Innenausbau im WBK-Neubau in Höxter läuft – Altgebäudeabriss ab Herbst – Einweihung erst 2020
Komplette Klinik zieht im Mai um

Höxter (WB). Der Neubau der Asklepios-Weserberglandklinik in Höxter soll im Mai und Juni dieses Jahres bezogen werden. Der Abriss des Hochhauses von 1969 und des Wehrmachts-Lazaretts von 1939 erfolgten dann ab Oktober. Zurzeit läuft der Innenausbau des 25-Millionen-Euro-Projektes.

Freitag, 01.02.2019, 17:11 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 17:47 Uhr

WBK-Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer ist mit dem Baufortschritt für das neue Rehabilitations- und Therapiezentrum zufrieden. Die Firmen, darunter viele heimische Handwerker unter der Anleitung von Architekt Andree Stüve, seien intensiv dabei, Strom- und Wasserleitungen, Fliesen und Fußböden zu verlegen. Balkone für jedes Apartment werden montiert, die Treppenhäuser gestaltet, Malerarbeiten begonnen und die Versorgungstechnik eingebaut. »Es läuft«, sagte Pfeifer. Der Nieheimer präsentiert mit Klinikmanagerin Anna Rehrmann ein dreiarmiges, dreistöckiges Gebäude, in dem technisch alles auf dem allerneusten Stand sein werde. »180 Betten wird die neue WBK anbieten«, rechnete Pfeifer vor. Die Mitarbeiterzahl erhöhe sich auf mehr als 200. Es werde um die 30 Neueinstellungen geben. »Wir suchen noch Pflegekräfte, die sofort anfangen können und beim Umzug dabei sind«, meinte Rüdiger Pfeifer, der früher das Carolinum in Bad Karlshafen geführt hat.

Bundesweit auffallen wird im Klinikvergleich die außergewöhnlich schöne Lage hoch über dem Wesertal mit Südbalkonen und Blick auf Corvey, Höxter und Solling. »Für eine Reha-Einrichtung ist das im europaweiten Wettbewerb ein attraktives Alleinstellungsmerkmal«, unterstrich der Geschäftsführer. Der Raumzuschnitt zwischen 20 bis 28 Quadratmetern, der großer Sanitärbereich sowie breite Flure und Zimmertüren sei wie die kurzen Wege perfekt auf die Patienten zugeschnitten. Moderne Therapieverfahren besonders für neurologisch erkrankte Menschen würden angeboten. Es gebe ein »Brainlabor« um die Gedächtnis- und Hirnleistung zu testen und ein »Ganglabor«, wo Patienten mit Prothesen oder Einlagen betreut würden. Laufen werde auf unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten einübt. Ein Auto stehe für Alltagssituationen bereit, die neu geübt werden müssten. Ziel der Rehas sei es, die Kranken nach dem Krankenhaus zurück in die häusliche Umgebung zu führen.

Moderne Trainingsmethoden würden eingeübt. In einem Handlabor werde es robotergelenkte Therapieverfahren zum Bewegungstraining einer gelähmten Hand geben. Dann soll es noch eine Frührehabilitation, die zwischen der Akutbehandlung (Phase A) und der Reha-Zeit (Phase C) liegt, geben. Bislang läuft Phase B im St.-Ansgar-Krankenhaus. Eine neue Station mit 25 Betten baut die WBK dafür jetzt auf.

Das WBK-Management hat einen Zeitplan ausgearbeitet, wie der Umzug verlaufen soll. Im Mai 2019 werden zuerst die patientenfernen Bereiche in den Neubau verlegt. Die Haustechnik dafür werde ebenso eingebaut wie Telefonanlagen, Alarmsysteme und Büros, so die Geschäftsführung. Erst wenn im Neubau alles funktioniert und alle Möbel und Betten aufgebaut seien, würden die 180 Patienten belegt. Das werde sich laut Rüdiger Pfeifer bis Ende Juni/Anfang Juli hinziehen. »Wir möchten auch garantieren, dass alle Patienten bei dem Umzug bestmöglich und ohne Stress von unseren Mitarbeitern betreut werden«, so der Geschäftsführer.

Das Umfeld der neuen Klinik wird nach dem Abriss der Altbauten komplett neu gestaltet. Das Gelände wird bis zum Erdgeschoss der dreiflügeligen Neubauten abgetragen, bis zu sechs Meter sind das. Der zerkleinerte Beton und die Steine vom dieses Jahr 70 Jahren alten Lazarett (das ist außen sogar mit Marmor verkleidet) soll laut Geschäftsführung rund um die WBK verteilt werden. Das 1969er Hochhaus wird von oben abgerissen. Auf das Flachdach werden Bagger gestellt, die sich dann abwärts arbeiten, kündigte Rüdiger Pfeifer einen sicher markanten Anblick hoch über Höxter an. Vor dem Abriss würden die Häuser komplett entkernt. Auf dem Gelände stehen dann nur noch das Seniorenhaus von 1996 und der Neubau. Erst wenn alle Bauarbeiten im Frühsommer 2020 abgeschlossen und auch die gut 150 geplanten Parkplätze angelegt seien, gebe es eine große Einweihungsfeier und auch einen Tag der offenen Tür für die Bürger. »Höxters Skyline wird 2020 nach 70 Jahren eine andere sein«, sagte Rüdiger Pfeifer.

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