Fachwerkhaus in der Westerbachstraße 28 soll bald umgebaut werden Neue Pläne für abgebranntes »Ritmo«

Höxter (WB/tig). Noch klebt Ruß an den Wänden – in naher Zukunft vielleicht schon wieder Tapete. Für eines der ältesten Häuser Höxters gibt es jetzt konkrete Pläne. »Wenn alles gut geht, können wir in diesem Jahr mit den ersten Arbeiten beginnen«, sagt die Architektin Susanne Krekeler.

An den Brand vor knapp fünf Jahren erinnern noch die angeschwärzten Balken. Das soll sich bald ändern: Pläne für das Fachwerkhaus in der Westerbachstraße 28 stellte die Architektiin Susanne Krekeler dem CDU-Stadtverband am vergangenen Samstag vor.
An den Brand vor knapp fünf Jahren erinnern noch die angeschwärzten Balken. Das soll sich bald ändern: Pläne für das Fachwerkhaus in der Westerbachstraße 28 stellte die Architektiin Susanne Krekeler dem CDU-Stadtverband am vergangenen Samstag vor. Foto: Timo Gemmeke

Planerischer Freiraum trotz Vorgaben

Den Planungsstart verkündete sie jetzt bei einem Ortstermin des CDU-Stadtverbandes, der für eine Besichtigung in das markante Fachwerkhaus in der Höxteraner Westerbachstraße 28 gekommen war. »Wir haben zwar Vorgaben vom Denkmalamt, aber durch die Entkernung bietet sich uns auch großer planerischer Freiraum«, so die Höxteraner Architektin.

Oben Wohnraum, unten Gewerbe

Geplant ist – in Absprache mit den Eigentümern Dr. Hajo Otten und Dr. Heidrun Daum – folgendes: Der untere Bereich soll gewerblich genutzt werden, der obere als Wohnraum. Dabei kam von der Genehmigungsbehörde die Vorschrift, das Erdgeschoss wie in den Vorjahren als Gewerbefläche zu nutzen. Trotzdem wolle man »sehr darauf achten, eine wohnfreundliche Nutzung umzusetzen«. Konkret achten müssen und wollen die Planer dabei auf den Lärm- und Brandschutz. »Dafür gibt es heute viel mehr Möglichkeiten, als bei der letzten Sanierung 1982«, erklärt Krekeler. So soll beispielsweise eine neue Brandmeldeanlage installiert werden, die dann auch direkt mit der Feuerwehr verbunden ist. Eine derartige Ausstattung hätte die Folgen des Brands vor fünf Jahren im ehemaligen Restaurant »Ritmo« minimieren können.

Sechs, vielleicht sieben Einheiten

Der obere Wohnbereich soll weiterhin als dieser genutzt werden und fasst insgesamt sechs Einheiten. Nur im Zuschnitt der Räume könnte sich im Gegensatz zur vorherigen Situation etwas ändern, um diese zeitgemäß zu gestalten. Vorstellbar ist für die zukünftigen Wohnparteien, den Innenhof mit zu nutzen. »Vielleicht sogar mit einer zusätzlichen Wohnung im Erdgeschoss«, kalkuliert Krekeler.

»Gebäude war in gutem Zustand als es gebrannt hat«

Äußerlich bleibt das Fachwerk in jedem Fall bestehen, selbst die Fenster seien nach dem Brand schon erneuert worden. »Das Gebäude war in einem guten Zustand, als es zu dem Brand kam«, versichert die Architektin. Dahin soll es nun zurückkehren – wenn möglich schon in diesem Jahr. »Das hängt davon ab, wie schnell wir eine Nutzung für die Gewerbefläche finden. Damit steht und fällt die bisherige Planung.«

Dachbalken aus dem Jahr 1341

Ob wieder ein Restaurant oder auch ein Geschäft einzieht, steht somit offen. Der oder die »Neue« müsse aber mit dem Plan konform gehen, den Wohnbereich nicht einzuschränken – sei es durch Lärm oder sonstige Störfaktoren.

»Es wäre wünschenswert, wenn das Haus wieder genutzt wird. Es ist ein wichtiger historischer Teil der Stadt«, findet auch Ilona Drüke vom CDU Stadtverband. Die ältesten Balken im Gebäude sind auf das Jahr 1341 datiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.