Freundeskreis freut sich über den Erfolg – Zweites Storchenpaar brütet bereits
Störche sind schwierige Obermieter

Höxter (WB/RB). Die Hauptbeteiligten stärkten sich erst noch ausführlich auf der benachbarten Wiese, um sich dann – pressewirksam – oben auf dem Schornstein zu präsentieren.

Montag, 01.04.2019, 14:31 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 20:16 Uhr
Erfolg hat der Freundeskreis Grubenstörche mit seiner »Ansiedlungspolitik«. Auf dem Schornstein der Firma von Ralf Lüke (rechts) werden Anfang Mai die Jungen schlüpfen. Foto: Ralf Brakemeier

Der Freundeskreis Grubenstörche aus Ovenhausen und Lütmarsen freut sich, dass sich wieder ein Paar der klappernden Babyboten angesiedelt hat. »Die fressen bis zu 300 Regenwürmer pro Stunde«, berichtet Dr. Norbert Tenkhoff, der vor drei Jahren der Initiator für den Freundeskreis war. Seither hat sich sowohl in Lütmarsen als auch in Ovenhausen entlang des Flusses Grube jeweils ein Storchenpaar angesiedelt.

»Die Storche sind schwierige Obermieter«, lacht Tenkhoff, der mit seinen Mitstreitern viel unternommen hat, um die seltenen Vögel anzulocken. Hoch auf dem Schornstein der Firma Materna wurde ein Ring, der muss mindestens einen Durchmesser von 1,4 Metern haben, angebracht.

Das Nest sollte von außen weiß gestrichen sein, um den Eindruck zu erwecken, hier hätten schon öfter Störche gebrütet (und ihre Hinterlassenschaften verbreitet). Einen besonderen Trick hat Tenkhoff noch auf Lager, der in Ovenhausen sofort zum Erfolg geführt hat: »Wir legen im Nest getrocknete Kuhfladen aus, die den Regen durchlassen und so das Nest schön trocken halten.«

In diesen Tagen machen sich die Störche ans Brüten. Den Bruterfolg und die Aufzucht der Jungen, sie werden von den Eltern drei Monate lang im Nest versorgt, werden Storchenfans demnächst auch mitverfolgen können. Auf dem benachbarten Silo wird der Freundeskreis eine Webcam anbringen, die direkt ins Nest filmen kann.

»Das sind wirklich intelligente Tiere«, sagt Martin Sagel, Storchenfreund und Vorsitzender des Heimatvereins Lütmarsen. »Wenn die Bauern losfahren zum Pflügen, dann kommen die Storche hinterher und versorgen sich zum Beispiel mit Mäusen und anderen Kleintieren.« Den Sommer über informiert die nun aufgestellte Storchentafel über den Bruterfolg, im Winter werden Metallstorch und Schild wieder bei einem Mitglied eingelagert.

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