Übergangslösung: Landkreis Holzminden bittet Stahler um Hilfe
Rettungswache in alter Schule

Höxter (WB). In der ehemaligen Stahler Grundschule möchte der Landkreis Holzminden eine provisorische Rettungswache einrichten. Entsprechende Pläne werden Dienstagabend im Ortausschuss beraten.

Montag, 01.04.2019, 21:56 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 22:00 Uhr
In der ehemaligen Stahler Grundschule möchte der Landkreis Holzminden eine provisorische Rettungswache einrichten. Heute Abend um 19 Uhr (Hotel Kiekenstein) entscheidet der Ortsausschuss über das Vorhaben. Foto: Marius Thöne

Der Landkreis hat die Stadt Höxter um Hilfe gebeten, weil die Hilfsfristen für Rettungseinsätze in Brevörde und Grave nicht mehr eingehalten werden können. Bislang wurden diese beiden Ortschaften von Rettungswagen aus Bodenwerder angefahren. »Seit der Sperrung der Bundesstraße 83 geht das nicht mehr«, sagte gestern Peter Drews, Sprecher des Landkreises Holzminden. Darum wechselten die beiden betroffenen Orte in den Zuständigkeitsbereich der Rettungswache Holzminden. Aber auch von dort aus schaffen es die Sanitäter nicht immer innerhalb der vorgegebenen 15 Minuten beim Patienten zu sein. »Wir reden hier nicht über große zeitliche Probleme, lediglich über ein paar Minuten«, so Drews. Dennoch sei absehbar, dass es nach Brevörde und Grave dauerhaft nicht pünktlich zu schaffen sei. Aus diesem Grund sei die ehemalige Stahler Grundschule nun als Ausweichquartier im Gespräch. Geplant sei, dass einer der beiden am Holzminder Krankenhaus stationierten Rettungswagen mit Besatzung dorthin umzieht. Für den Wagen werde ein Unterstand gebaut, für die Sanitäter sollen Räume in der früheren Schule hergerichtet werden.

Offen sei bislang, ob der Wagen den ganzen Tag über in Stahle stationiert ist oder jeweils nur tagsüber oder nachts.

Drews geht davon aus, dass die Pläne frühestens zum Herbst hin umgesetzt werden können. Der erste Schritt sei jetzt das grüne Licht vom Stahler Ortsausschuss, dann müssten entsprechende Verträge zwischen der Stadt Höxter und dem Landkreis Holzminden geschlossen werden. Anschließend müssen die notwendigen Umbauten für das Provisorium ausgeschrieben und vorgenommen werden.

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