Paderborner Justiz erhebt Anklage gegen die Drogenhändler und ihre Helfer Horrorhaus: Cannabis-Bande steht vor Gericht

Höxter (rob). Noch vor Ostern wird es vor dem Landgericht in Paderborn einen Prozess wegen Drogenanbaus im Horrorhaus von Bosseborn geben. Es werde jetzt Anklage gegen die Drogenhändler und ihre Helfer erhoben, war aus der Paderborner Justiz zu hören.

Das Foto zeigt, wie eine Plantage in dem Haus aussah. Mehr als 1000 Pflanzen wurden sichergestellt.
Das Foto zeigt, wie eine Plantage in dem Haus aussah. Mehr als 1000 Pflanzen wurden sichergestellt. Foto: Polizei Bielefeld

Das Haus in Bosseborn, in dem über Jahre Frauen gequält und getötet wurden, kommt nicht nur wegen des laufenden Prozesses nicht aus den Schlagzeilen. Zwölf Personen hatte die Polizei in dem Gebäude  bei einer Razzia im September 2017 festgenommen, darunter auch die mutmaßlichen Köpfe der Bande.

Der 50-jährige Schotte Dave M. hatte  1000 Pflanzen ab Sommer mit Hilfe eines 42-jährigen Türken aus Holland gezüchtet. Bei der Durchsuchung fand die Polizei im vom Dachdecker für 5000 Euro gekauften Horrorhaus so viele Pflanzen, dass 38 Kilogramm Marihuana  im Wert von 200.000 Euro daraus hätten gewonnen werden können. Die Bandenmitglieder sitzen in U-Haft. Sechs Erntehelfer wurden nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Haus Saatweg 6 wurde beschlagnahmt. Was damit nun wird, ist noch offen.

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