Investor aus Hannover kauft Gasthof in Ovenhausen: Restaurant und Zimmervermietung nach Renovierung geplant
Nach 13 Jahren: Hotel Venken ist wieder da

Ovenhausen (WB). Das Landhotel Venken in Ovenhausen an der Hauptstraße steht seit 13 Jahren leer. Die 13 scheint in diesem Fall eine Glückzahl zu sein. Im Gasthof tut sich endlich etwas. Es wird renoviert. Der neue Eigentümer aus Hannover will die Hotelanlage mit Restaurant in einigen Monaten wieder eröffnen.

Freitag, 05.04.2019, 22:52 Uhr aktualisiert: 06.04.2019, 10:54 Uhr
Seit 13 Jahren steht das ehemalige Landhotel Venken leer: Jetzt will ein Investor Hotelbetrieb und Restaurant wieder eröffnen. Vielleicht schon in der zweiten Jahreshälfte. Foto: Michael Robrecht

Landhotel Venken in Ovenhausen öffnet wieder

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In letzter Minute wurde vor einigen Wochen die Versteigerung des Hotels gestoppt, weil der Hannoveraner Bieter und Investor ins Geschehen eingegriffen hatte; er bekam den Zuschlag. Schnell wurde mit Attila Georgi ein Geschäftsführer für das neue Landhotel Venken bestellt, der seit März erste Aufräum- und Organisationsarbeiten in dem großen Komplex leitet. Georgi, der im Golddorf Ovenhausen gleich um die Ecke wohnt, bestätigte, dass er vom neuen Hauseigentümer, dessen Name noch nicht öffentlich genannt werden soll, den Auftrag habe, alle Baugenehmigungen und Gewerbescheine zu besorgen, für Brandschutz sorgen und zügig die Handwerker auszusuchen. Attila Georgi ist froh, dass Heizung, Dach, Isolierung in Ordnung sind.

Ovenhäuser positiv überrascht

Der Verkehrswert des Landhotels wurde bei der Versteigerung 2010 mit 300 000 Euro angegeben. 2019 lag er aber weit darunter. Wie viel Euro der Neuhotelier letztlich bezahlt hat, soll nicht bekannt gegeben werden. Für das Geld gab es eine Immobilie, die 21 Doppel- und sieben Einzelzimmer sowie einen Saal für 70 Personen hat. Das Haus steht seit 2006 leer.

Schon 2013 gab es eine anfangs vielversprechende Neunutzung des Hotels. Der damalige neue niederländische Eigentümer plante ein Fahrradhotel. Ursprünglich hatte er dies bereits für 2012 angekündigt. Der Käufer wollte das Landhaus schnell reaktivieren und setzte dabei voll auf Motorrad- und Fahrradtouristen. Auch einen Biergarten plante er. Einige Wochen war der Eigentümer sogar selbst vor Ort, um Reparaturen vorzunehmen und das Haus zügig wieder zu beleben. Danach wurde er nicht mehr gesehen. Haus Venken verfiel in den berühmten Dornröschenschlaf.

Jetzt sind die Ovenhäuser positiv überrascht, dass dort wieder Gastronomie und Hotelbetten angeboten werden sollen. Hotel-Geschäftsführer Attila Georgi erläuterte noch nicht das Gesamtkonzept für das neue Landhotel. »Aber ich kann schon verraten, dass es ein Restaurant mit deutschen und internationalen Speisen geben soll. Schankraum, Theke und Saalmöbel sind alle noch vorhanden«, sagte er am Freitag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT im Hotel. Betten, Schränke und Kleinmöbel in den Gästezimmern müssten alle untersucht werden, ob sie weiter genutzt werden könnten. Manches sei gut erhalten, einiges aber nicht. Das gelte auch für das Saalinterieur, Küche, Sanitäranlagen und Thekenmöbel.

Bestandsaufnahme im Haus

Er mache gerade eine Bestandsaufnahme; einiger Sperrmüll lagert bereits auf dem Parkplatz unter den Zimmern mit Balkonen, so der neue Chef. Im Visier hat der Hotelbetreiber Fahrradtouristen und Wanderer. In der Bikerregion Höxter sind auch Motorradfahrer immer eine wichtige Kundschaft. Günstig sollen die Preise sein, und damit junge Leute, Gruppen und Tagesgäste anlocken.

Neu gestaltet werden müssen die Außenterrassen mit Sitzgelegenheiten, wenn dort eine gute Außengastronomie etabliert werden soll.  Eine zeitliche Prognose für die Fertigstellung will der Geschäftsführer nicht abgeben: Man stehe gerade am Anfang der Umbauten und Renovierungen.

Und etwas frische Farbe könne das Haus auch gebrauchen, meinte eine Ovenhäuserin, die – wie sicher viele Bürger im Ort – froh ist, dass das 13 Jahre ungenutzte und einst sehr bekannte Haus eine neue Verwendung findet.

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