Heinrich Sperling ist ausgebildeter Gärtner und Geschäftsführer der LGS
Von der Harke auf gelernt

Höxter (WB). Heinrich Sperling ist ein echter Fachmann, ein Experte für Landesgartenschauen. Zwölf Stück hat er in den vergangenen Jahrzehnten als Geschäftsführer betreut: Angefangen 1995 in Grevenbroich bis zu Kamp-Lintfort, wo die LGS im kommenden Jahr stattfindet. Mittlerweile ist er auch schon mit der Vorbereitung der Schau in Höxter befasst.

Freitag, 09.08.2019, 08:40 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 10:42 Uhr
Heinrich Sperling am Weserufer: Die Lage am Fluss mache die Gartenschaustadt Höxter besonders, auch die Integration des Welterbes Corvey sei einmalig. Derzeit läuft der Ideen-Wettbewerb für ein Gartenschaukonzept. Foto: Marius Thöne

Sperling führt gemeinsam mit Stadtbaudezernentin Claudia Koch die Geschäfte der Durchführungsgesellschaft der Höxteraner Gartenschau. Er ist bei der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege in NRW angestellt und darum bei jeder Gartenschau »quasi automatisch« als Geschäftsführer dabei. Höxter wird wahrscheinlich sein letzter Einsatzort vor dem Eintritt in den Ruhestand sein.

Heinrich Sperling hat sein Handwerk quasi von der Harke auf gelernt. Er ist ausgebildeter Gärtner und hat schließend Garten- und Landschaftsbau studiert. Sein Herz für Gartenschauen entdeckte er nach dem Studium, als er bei der Internationalen Gartenschau in München anheuerte. Anschließend war er an der Organisation von Bundesgartenschauen, beispielsweise in Düsseldorf (1987) und Dortmund (1991) betraut.

Dreiklang in Höxter einmalig

»Als die Bundesgartenschau in Cottbus vorbereitet werden sollte, habe ich umgesattelt und bin seitdem für die Landesgartenschauen in NRW zuständig«, erläutert Sperling, Vater von drei Töchtern, der in Essen lebt. Er sei durchaus heimatverbunden.

Es sei eine spannende Aufgabe in einem vordefinierten Zeitraum eine Gartenschau auf die Beine zu stellen, sagt Sperling. Höxter sei ein guter Ort für eine LGS. »Der Dreiklang von Innenstadt, Weser und Welterbe Corvey ist einmalig und bietet eine Menge Potenzial«, sagt der Geschäftsführer.

Aktuell laufe der Wettbewerb der Architektur- und Planungsbüros für die Gestaltung der Gartenschau. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres sollen die entsprechenden Entwürfe vorliegen. Dann kann eine endgültige Auswahl des Konzeptes erfolgen. »Dabei soll das Motto ›Wall, Weser, Welterbe‹ aber maßgeblich sein«, so Sperling.

Sorgen, dass die Lage Höxters am östlichen Rand Nordrhein-Westfalens Auswirkungen auf die Besucherzahlen hat, macht er sich nicht. »Wir liegen hier in einem Dreiländereck und hoffen natürlich auf viele Gäste aus Niedersachsen und Hessen«, sagt Sperling. Dazu soll auch dort für die LGS in Höxter geworben werden, unter anderem mit den Infomärkten, die in den Höxteraner Ortsteilen ebenso stattfinden wie in Boffzen und Holzminden.

Neue Mitarbeiterin für LGS eingestellt

Heinrich Sperling ist angetan von dem Engagement vieler Höxteraner für das Projekt in vier Jahren. Den Menschen werde immer stärker bewusst, dass eine Landesgartenschau gute Effekte haben kann. Bad Lippspringe habe auf diesem Weg sein Image vom in die Jahre gekommenen Kurort ablegen können.

Zudem sei eine Gartenschau immer auch ein Infrastrukturprogramm für die ausrichtenden Städte. Das Budget für Höxter liegt bei 11,5 Millionen Euro. Das Land NRW gibt sechs Millionen dazu, Höxter selbst muss 4,3 Millionen tragen. Der Rest kommt aus unterschiedlichen Fördertöpfen von Bund und Land.

Pia Schöning ist neue Pressesprecherin.

Pia Schöning ist neue Pressesprecherin. Foto: Marius Thöne

Dass es langsam ernst wird mit der LGS in Höxter zeigt auch, dass mit Pia Schöning (25) eine neue Mitarbeiterin angefangen hat. Sie ist für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie stammt aus Göttingen und hat nach dem Studium in Mainz ein journalistisches Volontariat absolviert. »Ich wollte wieder zurück in die Heimat«, begründet sie ihren Schritt, sich bei der Gartenschau zu bewerben. Sie wird sich auch um die Darstellung der LSG in den sozialen Medien und das Marketing der Gartenschau kümmern.

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