UWG sorgt sich um weniger attraktives Programm in Höxter – Betreiber sieht positive Signale für 2018 Stadthalle: Große Sprünge sind nicht drin

Höxter (WB). Die Entwicklung der Veranstaltungs- und Besucherzahlen in Höxters Stadthalle macht vielen in der Politik Sorgen. In der jüngsten Haushaltsdebatte im Rat sprach UWG-Fraktionschef Georg Heiseke eine Sorge an, die viele umtreibt: Wohin steuert die Halle? Heiseke forderte alle Ratskollegen auf, das Thema Stadthalle ernst zu nehmen und daran zu arbeiten, dass die Einrichtung wieder besser laufe.

Von Michael Robrecht
Die Goparc-Partys zu Ostern und Weihnachten sind Renner: 1500 zumeist junge Leute feiern in der Stadthalle bis in den Morgen.
Die Goparc-Partys zu Ostern und Weihnachten sind Renner: 1500 zumeist junge Leute feiern in der Stadthalle bis in den Morgen.

Er sprach von einem »ganz traurigen Bild« im Jahr 2017. Das Bistro werde nicht bewirtschaftet, es gebe weniger Schulentlassfeiern und das Kulturprogramm sei teilweise total gefloppt. Stolze 250.000 Euro koste die Halle die Stadt im Jahr.

Stadthallen-Managerin Katharina Postert vom Pächter KDS-Events zeigte sich mit dem Geschäftsjahr 2017 auch nicht zufrieden. Man habe als Veranstalter viel Pech gehabt. Die neue Reihe »Höxter lacht« und auch die Donnerstagstagstermine seien nicht angekommen; einige Termine seien abgesagt worden. Ja, es gebe eine Delle, aber KDS-Events schaue nach vorn und registriere sehr positive Signale für 2018. Postert berichtet, dass der Vorverkauf für die neuen Angebote wie Comedian Markus Krebs am 14. April mit seinem Programm »Permanent Panne« gut laufe. Fest gesetzt für 2018 seien die Hochzeitsmesse am 14. Januar, der Handwerkerball am 20. Januar, die Goparc-Partys Ostersamstag und am ersten Weihnachtstag mit jeweils 1500 Gästen sowie die Silvester-Party. Die Gala zum Jahreswechsel werde wegen der großen Nachfrage vom Foyer in die Halle verlegt.

Im Gespräch ist das Management mit Höxters Schulen, damit die Abschlussfeiern 2018 nicht außerhalb stattfinden. Das Resi-Bistro werde an kleinere Gesellschaften wie Geburtstage vermietet; ein Gaststätten/Kneipenbetrieb wie früher sei aber kein Thema. Auf 50 Veranstaltungen beziffert Katharina Postert die Jahresbuchungen. Angefragt würden auch Hochzeiten. Beim Programm werde man zu Wochenendangeboten zurücklehren und keine Experimente wagen. Große Sprünge seien beim mit der Stadt vereinbarten Programm aber nicht drin.

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