Erste Demo mit 100 Schülern – »Fridays for Future«-Bewegung organisiert Schulstreik in Höxter
»Alle raus aus der Komfortzone«

Höxter (WB/rob/pkl). Jetzt hat die »Fridays for Future«-Bewegung auch Höxter voll erreicht. 100 Schüler, Studenten und Klimaaktivisten kamen am Freitag zur ersten Klima-Demo auf den Marktplatz. Schüler aus Höxter, Beverungen und Brakel traten in den Schulstreik.

Freitag, 03.05.2019, 23:24 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 13:59 Uhr
Um die 100 Demonstranten haben sich an Höxters erster Klima-Demo auf dem Marktplatz am Freitagvormittag beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler haben deshalb den Unterricht bewusst geschwänzt. Auch einige Erwachsene haben am Proteszug teilgenommen und Reden gehalten. Foto: Michael Robrecht

Die jungen Demonstranten hatten zahlreiche kreative Plakate gestaltet: »Höxters Greta heißt Stella, und die wird heute 16«, gratulierte ein Teilnehmer Mitorganisatorin Stella Langer zum Geburtstag. KWG-Schülerin Stella Langer und der Beverunger Gymnasiast Tim Vollert hatten die Demo mit Unterstützern organisiert. In den heimischen Medien und in sozialen Medien war seit Tagen für den Schulstreik geworben worden: Für den Anfang sei man mit der Resonanz ganz zufrieden, so die jungen Leute. Unterstützt wurde die Demo auch von Jusos und Grüner Jugend. Der Protestzug verlief durch die Innenstadt und zurück zum Markt.

Schulstreik: Erste Klima-Demo in Höxter

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Bürgermeister Alexander Fischer lobte vor dem Protestzug die jungen Klimaaktivisten für ihren Schulstreik: Er habe als Schüler in den 80er Jahren auch gegen Raketen und Nachrüstung demonstriert. Politisches Engagement in jungen Jahren sei wichtig. Es sei das Privileg der Jugend die Stimme gegen Missstände zu erheben. Eine Verbesserung des Klimas betreffe alle. Er habe in einer Diskussion einen markanten Satz gehört, dass wenn die CO2-Gase den Himmel braun färben und damit sichtbar würden, es schon seit Jahren Proteste geben würde. Deutschland steige aus der Kohleverstromung aus, und auch beim Plastikmüll täte sich einiges, so der Bürgermeister, der an der Spitze des Demonstrationszuges mit durch die Stadt lief.

Stella Langer warf der Politik weltweit vor, nicht ausreichend zu handeln. Über viele Jahre sei zu wenig gegen den Klimawandel unternommen worden. Alle müssten raus aus der Komfortzone: mehr Busfahren, weniger Plastikmüll erzeugen, Fahrrad fahren. Tim Vollert, der auch für die Jusos sprach, wies auf den »Point of no return« hin, dem sich Umwelt und Klima weltweit näherten. Gut sei, dass im Kreis Höxter bereits 60 Prozent erneuerbare Energie erzeugt würden. »Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut«, riefen die zumeist jungen Demonstranten beim Klimastreik.

Neben den Schülerinnen und Schülern sprachen auf dem Marktplatz auch Parteienvertreter und Vertreter der Jugendorganisationen der Parteien. Auch ein Linken- und ein AfD-Politiker traten auf. Die nächste Demonstration gegen den Klimawandel ist für Ende Mai in Brakel geplant, hieß es am Freitag.

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