983 und 1984 baute es die Löschgruppe Bruchhausen, größtenteils in Eigenleistung, zum Feuerwehrgerätehaus um.

Das davor genutzte Spritzenhaus ist noch erhalten und befindet sich in der Nähe zum heutigen Gerätehaus. »Die Ausrüstung und die Ausbildung der Feuerwehr wurden mit der Zeit immer besser«, erklärte der Leiter der Wehr, Unterbrandmeister Fabian Knipping, der von seinen Stellvertretern Daniel Böhner und Sven Krömeke unterstützt wird.

Festumzug mit 25 Gruppen

Heute wie damals vor 110 Jahren stehen in Bruchhausen aktive Feuerwehrmänner ehrenamtlich rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung bereit. Feuerwehrfrauen gibt es bislang noch nicht. »Für manche sind wir Helden oder Retter in der Not, doch es gibt auch Leute, für die sind wir Störenfriede, die nachts mit dem Martinshorn Lärm machen. Dabei sind wir bloß Menschen, die eins wollen: nämlich retten, löschen, bergen und schützen«, sagte Unterbrandmeister Fabian Knipping.

Der Bundestagsabgeordnete Christian Haase sprach der Feuerwehr beim Festakt am Schloss ein großes Verantwortungsgefühl für ihr ehrenamtliches Engagement zu. »Ohne Ehrenamtler läuft bei uns nichts im ländlichen Raum.«

Das Feuerwehrfest begann mit einem großen Festumzug mit Festtagsrede, zu dem 25 Löschgruppen, -züge und Vereine sowie die Spielmannszüge Ottbergen und Hembsen geladen waren. Während der Festansprache überreichte der Kreisbrandmeister Rudolf Lüke vom Verband der Deutschen Feuerwehren im Kreis Höxter der Löschgruppe eine Ehrenurkunde. »Dolce Vita« spielte dann beim Tanzabend im Dorfgemeinschaftshaus. Am Sonntagmorgen folgte ein Frühstück und Frühschoppen mit der Showeinlage »Pico Bello’s Verrückte Feuerwehr«.

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