CDU-Abgeordneter Haase hat sich für das Forum Anja Niedringhaus in Höxter eingesetzt
Weitere 150.000 Euro vom Bund für Tilly-Haus

Höxter (WB/rob). Der Bund fördert Denkmalschutz in Höxter und Lippe mit 380.000 Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat gestern Fördermittel zur Sanierung von Kulturdenkmälern freigegeben. Das Tilly-Haus und damit damit ds Anja-Niedringhaus-Forum werden so unterstützt.

Mittwoch, 08.05.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 18:24 Uhr
In das Tilly-Haus in Höxters Westerbachstraße fließen Fördergelder, auch um dort das Forum für die ermordete Fotografin Anja Niedringhaus einzurichten. Foto: H. Iding

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Haase hatte sich als Mitglied des Haushaltsausschusses für die Förderung von Projekten aus seinem Wahlkreis Höxter-Lippe II eingesetzt. Im Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII werden drei Projekte gefördert: die Restaurierung der Orgel im Schloss Detmold (200.000 Euro), die Sanierung des Tilly-Haus in Höxter (150.000 Euro) und das Kloster St. Jakob in Warburg (29.000 Euro).

Christian Haase begrüßt, dass die Bundesregierung Finanzhilfen für den Erhalt von denkmalgeschützten Kirchen und Kulturbauten auch abseits der großen Metropolen zur Verfügung stellt: »Mir ist der Erhalt und die Pflege von Kulturdenkmälern in den Kreisen Lippe und Höxter wichtig. Sie sind von unschätzbarem Wert, um die Geschichte der Region lebendig zu halten und die Identität unserer Städte und Gemeinden zu bewahren.«

Das 1610 errichtete Tilly-Haus in Höxter ist Bestandteil der Adelshofanlage Heistermann von Ziehlberg. Die bereits fertiggestellten Gebäude der Anlage beinhalten Wohnungen und das überregional bekannte »Forum Jacob Pins Kunstverein e.V«. Das Tilly-Haus selbst steht seit 1973 leer und soll zukünftig eine Nutzung durch den Verein »Forum Anja Niedringhaus« erhalten. Für die Sanierung des Gebäudes nach denkmalpflegerischen Vorgaben steuert der Bund nun 150.000 Euro bei.

Das St. Jakob-Kloster hat die Geschichte und den Städtebau der Stadt Warburg laut Einschätzung von Christian Haase maßgeblich geprägt. Nach der Schließung der Dominikaner-Niederlassung im Jahre 1993 erwarb schließlich die syrisch-orthodoxe Kirche von Westfalen 1996 den Komplex.

Niedringhaus-Forum

Für das Tilly-Haus gibt es neben den gestern bereit gestellten 150.000 Euro bisher aus dem Förderprogramm Regionale 2022 schon 313.000 Euro (auch Fassadensanierung), aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung des Bundes fließen 100.000 Euro für die Konzeption und den Aufbau eines Kultur- und Begegnungszentrums. Weitere Fördermittel könnten von der NRW-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fließen. Auch werden weitere private Spendengelder (niedrige sechsstellige Summe) für das Tilly-Haus benötigt. Erste Zusagen gibt es bereits. Zudem werden zwei Eigentumswohnungen im Haus verkauft.

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