Kreis Höxter kontrolliert Entsorgungsverhalten – auch Wertstoffbehälter im Visier
Rote Karte für die grüne Tonne

Nieheim/Höxter (WB/AZ). Für Plastikmüll in der Biotonne verteilt der Kreis Höxter ab August gelbe und rote Karten. Zwei Mitarbeiter sind damit beauftragt worden, in den kommenden Monaten die Biomülltonnen im Kreisgebiet zu kontrollieren.

Mittwoch, 14.08.2019, 09:34 Uhr aktualisiert: 14.08.2019, 09:52 Uhr
Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne. Trotzdem sind sie dort zu finden, wie hier in Bad Driburg. Foto: Kreis Höxter

Sei in einer Tonne beispielsweise nur eine Plastiktüte zu finden, werde sie mit einer gelben Karte beklebt, mit der die Besitzer aufgefordert werden, besser auf ihre Mülltrennung zu achten. Die Biotonne wird allerdings trotzdem geleert.

Ist fast alles in Plastik verpackt, ziehen die Kontrolleure die rote Karte. Die Folge: Die Tonne bleibt stehen und wird nicht entleert. Der Besitzer wird darüber mit der Karte informiert. Dieses Vorgehen hat der Abfallberater des Kreises Höxter, Nicolas Witschorek, im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert.

Hubertus Abraham ist beim Kreis Höxter für den Bereich Abfallsammlung und Abfallverwertung zuständig und erklärt, dass der Inhalt der betroffenen Tonnen von den Mitarbeitern fotografiert wird. Anschließend wird mithilfe des Barcodes eine Lokalisierung vorgenommen und die Informationen an den Kreis Höxter weitergegeben.

Biomüll in Plastiktüten verpackt

Falls Nachfragen zur nicht geleerten Biotonne kämen, könnte man den Betroffenen ein Foto zeigen und den Sachverhalt erklären. Diese Kontrollen sind gleichzeitig auch für die Wertstofftonne angesetzt, in der ebenfalls viele Stoffe zu finden sind, die eigentlich eine andere Entsorgung erfordern würden.

Nicolas Witschorek sei vor etwa zwei Wochen in Bad Driburg gewesen, um sich ein Bild vom Inhalt der Biomülltonnen zu machen. Das Entsorgungsunternehmen sei auf den Kreis zugekommen und habe um eine Kontrolle in einem bestimmten Bereich gebeten, erklärt er. Seine Funde dokumentierte er mit Bildern.

Darauf zu sehen: Zahlreiche handelsübliche Plastiktüten , die nicht dazu gedacht sind, darin Biomüll zu verpacken. Markus Gröne, Standortleiter des Kompostwerkes Nieheim-Oeynhausen meint, dass erst dadurch »der Groschen fällt«. Erst, wenn die Entsorgung nicht mehr reibungslos funktioniere, würden die Menschen umdenken.

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